Schlagwort: Geschichte

09 Sep

Marco Polos Welt: 1001 Nacht

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Geschichten in Geschichten

Die Ursprünge der Geschichten aus 1001 Nacht sind alt; sehr alt. So alt, dass sich kaum noch nachvollziehen lässt, woher die Erzählungen genau stammen. Heute gehen wir davon aus, dass die Vorlage für 1001 Nacht aus dem indischen Raum kommt. Dort entstand sie um das Jahr 250 herum. Dafür spricht vor allem die Erzählform, die in dieser Zeit oft in Indien vorkam: die Rahmengeschichte, also eine Geschichte, die um eine andere Geschichte herum erzählt wird.

Scheherazade

Scheherazade erzählt

Im Fall von 1001 einer Nacht bildet die Erzählung um Scheherazade diesen Rahmen. Scheherazade gab es niemals wirklich. Die Geschichte davon, dass sie dem Herrscher ihrer Stadt jede Nacht eine neue Erzählung bieten musste, ist genau das – eine Geschichte.

Dafür, warum sie immer wieder den Herrscher besucht, gibt es verschiedene Erklärungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen hohen Preis bezahlen müsste, falls ihr Zuhörer das Interesse verliert. Deshalb bekommt sie manchmal Hilfe von jemandem, der ihr heimlich neue Geschichten bringt. Oft ist das eine Schwester, doch in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist es ihr Bruder, der Dieb von Bagdad.

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Die Figur des Diebes beruht auf einer anderen Erzählung aus 1001 Nacht. „Aladin und die Wunderlampe“ hat denselben Ursprung. Allerdings war die Geschichte um Aladin, ebenso wie „Sindbad“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ in der ursprünglichen Geschichtensammlung gar nicht vorhanden. Vielmehr wurden diese Texte von Übersetzern hinzugefügt, denn übersetzt wurde 1001 Nacht sehr oft – erst ins Persische, dann ins Arabische, dann in unterschiedliche europäische Sprachen. Teilweise wurden die europäischen Übersetzungen sogar wieder ins Arabsiche zurück übersetzt!

1001 Nacht in der Marco Polo App

Welche die ersten 1001 Geschichten waren, die in der Sammlung von 1001 Nacht zusammen getragen wurden, oder ob es überhaupt von Anfang an 1001 Geschichten waren, das weiß niemand.

Sicher ist nur, dass jede Nacht eine weitere spannende Erzählung bereit hält – und jede Folge Marco Polo ein neues Abenteuer.

In der vierten Marco Polo App könnt ihr Scheherazade und dem Dieb von Bagdad begegnen und in den Zauber  von 1001 Nacht eintauchen.

Die App gibt es zum Download bei iTunes und bei GooglePlay.

05 Aug

Rätselhafte Zahlen

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Arabische und römische Zahlen

Wusstet ihr, dass die Zahlen, die wir heute benutzen, ursprünglich im indisch-arabischen Raum erfunden wurden? Erst im 12. Jahrhundert brachte ein italienischer Reisender sie mit nach Europa. Das war allerdings nicht Marco Polo, sondern ein Mann namens Leonardo Fibonacci.

Bevor sich unsere heutigen Zahlen durchsetzten, gab es viele andere Arten, um Zahlen zu schreiben. Eine davon sind römische Ziffern. Bei den Römern gab es Buchstaben, die für verschiedene Zahlen standen. I steht für 1, V steht für 5 und X für 10. Wollte man die Zahlen dazwischen schreiben, musste man diese zusammenrechnen, indem man sie in der richtigen Reihenfolge hintereinander schrieb. Das sah dann so aus:

Was Marco wohl gerade schreibt? Oder löst er vielleicht ein Zahlenrätsel?

Was Marco wohl gerade schreibt? Oder löst er auch ein Zahlenrätsel?

1 – I
2 – II
3 – III
4 – IV
5 – V
6 – VI
7 – VII
8 – VIII
9 – IX
10 – X

Die 3 besteht zum Beispiel aus 3 mal dem I. Macht ja auch Sinn, schließlich ist 1+1+1= 3. Komplizierter wird es bei der 9. Steht das I vor dem X, heißt es es wird abgezogen. Also 10-1=9.

Habt ihr solche Zahlen schon mal gesehen? Ihr findet sie zum Beispiel in Inschriften an alten, wichtigen Gebäuden, wo sie das Jahr angeben, in dem das Haus gebaut wurde. Deswegen sieht man dort auch oft die Buchstaben M für 1000 und C für 100. Auch heute werden römische Ziffern manchmal noch verwendet, obwohl sich die arabischen Zahlen längst durchgesetzt haben.

Punkte verbinden und Tiere sichtbar machen

Da ihr nun viel über Zahlen gelernt habt, sind diese Rätselbilder sicher leicht für euch: Um sie zu lösen müsst ihr nämlich nur die Zahlen in der richtigen Reihenfolge verbinden. Viel Spaß!

Noch mehr Zahlenbilder findet ihr übrigens hier.

 

08 Jul

Schattenspiel Figuren

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Schattenspiel Figuren in der Marco Polo App

In der dritten Marco Polo App (auf Google Play oder im App Store) könnt ihr euch als Schattenspieler versuchen. Diese Druckvorlage mit den verschiedenen Figuren kann euch dabei helfen, ein Spiel zu gewinnen und Marco, Shi La und Luigi aus der Patsche zu helfen … und auch ihr selbst könnt mit den Schatten eurer Hände verschiedene Tiere zum Leben erwecken!

Die erste der drei Marco Polo Apps gibt es übrigens am Samstag, den 09.07.16, für nur 99 Cent im App Store.

Vorlage: Schatten in Tierform

Mit dem Schatten eurer Hände lassen sich tolle Schattenspielfiguren formen. Haltet eure Finger nur ein bisschen anders und schon entsteht ein gefährlicher Wolf, ein großer Vogel, oder eine Schnecke. Sogar ein Kamel könnt ihr im Schattenspiel entstehen lassen!

Auf unserer Volage zum Ausdrucken könnt ihr sehen, wie welche Schattenspiel Figur gemacht wird. Fallen euch vielleicht sogar noch andere Schattenfiguren ein?

Der Ursprung des Schattenspiels

Schattenspiel Marco PoloIm alten China, bevor es Kino, Fernsehen und Internet gab, wurden mit Schattenspielen spannende, lustige oder unheimliche Geschichten erzählt. Der Legende zufolge ließ ein chinesischer Kaiser sogar eine lebensgroße Schattenspiel Figur seiner toten Frau aus Leder und Holz bauen, weil er sie so sehr vermisste und wenigstens noch ihr Abbild sehen wollte.

Schattenspiel hat also eine lange Tradition. Es wurde in eigenen Theatern gezeigt, aber auch als Teil von Aufführungen im Wanderzirkus – so wie in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo – Gefangen im Sand der syrischen Wüste“.

15 Apr

Marco Polo App: Akkon und Gefängnis-Graffiti

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Die zweite App von „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist da und diesmal geht es unter anderem nach Akkon. Hier könnt ihr im Spiel auf Erkundungstour gehen – und euch sogar auf den Wänden der antiken Stadt verewigen!

Akkon – bunte Mischung der Kulturen

In der alten Hafenstadt Akkon lebten zu Marco Polos Zeit Kaufleute, Pilger, Gelehrte und natürlich die Kreuzritter und so vermischten sich die Kulturen natürlich. Waren, die in Europa sehr teuer waren, gab es hier günstig zu kaufen, so dass Münzen gegen Seide, Gewürze, Schmuck, Edelsteine und vieles mehr getauscht wurden. Für die Pilger gab es sogar richtige Touristenstände mit Souvenirs,  wo man Ampullen mit Weihwasser oder Behälter mit heiliger Erde kaufen konnte.

By Zairon (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Foto: Zairon

Noch heute kann man sich auf die Spuren von damals begeben und die alten Gebäude betreten, wenn man sich buchstäblich in den Keller von Akkon begibt. Unter der heutigen Altstadt kann man den Temper Tunnel, die ehemalige Ritterhalle oder das Refektorium bestaunen.

 

Gefängnis-Graffiti

Foto: Bukvoed

Foto: Bukvoed

Besonders interessante Hinterlassenschaften der Ritter findet man, wenn man sich die Wände etwas genauer anschaut. Vor allem in den Kerkern haben sich die Gefangenen ihre Zeit mit Kritzeleien vertrieben, die sie in den Stein geritzt haben. Da die meisten Kreuzritter, wie die Mehrheit der Menschen damals, nicht lesen konnten, sind es vor allem Zeichen und Symbole. Deswegen zeigen diese mittelalterlichen Graffitis zum Beispiel Wappen von Ritterorden oder christliche Bilder.

Das neue Spiel

Die Abenteuer des jungen Marco Polo 2 AppAkkon (im heutigen Israel) ist euch zu weit weg? Dann schlüpft doch einfach selber in die Rolle des Zeichners und hinterlasst im Spiel „Graffiti“ der Marco Polo App eure Spuren auf den Wänden. Wenn ihr genau aufpasst, seht ihr euer Bild sogar in einer Filmszene.

Und wenn ihr euer Werk auch außerhalb der App benutzen wollt, ist das kein Problem: auf eurem Android Gerät einfach unter den eigenen Dateien nachschauen, wo die Bilder gespeichert werden. Oder ihr lasst euch einfach von euren Eltern helfen, sie hier zu finden: Android/data/com.motionworks.marcopoloabenteuer/files

Was habt ihr in die Wände der Gefängnismauer geritzt?

Auch schöne Bilder oder anders als die Ritter sogar euren Namen?

Wir freuen uns über eure Werke!

01 Apr

Marco Polos Welt: Piraten und Kreuzritter

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In Teil 1 von „Marco Polos Welt“ habt ihr bereits mehr über den realen Marco Polo erfahren. Heute erfahrt ihr mehr über die Piraten und Kreuzritter, denen Marco und seine Freunde auf ihrer Reise begegnet sind.

Piraten

PiratenPiraten gibt es wahrscheinlich schon so lange wie die Seefahrt selbst. Schon die Ägypter berichteten von Schiffen die ausgeraubt wuden. Bei den alten Griechen wurden Männer, die aufbrachen um an fernen Küsten zu stehlen als „peirates“bezeichnet. Die Wikinger zählen also auch als Piraten!

Als die Piraterie im Mittelmeer zur immer größeren Gefahr wurde, erklärten die Römer alle Piraten zu Feinden und jagten sie. Auch auf den Handelsrouten von Venedig in den Orient war die Wahrscheinlichkeit von Seeräubern überrascht zu werden sehr groß. Dort überfielen sie die Schiffe von Händlern und Kreuzfahrern, aber auch die Städte an der Küste. Oft entführten sie reiche Kaufleute und erpressten dann Lösegeld von deren Familien.

In Europa gab es eine Zeit lang sogenannte Freibeuter. Mit Kaperbriefen durften sie nach gewissen Regeln fremde Schiffe ausrauben. Als diese Kaperbriefe ungültig wurden, wussten jedoch viele Freibeuter nicht, wie sie Geld verdienen sollten. Also raubten sie weiter Schiffe aus. Weil es damals so viele Piraten gab, ist diese Zeit ist auch als „goldenes Zeitalter der Piraten“ bekannt.

Auch Marco, Shi La und Luigi geraten in „Der verfluchte Schatz von Dalmatien“ versehentlich in die Hände von Piraten.

Kreuzritter

KreuzritterIn Folge 4 treten unsere Helden dem Orden der Kreuzritter von Akkon bei, um ihre Reise mit dem Pferd fortsetzen zu können. Leider wird es für sie nicht einfach, sich von ihrer Knappen-Ausbildung wieder zu befreien und die Burg zu verlassen!

Die Kreuzritter waren sehr gläubig. Sie hatten sich verpflichtet im Namen des Pabstes und der christlichen Kirche zu kämpfen. In großen Zahlen reisten sie in den heutigen nahen Osten, um das sogenannte „heilige Land“ zu erobern. Dabei waren sie oft sehr brutal gegenüber allen, die nicht christlich waren.

Die Kreuzritter haben mehrere Ritterorden gegründet und große Festungen gebaut. Als Mitglied eines Ritterordens musste man strenge Regeln befolgen. Zum Beispiel mussten sie Rittern von höherem Rang immer gehorchen. Oft schützten sie Pilger auf ihre Reise. Mit den Niederlagen der Kreuzritter verloren die Orden jedoch nach und nach an Bedeutung.

Große Burgen aus der damaligen Zeit, wie die Festungsanlage von Akkon im heutigen Israel, kann man aber immer noch besuchen.

18 Mrz

Marco Polos Welt: Marco Polo und Kublai Khan

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„Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ sind gerade deshalb so spannend, weil Marco, Shi La und Luigi durch reale Orte und Landschaften reisen und dabei vielen bekannten Persönlichkeiten und historischen Gegenständen begegnen. Deshalb möchten wir euch hier auf dem Blog die Welt des echten Marco Polos etwas näherbringen.

Diesmal geht es um zwei berühmte Personen, die in der ersten Staffel auftauchen: Wer war Marco Polo wirklich? Und wo herrschte der Kublai Khan? Das alles erfahrt ihr hier!

Marco Polo – das Vorbild unseres Serienhelden

Marco Polo im Vergleich

Bildquelle: wikipedia.org/wiki/Marco_Polo

Der echte Marco Polo lebte von ungefähr 1254 bis 1324. Seinen Vater Niccoló hat er erst mit 15 das erste Mal getroffen, als dieser mit seinem Bruder Maffeo aus China zurückkehrte. Die beiden waren Händler und wurden vom Kublai Khan beauftragt, dem Papst eine Nachricht zu überbringen. Als Marco 17 war, nahmen die beiden ihn mit nach China. Die Reise dauerte lange: Weil Marco unterwegs schwer krank wurde, waren sie 4 Jahre lang unterwegs.

Am Hof des Kublai Khan wurde er zum Botschafter ernannt. Das heisst dass er im Auftrag des Khan durch ganz Asien reiste. In manchen Ländern war vermutlich nie zuvor ein Europäer zu Besuch gewesen! Marco war sehr beeindruckt von China.

Marco, Niccoló und Maffeo waren 24 Jahre unterwegs, bis sie nach Venedig zurück kehrten. Viele Venezianer dachten damals, Marco hätte sich seine Abenteuer nur ausgedacht um Anzugeben. Auch heute bezweifeln manche Gelehrte, dass Marcos Reiseberichte völlig wahr sind. Allerdings hat er sie nicht selbst aufgeschrieben, vielleicht haben also andere Leute Dinge hinzugedichtet.

Auf dem Bild seht ihr den jungen Marco neben einer Zeichnung des echten Marco Polos aus dem 13. Jahrhundert. Die beiden verbindet neben ihrer Kleidungsfarben vor allem ihre Reiselust und Neugier.

Der Kublai Khan

Kublai-KhanChina kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Das chinesische REich ist nämlich so lat wie die Pyramiden. Um sich in dem Wirrwarr der vielen verschiedenen Herrscher zurechtzufinden, hat man die Zeiten in denen eine Familie geherrscht hat, als Dynastie bezeichnet.

Kublai Khan war der Enkel des berühmten Herrschers Dschingis Khan. Im 13. Jahrhundert wurde er Kaiser von China und gründete die Yuan-Dynastie. Yuan ist chinesisch und bedeutet so viel wie „Neuanfang“.

Kublai war zwar ein Eroberer, aber auch ein kluger Händler und neuen Kulturen gegenüber offen. Deshalb fand in dieser Zeit ein großer Kulturaustausch mit anderen Völkern und Regionen statt. Die relativ stabilen Verhältnisse im Reich sorgten nicht nur dafür, dass Religionen wie der Islam nach China kamen, sondern auch Reisende aus dem Westen, wie Marco Polo. Dieser wurde ein enger Vertrauter des Kublai Khan.

Sind euch noch mehr bekannte Personen aufgefallen, denen Marco, Shi La und Luigi in der ersten Staffel begegnen? Über wen würdet ihr gern mehr erfahren? Schreibt es uns in den Kommentaren hier im Blog oder auf Facebook!