Schlagwort: Asien

11 Sep

Mit Stäbchen essen

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Besonderes Besteck

Nicht nur in China – in vielen Ländern Asiens essen die Leute ihr Essen mit Stäbchen. Wenn man es nicht gewohnt ist, kann es allerdings sehr schwierig sein, nur mit zwei kleinen Hölzchen Essen zum Mund zu befördern. Und mit vielen europäischen Gerichten würde das auch gar nicht funktionieren. In China wird das Essen aber anders zubereitet: Dort werden alle Zutaten schon vor dem Kochen in mundgerechte Happen zerteilt. Der Grund dafür ist, dass Messer im alten China als Waffe galten. Und beim Essen Waffen zu tragen galt als sehr unhöflich, da es bedeutete, dass man sich als Gast nicht sicher fühlt.

Essstäbchen gibt es in vielen Varianten. Die meisten sind aus Bambus. Weil der schnell nachwächst, waren solche Stäbchen billig herzustellen. Diese Stäbchen werden aber nach dem Essen oft weggeworfen. Um nicht so viel Müll zu verursachen, tragen viele Menschen deshalb eigene Stäbchen bei sich. Diese sind meist aus lackiertem Holz und können mehrmals verwendet werden.

Wie isst man denn nun mit Stäbchen?

Keine Angst, wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist das Essen mit Stäbchen eigentlich ganz einfach. Der Trick ist, dass man sie wie eine Verlängerung seiner Finger benutzt und nicht wie eine Gabel. Vielleicht müsst ihr dafür ein wenig üben.

Nehmt die Stäbchen erstmal so

Stäbchen hält man etwa so, wie ihr in der Schule euren Stift haltet. Tut einfach mal so, als wären die  beiden Stäbchen euer Füller und nehmt sie in die Hand. Das eine Stäbchen sollte jetzt an eurem Zeigefinger liegen und das andere auf eurem Ringfinger. Verschiebt euren Griff ein wenig, so dass das eine Stäbchen auf der Spitze eures Ringfingers liegt und das andere zwischen Daumen und Zeigefinger

 

Nehmt dann das eine Stäbchen zwischen Daumen und Zeigefinger

Das eine Stäbchen ist jetzt fest zwischen Mittelfinger und Daumen eingeklemmt. Das ist auch gut so, denn dieses Stäbchen sollt ihr gar nicht bewegen. Mit Daumen und Zeigefinger könnt ihr das andere Stäbchen hin und her bewegen. Übt einmal, die Stäbchen auseinander und wieder zusammen zu drücken. Vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr die Stäbchen weiter vorne oder hinten greift.

 

Mit dem Zeigefinger bewegt ihr das obere Stäbchen

Wenn ihr die Stäbchen wie die Zange einer Krabbe auf und zu schnappen lassen könnt, könnt ihr versuchen, Essen damit hochzuheben. Weiches, klebriges Essen eignet sich am Anfang besonders gut. Denkt daran, große Brocken vorher klein zu schneiden. Ihr werdet bald merken, dass es darauf ankommt, wie fest ihr zudrückt. Drückt ihr nämlich zu fest, zermatscht ihr den Bissen mit euren Stäbchen.

 

Um Essen hochzuheben klemmt ihr es zwischen den Stäbchen ein

Mit Esstäbchen kann man nicht nur Essen einklemmen, sondern sie auch als eine Art Schaufel – zum Beispiel für Reis – benutzen. In manchen Teilen Asiens ist es ganz normal, sich die Schüssel ans Kinn zu halten und das Essen einfach mit den Stäbchen von der Schüssel in den Mund zu schaufeln. Vielleicht kommt euch das Schaufeln ja bekannt vor: wenn wir Reis mit einer Gabel essen tun wir nämlich nichts anderes.

 

Benimmregeln

Für das Essen mit Stäbchen gibt es einige Benimmregeln. Je nachdem, in welchem Land ihr seid, können sich diese unterscheiden. Manche dieser Regeln gibt es in Europa auch. Zum Beispiel darf man nicht mit dem Besteck auf andere deuten oder damit auf dem Teller trommeln. Und natürlich greift man nicht mit Besteck, das man schon benutzt hat, in den Topf, um Nachschlag zu nehmen. Da sind Stäbchen sogar im Vorteil: ihr könnt sie einfach umdrehen und das Ende, das ihr schon im Mund hattet, kommt nicht mit dem frischen Essen in Berührung. Auf keinen Fall solltet ihr aber eure Stäbchen senkrecht in euer Essen stecken. Das erinnert in Asien an die Räucherstäbchen bei Beerdigungen und gilt als böses Zeichen. Wenn ihr gerade nicht esst, legt ihr die Stäbchen einfach neben euren Teller.

 

Wenn ihr etwas Übung habt, könnt ihr ja mal versuchen, Luigis Bambus-Rezept mit Stäbchen zu essen. Ihr könnt uns gern verraten, ob es geklappt hat!

19 Jun

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 3

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Die Weltwunder der Natur

Als die sieben Weltwunder der Antike und der Moderne gelten beeindruckende Orte und Sehenswürdigkeiten, die von Menschen erschaffen wurden. Über sie konntet ihr in den letzten beiden Beiträgen schon viel erfahren. Aber auf der Welt gibt es auch viele Orte, die auch ohne menschliche Hilfe beeindruckend sind – ganz natürlich.

Über 200 von ihnen gehören zum Weltnaturerbe, das heißt, dass sie unter besonderem Schutz stehen. Denn wenn dort etwas kaputt geht, kann man es ja nicht einfach wieder aufbauen wie bei einem Gebäude. Viele dieser Weltnaturerbe sind außerdem die Heimat ganz besonderer Tiere und Pflanzen. Manche von ihnen gibt es nirgendwo sonst.

Auch bei den Weltnaturerben gab es eine Umfrage, welche sieben Orte die Menschen am schönsten finden. Die Gewinner sind als 7 Weltwunder der Natur bekannt. Dies sind: der Amazonas-Fluss in Südamerika, die Halong-Bucht in Vietnam, die Iguazu-Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, Jejudo, eine Vulkaninsel in Südkorea, die Komodo-Insel in Indonesien, der Tafelberg in Südafrika und der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Phillipinen.

Die Halong-Bucht

Die Halong Bucht in Vietnam ist bekannt für ihre vielen Höhlen und hohe Inseln. Fast 2000 Inseln gibt es dort, manche groß genug, dass ein dichter Dschungel oder mehrere Seen auf ihnen Platz finden. Die Inseln ragen oft steil aus dem Wasser, manche bis zu 100 Meter. Deshalb sind die meisten davon unbewohnbar. Heutzutage ist es sogar verboten dort zu wohnen, um das Naturerbe zu schützen.

Die Bucht selbst ist nach einer Legende benannt. „Ha Long“ steht nämlich für„herabsteigender Drache“. Der Legende nach verteidigte ein Drache das Land vor Angreifern. Dabei peitschte sein Schwanz auf den Strand und hinterließ tiefe Kerben in der Landschaft. Von der Geschichte gibt es viele Varianten. In einer soll der schlafende Drache sogar selbst zu einer Insel geworden sein. Tatsächlich sind früher viele Eindringlinge in der Bucht besiegt worden. Die Einwohner wussten hinter welchen Inseln und in welchen Höhlen sie sich am besten verstecken konnten und konnten die Angreifer so immer überraschen.

Durch das warme Klima ist die Halong-Bucht ein Paradies für Fische, Muscheln und Korallen. Deswegen gibt es dort auch so viele Fischer. Da sie nicht auf den Inseln wohnen können, leben sie auf Booten oder schwimmenden Häusern zwischen den Inseln. Bei Sturm können sie mit ihren Booten in den vielen Höhlen Schutz suchen.

 

Hätte Marco gewusst, dass die Komodo-Insel bei seiner Reise durch Indonesien ganz in der Nähe war, hätte er sie sicher auch besucht. Was denkt ihr welche Weltwunder Marco, Luigi und Shi La noch besuchen werden?

18 Nov

Luigis Bambus Rezept

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Ein Bambus Rezept á la Luigi: So wird aus italienischen Spaghetti ein leckeres, asiatisch angehauchtes Essen.

Zutaten:

250 g Spaghetti

1 Glas Bambussprossen

1 rote Paprika

250 g Champignons

Zuckerschoten

4 EL Sojasoße

2 EL Sesamöl (besonders lecker, aber geht auch mit anderem Öl)

Wer mag, kann zu diesem Bambus Rezept auch noch Fleisch nach Wahl hinzufügen, zum Beispiel Hähnchen.

Luigis Bambus Rezept:

Die Zubereitung ist ganz einfach. Als erstes setzt ihr Wasser an und kocht die Spaghetti nach der Anleitung auf der Packung. Während die Nudeln kochen, könnt ihr bereits das Gemüse waschen. Dann werden Papirka, Champignons und Zuckerschoten in mundgerechte Stücke geschnitten. Die Bambussprossen aus dem Glas müssen abgetropft werden.

Als nächstes erhitzt ihr einen Löffel Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok. Gebt das Gemüse hinzu und lasst es kurz anbraten. Nun folgt die Sojasoße. Darin kann alles für ca. 6 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist.

Schüttet die Nudeln ab, gebt sie zu den anderen Zutaten in die Pfanne, und mischt alles gut durch. Jetzt kommt auch der zweite Löffel Sesamöl hinzu. Wer es gerne scharf mag, kann noch mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abschmecken – und schon ist Luigis Bambus Rezept fertig.

Wir wünschen guten Appetit!