Schlagwort: Geschichte

12 Okt

Berühmte Entdecker Teil 2

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Neben den Entdeckern, die in allen Geschichtsbüchern stehen – Christoph Kolumbus oder eben der echte Marco Polo, um nur zwei zu nennen – gibt es andere Entdecker die in ihrer Heimat sehr bekannt, aber nicht in allen Teilen der Welt gleich berühmt sind. Manche Reisende gingen nicht dafür in die Geschichte ein, dass sie neue Länder oder Reiserouten entdeckten, sondern dafür, dass sie sich mit der Lebensweise an fremden Orten beschäftigten. Auch dies sind wichtige Entdecker und Entdeckerinnen.

Mary Kingsley

Mary Kingsley ist eine jener Reisenden, die nicht das Land an sich, sondern vor allem die dortige Kultur erkundete und Wissen darüber mit nach Europa brachte. Sie wurde 1862 in England geboren und starb 1900 in Südafrika. Sie erforschte den afrikanischen Kontinent und schrieb mehrere Bücher darüber, wie die Menschen dort lebten. Besonders ungewöhnlich waren ihre Entdeckungsreisen auch deshalb, weil Frauen zur damaligen Zeit kaum Reisen durften. Mary Kingsley ließ sich davon jedoch nicht abhalten und bestieg so etwa als erste Europäerin den höchsten Berg im Westen Afrikas, den Kamerunberg.

Zheng He

In Europa ist der Name Zhen He fast unbekannt, doch in China zählt er zu den berühmtesten Entdeckern. Zheng He war ein chinesischer Admiral, der von 1371 bis in die 1430er Jahre lebte. Er unternahm im Auftrag des Kaisers insgesamt sieben große Schiffsreisen. Er bereiste sowohl den Indischen als auch den Pazifischen Ozean und erreichte nach Ländern wie Sri Lanka und Indien schließlich sogar Afrika und Arabien: Teile seiner Flotte segelten an der Küste Mosambiks entlang, legten im heutigen Somalia an und brachten Reichtümer vom Persischen Golf zurück nach China.

Túpac Yupanqui

Túpac Yupanqui herrschte während des 15. Jahrhunderts über das Reich der Inka in Südamerika, bevor dort die ersten Europäer ankamen. Auch er gilt als großer Entdecker, obwohl seine Reisen vor allem in Form von Sagen und Legenden überliefert sind. Dennoch wird angenommen, dass die Inka unter Túpac Yupanqui mit großen Flößen bis zur weit entfernten Osterinsel fuhren. Die ersten Europäer erreichten die abgelegene Insel erst dreihundert Jahre später.

… und viele andere

Natürlich sind Mary Kingsley, Zheng He und Túpac Yupanqui, Christoph Kolumbus, Leif Eriksson, Marco Polo, Ferdinand Magellan und Vasco da Gama nur einige wenige der vielen großen Entdecker und Entdecker vergangener Zeiten. Sie alle vorzustellen, ist nahezu unmöglich. Doch was sie alle gemeinsam haben ist ihre unstillbare Reiselust und die Neugier auf Neues. Ohne diese Reisenden und ihre Berichte wüssten wir heute viel weniger über die weit entfernten Regionen und Kulturen der Welt.

Geht ihr auch gerne auf Reisen? Wenn ihr eure Erlebnisse aufschreiben wollt, wie die großen Entdecker es getan haben, dann könnt ihr euch mit dieser Anleitung ein eigenes Reisetagebuch basteln.

07 Sep

Berühmte Entdecker Teil 1

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Der echte Marco Polo lebte im 13. Jahrhundert und ist noch heute weltbekannt für seinen Bericht über die Reise von Venedig nach China. Doch er ist nicht der einzige berühmte Entdecker, der in die Geschichte einging.

Christoph Kolumbus

Der Name Christoph Columbus Kolumbus ist weltbekannt, weil er oft als der Entdecker Amerikas gilt. Kolumbus wurde um das Jahr 1451 herum im heutigen Italien geboren und starb 1506 in Spanien. 1492 erreichte er mit drei Schiffen eine Insel der Bahamas vor der nordamerikanischen Küste. Eigentlich sollte er einen Seeweg nach Indien finden. Dass in westlicher Richtung zwischen Europa und Asien der amerikanische Kontinent liegt, wusste er nicht, bis er dort landete.

Leif Erikssson

Allerdings war Kolumbus anders als lange angenommen nicht der erste Reisende, der Nordamerika erreichte. Fast 500 Jahre vor Kolumbus legte bereits der Wikinger Leif Eriksson auf dem Kontinent an. Sein Leben und seine Reise sind weniger bekannt als die von Kolumbus, doch es wird angenommen, dass Eriksson um 970 auf Island geboren wurde und etwa 1020 in Grönland starb. Das Land, das er entdeckte, nannte er „Vinland“ und es entspricht wahrscheinlich dem heutigen Neufundland weit im Norden Nordamerikas.

Vasco da Gama

Zwei weitere bekannte Entdecker stammen beide aus Portugal: Vasco da Gama und Ferdinand Magellan. Sie lebten beide etwa zur selben Zeit, Magellan von 1480 bis 1521 und da Gama von 1469 bis 1524.

Im Jahr 1497 segelte Vasco da Gama los, um einen Seeweg nach Indien zu finden – Christoph Kolumbus hatte dieses Ziel schließlich nicht erreicht, weil er vorher auf Amerika stieß. Anders als Kolumbus reiste da Gama nicht nach Westen, sondern nach Süden und Osten. Er umschiffte Afrika am heutigen Kap der Guten Hoffnung und fand damit die gesuchte Route nach Indien. Bisher waren von Europa aus nur Reisende über Land dorthin gelangt.

Ferdinand Magellan

Obwohl Magellan wie da Gama gebürtiger Protugiese war, brach er 1519 im Auftrag des spanischen Königs zur ersten Weltumsegelung auf. Dabei segelte er nach Westen über den Atlantik, bis er Südamerika erreichte. Dort fuhr er mit seinen Schiffen weiter nach Süden, bis er die Südspitze des Kontinents umrunden konnte. Dieser Seeweg wurde nach ihm benannt und heißt noch heute Magellanstraße. Tatsächlich gelang es Magellans Flotte, über den Pazifischen und den Indischen Ozean, an Afrika vorbei, und schließlich zurück nach Spanien zu segeln. Den westlichen Seeweg von Europa nach Indien, nach dem Kolumbus gesucht hatte, entdeckte damit Magellan. Allerdings erlebte er das Ende der Weltumsegelung selbst nicht mehr, denn er starb unterwegs auf den Philippinen.

Berühmte Entdecker Teil 2

Neben diesen bekannten Namen gibt es noch viele andere Abenteurer, die ebenso spannend, in Europa aber weit weniger berühmt sind. Darunter sind Entdeckerinnen ebenso wie Reisende aus anderen Erdteilen. Über sie könnt ihr bald in einem zweiten Beitrag mehr erfahren.

18 Aug

Marco Polos Welt: Robin Hood und Sindbad

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In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ bereisen Marco und seine Freund fremde Länder und lernen jede Menge neue Freunde kennen. Dazu gehören nicht nur echte historische Persönlichkeiten, sondern auch Helden aus berühmten Sagen und Legenden – wie Robin Hood und Sindbad. Doch woher stammt eigentlich die Geschichte des Robin Hood? Und welche Abenteuer erlebt Sindbad der Seefahrer in seiner eigenen Erzählung?

Robin Hood

Marco Polo Robin Hood

Robin Hood im Übungskampf mit Shi La

Robin Hood ist der Held einer Reihe von Erzählungen, die ab dem 13. Jahrhundert in England entstanden. Zuerst wurde er als gefährlicher Wegelager beschrieben, der reiche Reisende überfiel und ausraubte. Dann jedoch wurden die Geschichten abgeändert, ergänzt und immer wieder umgedichtet. Aus dem einfachn Dieb wurde ein Kämpfer für die Gerechtigkeit: Er stahl zwar immer noch von den Reichen, aber seine Beute gab er anschließend den Armen, die sie am meisten brauchten.

In der Serie begegnen Marco, Shi La und Luigi dem jungen Robin in der Hafenstadt Akkon. Dort steht er in Diensten der Kreuzritter, bevor er sich auf den Weg zurück nach England macht. Tatsächlich gibt es einige Robin-Hood-Erzählungen, in denen Robin zusammen im Namen des englischen Königs auch an Kreuzzügen teilnimmt.

Sindbad

Sindbad erzählt Marco von seinen Abenteuern

Die Geschichte von Sindbad gehört zu den Erzählungen von 1001 Nacht. In der ältesten Fassung dieser Geschichtensammlung ist Sindbad noch nicht dabei, aber dennoch ist er eine sehr alte Figur: Vermutlich stammt er aus den Geschichten arabischer Seefahrer aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.

Die Erzählung besagt, dass Sindbad ein Seefahrer war, der auf seinen Reisen fantastische und haarsträubende Abenteuer erlebte. So begegnet er angeblich einem Riesen, geflügelten Menschen, oder gigantischen Meereswesen. So ist es kein Wunder, dass Sindbad in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ stets von seinen Erlebnissen und Abenteuern erzählen will, während er mit unseren Helden die Wüste Lop Nur durchquert.

Dafür, dass Sindbad oder Robin Hood jemals tatsächlich gelebt haben, gibt es keine Anhaltspunkte. Aber das macht die Geschichten rund um die beiden nicht weniger spannend.

07 Apr

Die Geschichte der Tattoos

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Lauter wilde Tattoos

Schau mal, was Luigi da auf den Armen hat! Wusstest du schon, dass es solche Tattoos schon sehr lange gibt?

Das älteste Tatto ist 12000 Jahre alt und wurde auf einer Mumie gefunden. Das Tätowieren lässt sich schwer datieren, weil Tattoos gemeinsam mit ihren Trägern leben und sterben. Es hat sich in jeder Ecke der Welt unabhängig entwickelt.

Es gibt mehrere Arten des traditionellen Tättowierens:

Adelige Tattoos waren die Teuersten, weil sie von den besten Künstlern gestochen wurden. Es wurden Zeichen verwendet, die den Rang und die Herkunft kennzeichneten.

Identifikationstattoos bezeichneten die Angehörigkeit zu einem bestimmten Volk, Religion, Profession oder Ideologie und zeigten welches Ansehen jemand mit dem entsprechenden Tattoo hatte.

Tattoos als Zeichen einer Leistung waren für Leute reserviert, die eine ausgezeichnete Leistung im Krieg, in einem Handwerk oder Heilverfahren erreicht hatten. Diese Tattoos waren wie Stempel im Reisepass: Beweis ihrer Fernreisen und Pilgerfahrten.

Tattoos als Therapie wurden verwendet als Heilverfahren oder für die Verhinderung von Krankheiten, weil sich Abwehrkräfte durch die Wundheilung bilden. Dazu musste man mit Nadeln die Farbe unter die Haut bringen. Viele Mumien wurden mit tätowierten kleinen Punkten und Kreuzchen gefunden. Unter ihnen fand man Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis.

Rituelle Tattoos sind mit allen Kulturen verbunden. Sie sollen Kraft, Glück, Vermögen und Ähnliches bringen. Aber auch vor Unglück, Verzauberung, usw. beschützen.

Dekorative Tattoos

Mit der Zeit geraten die ursprünglichen Bedeutungen von Tätowierungen oft in Vergessenheit. Heute werden die Muster nur noch weiter verwendet, weil sie schön aussehen und den Menschen gefallen.

Und vielleicht hast du jetzt ja auch Lust, mal ein Tatto zu tragen – zumindest für ein paar Tage! Mit der Anleitung, die am Freitag nach Ostern kommt, kannst du dir coole temporäre Marco Polo Tattoos machen.

 

 

 

24 Feb

Chinesische Schminke

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Perfekt auch als Faschingskostüm

Mit Schminke im Stil der chinesischen Oper habt ihr im Handumdrehen ein ungewöhnliches Faschingskostüm für Kinder oder sogar für die ganze Familie. Denn für verschiedene Rollen gibt es unterschiedliche Schminke, wie ihr unten sehen könnt. So kann jedes Familienmitglied anders geschminkt werden und trotzdem passen am Ende alle zusammen. Den passenden Kopfschmuck dazu könnt ihr euch mit dieser Anleitung ebenfalls ganz leicht selber basteln!

Die Bedeutung der Farben

Die Schminke in der chinesischen Oper ist wie eine Art Code. Wer sich auskennt, kann jede Menge Informationen aus den Gesichtern der Schauspieler lesen. So verraten die Farben zum Beispiel, ob eine Person stark und gut oder böse und hinterlistig ist. Oft lässt sich sogar ablesen, ob die Geschichte für die jeweilige Figur ein gutes Ende nimmt.

Die wichtigsten Farben in der chinesischen Oper sind:

Rot – Mut, Treue, Heldenhaftigkeit
Violett – Weisheit, Tapferkeit
Blau – Stärke, Standhaftigkeit
Gelb – Hinterhältigkeit, Grausamkeit
Silber und Gold – Göttlichkeit, Magie

In der traditionellen chinesischen Oper wurden so übrigens nur Männer geschminkt. Denn sogar die Frauenrollen wurden von männlichen Schauspielern gespielt. So ist es auch kein Wunder, dass Marco in der Folge „Tumult in der Oper von Nianxia“ plötzlich als Prinzessin Kirschblüte auf der Bühne steht – natürlich rot geschminkt für Mut und Heldenhaftigkeit.

So wird’s gemacht

Foto von istolethetv: http://bit.ly/2jmrqTn

Foto von istolethetv (http://bit.ly/2jmrqTn)

Neben der Farbe eurer Wahl braucht ihr noch weiße und schwarze Schminke. Als erstes tragt ihr dann eine ordentlich dicke Schicht weiße Farbe auf euer ganzes Gesicht auf. Sogar auf die Lippen und die Augenbrauen. Dann kommt die schwarze Schminke zum Einsatz: Fangt ganz am inneren Rand eurer Augenbraue – also direkt über der Nase – an. Von dort aus zieht ihr eine leicht geschwungene Linie, die ein paar Zentimeter über den Ohren am Haaransatz endet. Das wiederholt ihr dann auf der anderen Gesichtshälfte.

Nun braucht ihr die bunte Schminke. Umrandet damit zuerst den Bereich, den ihr später ausmalt. Damit fangt ihr am Anfang der schwarzen Augenbrauenlinie an und geht dann entlang der Nase nach unten, bis knapp unter die Augen.  Anschließend zieht ihr den unteren Rand entlang eurer Wangenknochen nach außen. Diese Linie endet ungefähr auf höhe eurer Ohren. Die Fläche innerhalb der farbigen Linien könnt ihr jetzt komplett mit der Farbe ausfüllen. Wenn ihr die Farbe nach unten hin ein wenig mit der weißen Schminke vermischt, ergibt das einen schönen Übergang.

Jetzt umrandet ihr noch eure Augen mit schwarzer Schminke. Am äußeren Rand zieht ihr die Linie vom Augenlid aus dabei noch ein Stück weiter. Das betont die Augen und sorgt in der chinesischen Oper dafür, dass die Gefühle der Figuren auf der Bühne besser zur Geltung kamen.

Zum Schluss kommt noch der Mund. Die Lippen werden knallrot geschminkt – aber Achtung, nicht die ganzen Lippen! Die rot nachgemalte Form sollte etwas kleiner sein als eure Lippen. Außerdem dürft ihr hier gerne etwas übertreiben und die Unterlippe wie einen kleinen Halbkreis formen.

Fertig ist eure Faschingsschminke!

Wenn ihr dunkle Haare habt, könnt ihr außerdem noch mit der schwarzen Farbe euer Gesicht abgrenzen. Schminkt dazu je eine dunkle Linie links und Rechts am Rand des Gesichts; vom Haaransatz bis  unter die Ohren. Dann könnt ihr auf der Stirn noch eine dunkle Wellenlinie am Haaransatz auftragen. So wird es auch in der chinesischen Oper gemacht, aber bei hellen Haaren sieht es meistens besser aus, wenn ihr diese dunkle Umrandung weglasst.

03 Feb

Italienisch lernen

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Italienisch lernen: Die Sprache des echten Marco Polo

In der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ sprechen unsere Helden und alle, denen sie begegnen, dieselbe Sprache. In Wirklichkeit jedoch wäre es viel schwieriger, sich auf einer Reise wie der des jungen Marco Polo zu verständigen. Denn in verschiedenen Ländern werden unterschiedliche Sprachen gesprochen – in manchen Ländern sogar mehr als eine! In Indien zum Beispiel gibt es fast 40 verschiedene Sprachen, die ganz unterschiedlich sind.

Doch sowohl Marco als auch Luigi würden Italienisch sprechen, denn die beiden kommen aus Venedig in Italien. 65 Millionen Menschen weltweit sprechen Italienisch. Und ein paar Wörter Italienisch lernen ist auch gar nicht schwer! Manchmal schreiben sich die Worte anders, als sie ausgesprochen werden, aber wenn das der Fall ist, steht dahinter in Klammern, wie ihr das Wort richtig betont.

Hallo! / Tschüss! = Ciao! (gesprochen wie: Tschiao)
Ich heiße … = Mi chiamo … (gesprochen wie: Mi tjiamo …)
Wie heißt du? = Come ti chiami? (gesprochen wie: kome ti tjiami?)
marco_aufsteller_smallIch bin … Jahre alt. = Ho … anni. (gesprochen wie: O … anni)

1 = uno
2 = due (gesprochen wie: du-e)
3 = tre
4 = quattro
5 = cinque (gesprochen wie: tschinque)
6 = sei (gesprochen wie: se-i)
7 = sette
8 = otto
9 = nove (gesprochen wie: nowe)
10 = dieci (gesprochen wie: dietschi)

Probiert es aus – vielleicht könnt ihr mit eurem Wissen glänzen, wenn ihr das nächste Mal Italienisch essen geht oder in den Urlaub fahrt.

Hier bringt euch außerdem Shi La ein paar Worte Chinesisch bei.

09 Sep

Marco Polos Welt: 1001 Nacht

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Geschichten in Geschichten

Die Ursprünge der Geschichten aus 1001 Nacht sind alt; sehr alt. So alt, dass sich kaum noch nachvollziehen lässt, woher die Erzählungen genau stammen. Heute gehen wir davon aus, dass die Vorlage für 1001 Nacht aus dem indischen Raum kommt. Dort entstand sie um das Jahr 250 herum. Dafür spricht vor allem die Erzählform, die in dieser Zeit oft in Indien vorkam: die Rahmengeschichte, also eine Geschichte, die um eine andere Geschichte herum erzählt wird.

Scheherazade

Scheherazade erzählt

Im Fall von 1001 einer Nacht bildet die Erzählung um Scheherazade diesen Rahmen. Scheherazade gab es niemals wirklich. Die Geschichte davon, dass sie dem Herrscher ihrer Stadt jede Nacht eine neue Erzählung bieten musste, ist genau das – eine Geschichte.

Dafür, warum sie immer wieder den Herrscher besucht, gibt es verschiedene Erklärungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen hohen Preis bezahlen müsste, falls ihr Zuhörer das Interesse verliert. Deshalb bekommt sie manchmal Hilfe von jemandem, der ihr heimlich neue Geschichten bringt. Oft ist das eine Schwester, doch in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist es ihr Bruder, der Dieb von Bagdad.

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Die Figur des Diebes beruht auf einer anderen Erzählung aus 1001 Nacht. „Aladin und die Wunderlampe“ hat denselben Ursprung. Allerdings war die Geschichte um Aladin, ebenso wie „Sindbad“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ in der ursprünglichen Geschichtensammlung gar nicht vorhanden. Vielmehr wurden diese Texte von Übersetzern hinzugefügt, denn übersetzt wurde 1001 Nacht sehr oft – erst ins Persische, dann ins Arabische, dann in unterschiedliche europäische Sprachen. Teilweise wurden die europäischen Übersetzungen sogar wieder ins Arabsiche zurück übersetzt!

1001 Nacht in der Marco Polo App

Welche die ersten 1001 Geschichten waren, die in der Sammlung von 1001 Nacht zusammen getragen wurden, oder ob es überhaupt von Anfang an 1001 Geschichten waren, das weiß niemand.

Sicher ist nur, dass jede Nacht eine weitere spannende Erzählung bereit hält – und jede Folge Marco Polo ein neues Abenteuer.

In der vierten Marco Polo App könnt ihr Scheherazade und dem Dieb von Bagdad begegnen und in den Zauber  von 1001 Nacht eintauchen.

Die App gibt es zum Download bei iTunes und bei GooglePlay.

08 Jul

Schattenspiel Figuren

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Schattenspiel Figuren in der Marco Polo App

In der dritten Marco Polo App (auf Google Play oder im App Store) könnt ihr euch als Schattenspieler versuchen. Diese Druckvorlage mit den verschiedenen Figuren kann euch dabei helfen, ein Spiel zu gewinnen und Marco, Shi La und Luigi aus der Patsche zu helfen … und auch ihr selbst könnt mit den Schatten eurer Hände verschiedene Tiere zum Leben erwecken!

Die erste der drei Marco Polo Apps gibt es übrigens am Samstag, den 09.07.16, für nur 99 Cent im App Store.

Vorlage: Schatten in Tierform

Mit dem Schatten eurer Hände lassen sich tolle Schattenspielfiguren formen. Haltet eure Finger nur ein bisschen anders und schon entsteht ein gefährlicher Wolf, ein großer Vogel, oder eine Schnecke. Sogar ein Kamel könnt ihr im Schattenspiel entstehen lassen!

Auf unserer Volage zum Ausdrucken könnt ihr sehen, wie welche Schattenspiel Figur gemacht wird. Fallen euch vielleicht sogar noch andere Schattenfiguren ein?

Der Ursprung des Schattenspiels

Schattenspiel Marco PoloIm alten China, bevor es Kino, Fernsehen und Internet gab, wurden mit Schattenspielen spannende, lustige oder unheimliche Geschichten erzählt. Der Legende zufolge ließ ein chinesischer Kaiser sogar eine lebensgroße Schattenspiel Figur seiner toten Frau aus Leder und Holz bauen, weil er sie so sehr vermisste und wenigstens noch ihr Abbild sehen wollte.

Schattenspiel hat also eine lange Tradition. Es wurde in eigenen Theatern gezeigt, aber auch als Teil von Aufführungen im Wanderzirkus – so wie in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo – Gefangen im Sand der syrischen Wüste“.

15 Apr

Marco Polo App: Gefängnis-Graffiti

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Die zweite App von „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist draußen und diesmal geht es unter anderem nach Akkon. Hier könnt ihr im Spiel auf Erkundungstour gehen – und euch sogar auf den Wänden der antiken Stadt verewigen!

In der alten Hafenstadt Akkon tummelten sich zu Marco Polos Zeit Kaufleute, Pilger, Gelehrte und natürlich die Kreuzritter und sorgten auf den Märkten für reges Treiben und Vermischung der Kulturen. In Europa heiß begehrte Luxuswaren waren hier günstig zu haben, so dass Münzen gegen Seide, Gewürze, Schmuck, Edelsteine und vieles mehr getauscht wurden. Für die Pilger gab es sogar richtige Touristenstände mit Souvenirs,  wo man Ampullen mit Weihwasser oder Behälter mit heiliger Erde kaufen konnte.

By Zairon (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Foto: Zairon

Noch heute kann man sich auf die Spuren von damals begeben und die alten Kreuzfahrergebäude betreten, wenn man sich buchstäblich in den Keller von Akkon begibt. Unter der heutigen Altstadt kann man den Temper Tunnel, die ehemalige Ritterhalle oder das Refektorium bestaunen.

Foto: Bukvoed

Foto: Bukvoed

Besonders interessante Hinterlassenschaften der Ritter findet man, wenn man sich die Wände etwas genauer anschaut. Vor allem in den Kerkern haben sich die Gefangenen ihre Zeit mit Kritzeleien vertrieben, die sie in den Stein geritzt haben. Da die meisten Kreuzritter, wie die Mehrheit der Menschen damals nicht lesen konnten, sind es vor allem Zeichen und Symbole. Deswegen zeigen diese mittelalterlichen Graffitis zum Beispiel Wappen von Ritterorden oder christliche Bilder.

Die Abenteuer des jungen Marco Polo 2 AppAkkon (im heutigen Israel) ist euch zu weit weg? Dann schlüpft doch einfach selber in die Rolle des Zeichners und hinterlasst im Spiel „Graffiti“ der Marco Polo App eure Spuren auf den Wänden. Wenn ihr genau aufpasst, seht ihr euer Bild sogar in einer Filmszene.

Und wenn ihr euer Werk auch außerhalb der App benutzen wollt, ist das kein Problem: auf eurem Android Gerät einfach unter den eigenen Dateien nachschauen, wo die Bilder gespeichert werden. Oder ihr lasst euch einfach von euren Eltern helfen, sie hier zu finden: Android/data/com.motionworks.marcopoloabenteuer/files

Was habt ihr in die Wände der Gefängnismauer geritzt?

Auch schöne Bilder oder anders als die Ritter sogar euren Namen?

Wir freuen uns über eure Werke!

01 Apr

Marco Polos Welt: Piraten und Kreuzritter

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In Teil 1 von „Marco Polos Welt“ habt ihr bereits mehr über die reale Person von damals erfahren, die sich hinter unserem jungen Marco Polo verbirgt. Außerdem wisst ihr nun, wer der Kublai Khan war und wo er regierte. Im heutigen Post geht es um die Piraten und Kreuzritter, denen Marco und seine Freunde auf ihrer Reise begegnen.

Piraten

PiratenPiraten gibt es wahrscheinlich schon so lange wie die Seefahrt selbst. Als peirates wurden bei den alten Griechen Männer bezeichnet, die aufbrachen, um an fernen Küsten zu rauben. Die alten Römer erklärten sie zu Feinden und jagten sie, als die Piraterie auf dem Mittelmeer zu einer immer größeren Gefahr wurde. Auch später, auf den reichen Seehandelsrouten von Venedig in den Orient, war die Wahrscheinlichkeit, von Seeräubern überrascht zu werden, sehr groß. Dort überfielen sie Handels- und Kreuzfahrerschiffe, aber auch umliegende Küstenstädte. Erst viele Jahre später konnten die Raubzüge beendet werden, nachdem Italien das Gebiet des damaligen Dalmaien erobert hatte. Auch Marco, Shi La und Luigi geraten in „Der verfluchte Schatz von Dalmatien“ versehentlich in die Hände von Piraten.

Kreuzritter

KreuzritterIn Folge 4 treten unsere Helden dem Orden der Kreuzritter von Akkon bei, um ihre Reise mit dem Pferd fortsetzen zu können. Leider wird es für sie nicht einfach, sich von ihrer Knappen-Ausbildung anschließend wieder zu befreien und die Burg zu verlassen!

Die Kreuzritter verpflichteten sich damals, im Auftrag des Papstes und der christlichen Kirche zu leben und zu kämpfen. Sie zogen in die Kreuzzüge, um Palästina, das Heiligen Land des Christentums, von sogenannten „Ungläubigen“ zu befreien. So wurden mehrere Ritterorden gegründet und große Festungen gebaut. Auch Pilger wurden hier verpflegt und auf ihrer Reise beschützt. Mit den Niederlagen der Kreuzritter bei den Kreuzzügen verloren die Orden nach und nach an Bedeutung. Große Burgen aus der damaligen Zeit, wie die Festungsanlage von Akkon im heutigen Israel, kann man dort aber immer noch besuchen.