Schlagwort: Geographie

07 Sep

Berühmte Entdecker Teil 1

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Der echte Marco Polo lebte im 13. Jahrhundert und ist noch heute weltbekannt für seinen Bericht über die Reise von Venedig nach China. Doch er ist nicht der einzige berühmte Entdecker, der in die Geschichte einging.

Christoph Kolumbus

Der Name Christoph Columbus Kolumbus ist weltbekannt, weil er oft als der Entdecker Amerikas gilt. Kolumbus wurde um das Jahr 1451 herum im heutigen Italien geboren und starb 1506 in Spanien. 1492 erreichte er mit drei Schiffen eine Insel der Bahamas vor der nordamerikanischen Küste. Eigentlich sollte er einen Seeweg nach Indien finden. Dass in westlicher Richtung zwischen Europa und Asien der amerikanische Kontinent liegt, wusste er nicht, bis er dort landete.

Leif Erikssson

Allerdings war Kolumbus anders als lange angenommen nicht der erste Reisende, der Nordamerika erreichte. Fast 500 Jahre vor Kolumbus legte bereits der Wikinger Leif Eriksson auf dem Kontinent an. Sein Leben und seine Reise sind weniger bekannt als die von Kolumbus, doch es wird angenommen, dass Eriksson um 970 auf Island geboren wurde und etwa 1020 in Grönland starb. Das Land, das er entdeckte, nannte er „Vinland“ und es entspricht wahrscheinlich dem heutigen Neufundland weit im Norden Nordamerikas.

Vasco da Gama

Zwei weitere bekannte Entdecker stammen beide aus Portugal: Vasco da Gama und Ferdinand Magellan. Sie lebten beide etwa zur selben Zeit, Magellan von 1480 bis 1521 und da Gama von 1469 bis 1524.

Im Jahr 1497 segelte Vasco da Gama los, um einen Seeweg nach Indien zu finden – Christoph Kolumbus hatte dieses Ziel schließlich nicht erreicht, weil er vorher auf Amerika stieß. Anders als Kolumbus reiste da Gama nicht nach Westen, sondern nach Süden und Osten. Er umschiffte Afrika am heutigen Kap der Guten Hoffnung und fand damit die gesuchte Route nach Indien. Bisher waren von Europa aus nur Reisende über Land dorthin gelangt.

Ferdinand Magellan

Obwohl Magellan wie da Gama gebürtiger Protugiese war, brach er 1519 im Auftrag des spanischen Königs zur ersten Weltumsegelung auf. Dabei segelte er nach Westen über den Atlantik, bis er Südamerika erreichte. Dort fuhr er mit seinen Schiffen weiter nach Süden, bis er die Südspitze des Kontinents umrunden konnte. Dieser Seeweg wurde nach ihm benannt und heißt noch heute Magellanstraße. Tatsächlich gelang es Magellans Flotte, über den Pazifischen und den Indischen Ozean, an Afrika vorbei, und schließlich zurück nach Spanien zu segeln. Den westlichen Seeweg von Europa nach Indien, nach dem Kolumbus gesucht hatte, entdeckte damit Magellan. Allerdings erlebte er das Ende der Weltumsegelung selbst nicht mehr, denn er starb unterwegs auf den Philippinen.

Berühmte Entdecker Teil 2

Neben diesen bekannten Namen gibt es noch viele andere Abenteurer, die ebenso spannend, in Europa aber weit weniger berühmt sind. Darunter sind Entdeckerinnen ebenso wie Reisende aus anderen Erdteilen. Über sie könnt ihr bald in einem zweiten Beitrag mehr erfahren.

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA (auf dem Bild oben zu sehen), die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Weitere Arten von Wüsten

Auf welche Arten Wüsten sonst noch entstehen können, erklären wir euch hier. Und wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist. Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.