Schlagwort: Berge

22 Mrz

Wie entstehen Vulkane?

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Der wütende Berg

Als Marco, Luigi und Shi La in Java ankommen, herrscht dort Panik: Ein Vulkan droht auszubrechen! Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass manche Berge Feuer spucken und andere nicht? Früher, noch lange vor Marco Polos Zeiten, dachte man, die Götter wären daran schuld. Der Name Vulkan kommt nämlich von Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.

Um zu wissen, wie Vulkane funktionieren, muss man erstmal wissen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Die ist nämlich keine harte Kugel aus Stein: Tief im Inneren hat die Erde einen flüssigen Kern aus sehr heißem geschmolzenem Stein, sogenannter Magma. Darauf schwimmen die Kontinente. Da sie sehr, sehr langsam schwimmen, merken wir davon aber nichts. Wo die Kontinente aufeinander treffen, wird manchmal Magma nach oben gedrückt. Wird der Druck zu groß, platzt die Erdkruste auf und das Magma schießt heraus.

Gefährliche Ausbrüche

Manche Vulkane erlöschen nach einiger Zeit. Der Vulkan ist dann ein ganz normaler Berg. Andere Vulkane schlafen hingegen nur. Dann weiß niemand, wann sie das nächste mal ausbrechen. Ein Vulkan, der ständig Magma ausspuckt, heißt aktiver Vulkan. Das sind aber die wenigsten.

Heutzutage werden Vulkane mit moderner Technik ganz genau überwacht, um die Leute, die in der Nähe wohnen, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Bei einem Vulkanausbruch tritt nämlich nicht nur Magma an die Oberfläche. Meistens werden große Mengen Stein, Rauch, Asche und giftige Gase in die Luft geschleudert. Bei einigen großen Vulkanausbrüchen haben diese Staubwolken noch weit entfernt den Himmel verdunkelt und für schlechte Ernten gesorgt. Noch schlimmer ist es, wenn ein Vulkan unter Wasser ausbricht. Dabei kann eine riesige Flutwelle entstehen: Ein Tsunami.

Java – eine Insel voller Vulkane

Java liegt im „pazifischen Feuerring“. Die Region heißt so, weil es dort so viele Vulkane gibt. Die meisten Inseln dort sind aus Magma entstanden. Auf der Karte könnt ihr sehen, dass die Vulkane fast in einer Reihe liegen. Das ist die Linie, an der die Kontinente sich treffen.

Java hat ganze 38 Vulkane und viele davon sind aktiv. Aber die Vulkane bringen nicht nur Gefahr: Das Gestein aus dem Erdinneren ist voller Mineralien. Das heißt, dass Pflanzen dort besonders gut wachsen. Außerdem bauen manche Leute in den Vulkankratern Schwefel ab und viele Menschen verdienen ihr Geld, indem sie Touristen die Krater zeigen.

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

13 Jan

Marco Polos Welt: im Himalaya

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Enorme Höhen und eisige Kälte

Die Gipfel des höchsten Gebirges der Welt zu erklimmen, ist auch heute noch eine Herausforderung, doch Marco Polo überquerte den Himalaya schon im 13. Jahrhundert. Das Himalaya Gebirge ist ein Ort großer Extreme:

  • der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt
  • im Winter kann es dort bis zu minus 60 Grad kalt werden
  • der Himalaya wächst noch immer in die Höhe

Etwa einen Zentimeter wird das Gebirge pro Jahr höher. Das klingt vielleicht nach nicht viel – doch in den rund 700 Jahren, die seit den Zeiten des echten Marco Polo vergangen sind, macht das immerhin 7 Meter Unterschied.

Das liegt daran, dass sich auf der Oberfläche der Erde große Landmassen hin und her bewegen. Diese Landmassen heißen tektonische Platten. Sie können auch unter Wasser liegen. Am Fuße des Himalaya Gebirges schiebt sich ganz langsam die Platte, auf der Indien liegt, unter die Platte, auf der sich der Rest Asiens befindet. Dadurch faltet sich die Erde auf und die Berge werden immer höher.

Marco Polo Schaf und Himalaya Bär

Marco Polo Schaf

Das Marco-Polo-Schaf ist Luigi nicht geheuer

Wenn ihr die Marco Polo Folge „Im Schneesturm über den Himalaya“ kennt, wisst ihr, dass es in den Bergen des Himalaya auch interessante Tiere gibt. Für echte „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“-Fans ist dabei das Marco-Polo-Schaf natürlich etwas ganz besonderes. Denn tatsächlich war es Marco Polo, der diese Tierart in seinem Reisebericht zum allerersten Mal beschrieb. Und das Marco-Polo-Schaf verteidigt auch einen eigenen Rekord: Es hat größere Hörner als alle anderen Schafe auf der Welt. Fast zwei Meter lang können seine Hörner werden!

Dagegen wirkt der Himalaya-Bär, dem unsere Helden in der Serie ebenfalls begegnen, gar nicht so ungewöhnlich. Er ist mit dem Braunbär verwandt, auch wenn seine Spuren früher manchmal für die Fußabdrücke des Yetis gehalten wurden. Der Yeti allerdings ist leider nur ein Fabelwesen. Einen echten Schneemenschen gibt es im Himalaya-Gebirge leider nicht.