Schlagwort: Geographie

19 Jun

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 3

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Die Weltwunder der Natur

Als die sieben Weltwunder der Antike und der Moderne gelten beeindruckende Orte und Sehenswürdigkeiten, die von Menschen erschaffen wurden. Über sie konntet ihr in den letzten beiden Beiträgen schon viel erfahren. Aber auf der Welt gibt es auch viele Orte, die auch ohne menschliche Hilfe beeindruckend sind – ganz natürlich.

Über 200 von ihnen gehören zum Weltnaturerbe, das heißt, dass sie unter besonderem Schutz stehen. Denn wenn dort etwas kaputt geht, kann man es ja nicht einfach wieder aufbauen wie bei einem Gebäude. Viele dieser Weltnaturerbe sind außerdem die Heimat ganz besonderer Tiere und Pflanzen. Manche von ihnen gibt es nirgendwo sonst.

Auch bei den Weltnaturerben gab es eine Umfrage, welche sieben Orte die Menschen am schönsten finden. Die Gewinner sind als 7 Weltwunder der Natur bekannt. Dies sind: der Amazonas-Fluss in Südamerika, die Halong-Bucht in Vietnam, die Iguazu-Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, Jejudo, eine Vulkaninsel in Südkorea, die Komodo-Insel in Indonesien, der Tafelberg in Südafrika und der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Phillipinen.

Die Halong-Bucht

Die Halong Bucht in Vietnam ist bekannt für ihre vielen Höhlen und hohe Inseln. Fast 2000 Inseln gibt es dort, manche groß genug, dass ein dichter Dschungel oder mehrere Seen auf ihnen Platz finden. Die Inseln ragen oft steil aus dem Wasser, manche bis zu 100 Meter. Deshalb sind die meisten davon unbewohnbar. Heutzutage ist es sogar verboten dort zu wohnen, um das Naturerbe zu schützen.

Die Bucht selbst ist nach einer Legende benannt. „Ha Long“ steht nämlich für„herabsteigender Drache“. Der Legende nach verteidigte ein Drache das Land vor Angreifern. Dabei peitschte sein Schwanz auf den Strand und hinterließ tiefe Kerben in der Landschaft. Von der Geschichte gibt es viele Varianten. In einer soll der schlafende Drache sogar selbst zu einer Insel geworden sein. Tatsächlich sind früher viele Eindringlinge in der Bucht besiegt worden. Die Einwohner wussten hinter welchen Inseln und in welchen Höhlen sie sich am besten verstecken konnten und konnten die Angreifer so immer überraschen.

Durch das warme Klima ist die Halong-Bucht ein Paradies für Fische, Muscheln und Korallen. Deswegen gibt es dort auch so viele Fischer. Da sie nicht auf den Inseln wohnen können, leben sie auf Booten oder schwimmenden Häusern zwischen den Inseln. Bei Sturm können sie mit ihren Booten in den vielen Höhlen Schutz suchen.

 

Hätte Marco gewusst, dass die Komodo-Insel bei seiner Reise durch Indonesien ganz in der Nähe war, hätte er sie sicher auch besucht. Was denkt ihr welche Weltwunder Marco, Luigi und Shi La noch besuchen werden?

22 Mai

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 2

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Die Weltwunder der Neuzeit

Neben den Weltwundern der Antike gibt es auch 7 Weltwunder der Moderne. Doch trotz ihres Namens sind auch die meisten dieser Bauwerke schon sehr alt. Als Weltwunder der Moderne oder Weltwunder der Neuzeit werden sie bezeichnet, weil sie bis heute überdauert haben. Diese besonderen Sehenswürdigkeiten kann man daher immer noch besuchen.

Als die sieben neuen Weltwunder gelten die Ruinen von Chichén Itzá in Mexiko, die Chinesische Mauer, die Christus-Statue von Rio de Janeiro in Brasilien, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, sowie das Taj Mahal in Indien und die Felsenstadt Petra in Jordanien.

Diese Auswahl wurde basierend auf einer Umfrage im Internet sowie einer Jury-Entscheidung getroffen. Daran gibt es einige Kritik, zum Beispiel, weil bei der Abstimmung Menschen aus manchen Teilen der Welt stärker vertreten waren als aus anderen. Wäre das Auswahlverfahren ein anderes gewesen, hätten also durchaus auch andere Weltwunder gewählt werden können. Sicher ist jedoch: Die Bauwerke, die als Weltwunder der Neuzeit gelten, sind absolut einmalig und faszinierend.

Die Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra liegt im heutigen Jordanien. Früher befand sich dort das Reich der Nabatäer, dessen Hauptstadt Petra war. Der Name „Petra“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fels“ oder „Stein“. Er ist darauf zurückzuführen, dass die Gebäude der Stadt direkt in den roten Sandstein der Region gehauen worden. Dies sind nicht nur einfache Wohnhöhlen, sondern prunkvolle Tempel. Die Stadt ist gut geschützt und kann nur durch einen steinigen Bergpfad oder eine enge Schlucht erreicht werden. Zahlreiche Handelskarawanen suchten hier Schutz und machten Rast, wodurch die Stadt zu großem Reichtum kam. Obwohl Petra mitten in der Wüste liegt, sorgte ein ausgeklügeltes System von Wasserleitung dafür, dass der Ort zu einer künstlichen Oase wurde.

Die ersten Menschen siedelten sich schon um 9000 vor Christus in der Region um Petra an. Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im zweiten Jahrhundert nach Christus. Doch dann wurde sie von mehreren schweren Erdbeben zerstört. Die Bewohner verließen Petra und die Felsenstadt geriet in Vergessenheit. Nur manchmal kamen noch Beduinen aus der Umgebung in das versteckte Tal – so wie Marco und seine Freunde in der Serie.

Erst im 18. Jahrhundert wurde Petra von den Europäern wiederentdeckt, für die die Felsenstadt bis dahin nur ein Mythos war. Heute ist Petra bei Touristen sehr beliebt.

Neben den Weltwundern der Antike und denen der Moderne gibt es aber auch noch die Weltwunder der Natur, um die es im nächsten Beitrag geht.

30 Mrz

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 1

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Die 7 Weltwunder der Antike

Die sieben Weltwunder sind – oder vielmehr: waren – ganz besondere, beeindruckende Bauwerke. Sie gehen auf eine Auflistung des phönizischen Schriftstellers Antipatros von Sidon zurück, der im 2. Jahrhundert vor Christus lebte. Er schrieb eine Art Reiseführer für den Mittelmeerraum. Darin benannte er die Bauwerke, die er für besonders einzigartig und sehenswert erachtete – dies sind die sogenannten Weltwunder: Die hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos, das Grab des Königs Mausolos II, der Leuchtturm von Alexandria, die Pyramiden von Gizeh, der Tempel der Artemis in Ephesos, und die Zeusstatue von Olympia.

Da diese Auswahl aus einem antiken Reiseführer für den Mittelmeerraum stammt, sind darin aber gar nicht die Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt enthalten, sondern nur die aus dieser Region. Außerdem verfassten auch andere Schriftsteller ähnliche Listen oder passten die Auswahl der Sehenswürdigkeiten von Antipatros nach ihrem Geschmack an.

Seitdem sind mehr als zweitausend Jahre vergangen. Von den sieben Weltwundern, die Antipatros beschrieb, steht heute nur noch eines: die Pyramiden. Aber weltberühmt sind die sieben Weltwunder der Antike dennoch.

Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden, die auf der Ebene von Gizeh in der Nähe des ägyptischen Kairo stehen, sind mehr als 4500 Jahre alt. Es gibt drei Pyramiden von unterschiedlicher Größe und jede wurde als Grabmal für einen Pharao erbaut. Die größte ist die Pyramide des Pharaos Cheops mit einer Höhe von 146 Metern. Am Bau der jeder Pyramide haben mehrere Tausend Menschen ungefähr 20 Jahre lang gearbeitet. Damals war noch nicht einmal das Rad erfunden, was ihre Leistung umso erstaunlicher macht. Wahrscheinlich wurden die tonnenschweren Steinblöcke, aus denen die Pyramiden bestehen, auf Schlitten über Rampen nach oben gezogen. Bis ins späte Mittelalter war die Cheopspyramide das höchste Bauwerk auf der ganzen Welt. Kein Wunder also, dass Antipatros von Sidon sie in seine Liste der großen Sehenswürdigkeiten aufnahm!

In Folge 45 der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ kommen Marco, Luigi und Shi La auf dem Weg nach Kairo an den Pyramiden vorbei. Allerdings sind die drei Freunde gerade so sehr mit sich beschäftigt, dass sie das Weltwunder kaum bemerken. Sind euch denn die Pyramiden im Hintergrund schon aufgefallen?

Noch mehr Weltwunder

Während die 7 Weltwunder der Antike wohl die bekanntesten sind, gibt es allerdings auch noch andere Listen von Weltwundern. Und auch an einigen dieser Orte kommt Marco auf seiner Reise vorbei. Im zweiten Teil des Weltwunder-Beitrags erfahrt ihr etwas über die Weltwunder der Neuzeit und im dritten Teil geht es um die Weltwunder der Natur.

Beim nächsten Mal gibt es als Vorbereitung auf den Muttertag aber erst einmal eine tolle Bastelidee für eine Geschenkkarte mit bunten Blumen!

23 Aug

Marco Polos Welt: König Salomon und Kartenmacher al-Idrisi

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Der Kartenmacher Muhammad al-Idrisi

Muhammad al-Idrisi (arabisch für: „der Gelobte“) war ein arabischer Kartenmacher und Pflanzenforscher. Geboren wurde er um 1100 nach Christus in Spanien. Das wurde damals teilweise von den Arabern beherrscht. Gestorben ist er 1166 nach Christus in Italien.

Al-Idrisi lebte in Sizilien am Hofe des Königs Roger II. und studierte an der Universität in Córdoba. Berühmt wurde er, weil er die Weltkarte „Tabula Rogeriana“ („Die Karte von Roger“) zeichnete. Sie ist eine der ersten vollständigen Weltkarten, die es gab. Um seine Karte zu zeichnen, ging er nicht nur selbst auf Reisen, sondern las auch viele Bücher von anderen Reisenden und befragte viele Händler und Seefahrer. Das Original der Karte hatte er auf eine Silberplatte graviert. Heute sind jedoch nur noch Kopien erhalten. Al-Idrisis Forschungen inspirierten unter anderem die beiden Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama und Christoph Columbus.

Anders als in Folge 48 der Serie, ist der echte Marco Polo dem berühmten Kartenmacher vermutlich nie begegnet. Doch die beiden hätten sich sicherlich einiges zu erzählen gehabt!

 

Der biblische König Salomon

Laut der biblischen Geschichte ist König Salomon (hebräisch für: „der Friedliche“) 990 vor Christus geboren. Er war der Sohn von König David und seiner Frau Batseba. Vor seinem Tod bestimmte David Salomon zum Thronfolger und so wurde dieser zum König von Judea, Israel und Jerusalem. In einem Traum erschien ihm der Gott Jehova, der ihm einen Wunsch gewährte. Salomon wünschte sich Weisheit, um ein verständiger und gerechter König zu sein. Nicht nur dieser Wunsch wurde ihm erfüllt, sondern Gott versprach ihm auch ein langes Leben, Reichtum und Ruhm. Alles was Salomon dafür tun musste, war es Gott zu gehorchen. Zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte Israels herrschte so großer Wohlstand und Frieden, wie unter Salomons weiser Regierung.

In Folge 50 der Serie finden Marco und seine Freunde  König Salomons versteckte Reichtümer. In der Bibel steht, dass die Königin von Saba Salomon viele Geschenke machte: Gewürze, Diamanten und Gold aus dem geheimnisvollen Land Ophir. Bis zu seinem Tod 931 vor Christus sammelte Salomon immer mehr wertvolle Besitztümer. Viele Forscher und Abenteurer machten sich schon auf die Suche nach den Schätzen von König Salomon, aber bis heute hat sie keiner gefunden.

07 Sep

Berühmte Entdecker Teil 1

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Der echte Marco Polo lebte im 13. Jahrhundert und ist noch heute weltbekannt für seinen Bericht über die Reise von Venedig nach China. Doch er ist nicht der einzige berühmte Entdecker, der in die Geschichte einging.

Christoph Kolumbus

Der Name Christoph Columbus Kolumbus ist weltbekannt, weil er oft als der Entdecker Amerikas gilt. Kolumbus wurde um das Jahr 1451 herum im heutigen Italien geboren und starb 1506 in Spanien. 1492 erreichte er mit drei Schiffen eine Insel der Bahamas vor der nordamerikanischen Küste. Eigentlich sollte er einen Seeweg nach Indien finden. Dass in westlicher Richtung zwischen Europa und Asien der amerikanische Kontinent liegt, wusste er nicht, bis er dort landete.

Leif Erikssson

Allerdings war Kolumbus anders als lange angenommen nicht der erste Reisende, der Nordamerika erreichte. Fast 500 Jahre vor Kolumbus legte bereits der Wikinger Leif Eriksson auf dem Kontinent an. Sein Leben und seine Reise sind weniger bekannt als die von Kolumbus, doch es wird angenommen, dass Eriksson um 970 auf Island geboren wurde und etwa 1020 in Grönland starb. Das Land, das er entdeckte, nannte er „Vinland“ und es entspricht wahrscheinlich dem heutigen Neufundland weit im Norden Nordamerikas.

Vasco da Gama

Zwei weitere bekannte Entdecker stammen beide aus Portugal: Vasco da Gama und Ferdinand Magellan. Sie lebten beide etwa zur selben Zeit, Magellan von 1480 bis 1521 und da Gama von 1469 bis 1524.

Im Jahr 1497 segelte Vasco da Gama los, um einen Seeweg nach Indien zu finden – Christoph Kolumbus hatte dieses Ziel schließlich nicht erreicht, weil er vorher auf Amerika stieß. Anders als Kolumbus reiste da Gama nicht nach Westen, sondern nach Süden und Osten. Er umschiffte Afrika am heutigen Kap der Guten Hoffnung und fand damit die gesuchte Route nach Indien. Bisher waren von Europa aus nur Reisende über Land dorthin gelangt.

Ferdinand Magellan

Obwohl Magellan wie da Gama gebürtiger Protugiese war, brach er 1519 im Auftrag des spanischen Königs zur ersten Weltumsegelung auf. Dabei segelte er nach Westen über den Atlantik, bis er Südamerika erreichte. Dort fuhr er mit seinen Schiffen weiter nach Süden, bis er die Südspitze des Kontinents umrunden konnte. Dieser Seeweg wurde nach ihm benannt und heißt noch heute Magellanstraße. Tatsächlich gelang es Magellans Flotte, über den Pazifischen und den Indischen Ozean, an Afrika vorbei, und schließlich zurück nach Spanien zu segeln. Den westlichen Seeweg von Europa nach Indien, nach dem Kolumbus gesucht hatte, entdeckte damit Magellan. Allerdings erlebte er das Ende der Weltumsegelung selbst nicht mehr, denn er starb unterwegs auf den Philippinen.

Berühmte Entdecker Teil 2

Neben diesen bekannten Namen gibt es noch viele andere Abenteurer, die ebenso spannend, in Europa aber weit weniger berühmt sind. Darunter sind Entdeckerinnen ebenso wie Reisende aus anderen Erdteilen. Über sie könnt ihr bald in einem zweiten Beitrag mehr erfahren.

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Letztes mal haben wir euch schon zwei Arten von Wüsten erklärt: Die Binnenwüste und die Wendekreiswüste. Beide Arten haben Marco und seine Freunde schon bereist – und dabei festgestellt wie wichtig Regen für die Natur ist. Aber es gibt sogar noch zwei weitere Wüsten-Arten!

Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA, die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist.

Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.