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19 Jun

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 3

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Die Weltwunder der Natur

Als die sieben Weltwunder der Antike und der Moderne gelten beeindruckende Orte und Sehenswürdigkeiten, die von Menschen erschaffen wurden. Über sie konntet ihr in den letzten beiden Beiträgen schon viel erfahren. Aber auf der Welt gibt es auch viele Orte, die auch ohne menschliche Hilfe beeindruckend sind – ganz natürlich.

Über 200 von ihnen gehören zum Weltnaturerbe, das heißt, dass sie unter besonderem Schutz stehen. Denn wenn dort etwas kaputt geht, kann man es ja nicht einfach wieder aufbauen wie bei einem Gebäude. Viele dieser Weltnaturerbe sind außerdem die Heimat ganz besonderer Tiere und Pflanzen. Manche von ihnen gibt es nirgendwo sonst.

Auch bei den Weltnaturerben gab es eine Umfrage, welche sieben Orte die Menschen am schönsten finden. Die Gewinner sind als 7 Weltwunder der Natur bekannt. Dies sind: der Amazonas-Fluss in Südamerika, die Halong-Bucht in Vietnam, die Iguazu-Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, Jejudo, eine Vulkaninsel in Südkorea, die Komodo-Insel in Indonesien, der Tafelberg in Südafrika und der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Phillipinen.

Die Halong-Bucht

Die Halong Bucht in Vietnam ist bekannt für ihre vielen Höhlen und hohe Inseln. Fast 2000 Inseln gibt es dort, manche groß genug, dass ein dichter Dschungel oder mehrere Seen auf ihnen Platz finden. Die Inseln ragen oft steil aus dem Wasser, manche bis zu 100 Meter. Deshalb sind die meisten davon unbewohnbar. Heutzutage ist es sogar verboten dort zu wohnen, um das Naturerbe zu schützen.

Die Bucht selbst ist nach einer Legende benannt. „Ha Long“ steht nämlich für„herabsteigender Drache“. Der Legende nach verteidigte ein Drache das Land vor Angreifern. Dabei peitschte sein Schwanz auf den Strand und hinterließ tiefe Kerben in der Landschaft. Von der Geschichte gibt es viele Varianten. In einer soll der schlafende Drache sogar selbst zu einer Insel geworden sein. Tatsächlich sind früher viele Eindringlinge in der Bucht besiegt worden. Die Einwohner wussten hinter welchen Inseln und in welchen Höhlen sie sich am besten verstecken konnten und konnten die Angreifer so immer überraschen.

Durch das warme Klima ist die Halong-Bucht ein Paradies für Fische, Muscheln und Korallen. Deswegen gibt es dort auch so viele Fischer. Da sie nicht auf den Inseln wohnen können, leben sie auf Booten oder schwimmenden Häusern zwischen den Inseln. Bei Sturm können sie mit ihren Booten in den vielen Höhlen Schutz suchen.

 

Hätte Marco gewusst, dass die Komodo-Insel bei seiner Reise durch Indonesien ganz in der Nähe war, hätte er sie sicher auch besucht. Was denkt ihr welche Weltwunder Marco, Luigi und Shi La noch besuchen werden?

22 Mai

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 2

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Die Weltwunder der Neuzeit

Neben den Weltwundern der Antike gibt es auch 7 Weltwunder der Moderne. Doch trotz ihres Namens sind auch die meisten dieser Bauwerke schon sehr alt. Als Weltwunder der Moderne oder Weltwunder der Neuzeit werden sie bezeichnet, weil sie bis heute überdauert haben. Diese besonderen Sehenswürdigkeiten kann man daher immer noch besuchen.

Als die sieben neuen Weltwunder gelten die Ruinen von Chichén Itzá in Mexiko, die Chinesische Mauer, die Christus-Statue von Rio de Janeiro in Brasilien, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, sowie das Taj Mahal in Indien und die Felsenstadt Petra in Jordanien.

Diese Auswahl wurde basierend auf einer Umfrage im Internet sowie einer Jury-Entscheidung getroffen. Daran gibt es einige Kritik, zum Beispiel, weil bei der Abstimmung Menschen aus manchen Teilen der Welt stärker vertreten waren als aus anderen. Wäre das Auswahlverfahren ein anderes gewesen, hätten also durchaus auch andere Weltwunder gewählt werden können. Sicher ist jedoch: Die Bauwerke, die als Weltwunder der Neuzeit gelten, sind absolut einmalig und faszinierend.

Die Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra liegt im heutigen Jordanien. Früher befand sich dort das Reich der Nabatäer, dessen Hauptstadt Petra war. Der Name „Petra“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fels“ oder „Stein“. Er ist darauf zurückzuführen, dass die Gebäude der Stadt direkt in den roten Sandstein der Region gehauen worden. Dies sind nicht nur einfache Wohnhöhlen, sondern prunkvolle Tempel. Die Stadt ist gut geschützt und kann nur durch einen steinigen Bergpfad oder eine enge Schlucht erreicht werden. Zahlreiche Handelskarawanen suchten hier Schutz und machten Rast, wodurch die Stadt zu großem Reichtum kam. Obwohl Petra mitten in der Wüste liegt, sorgte ein ausgeklügeltes System von Wasserleitung dafür, dass der Ort zu einer künstlichen Oase wurde.

Die ersten Menschen siedelten sich schon um 9000 vor Christus in der Region um Petra an. Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im zweiten Jahrhundert nach Christus. Doch dann wurde sie von mehreren schweren Erdbeben zerstört. Die Bewohner verließen Petra und die Felsenstadt geriet in Vergessenheit. Nur manchmal kamen noch Beduinen aus der Umgebung in das versteckte Tal – so wie Marco und seine Freunde in der Serie.

Erst im 18. Jahrhundert wurde Petra von den Europäern wiederentdeckt, für die die Felsenstadt bis dahin nur ein Mythos war. Heute ist Petra bei Touristen sehr beliebt.

Neben den Weltwundern der Antike und denen der Moderne gibt es aber auch noch die Weltwunder der Natur, um die es im nächsten Beitrag geht.

30 Mrz

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 1

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Die 7 Weltwunder der Antike

Die sieben Weltwunder sind – oder vielmehr: waren – ganz besondere, beeindruckende Bauwerke. Sie gehen auf eine Auflistung des phönizischen Schriftstellers Antipatros von Sidon zurück, der im 2. Jahrhundert vor Christus lebte. Er schrieb eine Art Reiseführer für den Mittelmeerraum. Darin benannte er die Bauwerke, die er für besonders einzigartig und sehenswert erachtete – dies sind die sogenannten Weltwunder: Die hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos, das Grab des Königs Mausolos II, der Leuchtturm von Alexandria, die Pyramiden von Gizeh, der Tempel der Artemis in Ephesos, und die Zeusstatue von Olympia.

Da diese Auswahl aus einem antiken Reiseführer für den Mittelmeerraum stammt, sind darin aber gar nicht die Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt enthalten, sondern nur die aus dieser Region. Außerdem verfassten auch andere Schriftsteller ähnliche Listen oder passten die Auswahl der Sehenswürdigkeiten von Antipatros nach ihrem Geschmack an.

Seitdem sind mehr als zweitausend Jahre vergangen. Von den sieben Weltwundern, die Antipatros beschrieb, steht heute nur noch eines: die Pyramiden. Aber weltberühmt sind die sieben Weltwunder der Antike dennoch.

Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden, die auf der Ebene von Gizeh in der Nähe des ägyptischen Kairo stehen, sind mehr als 4500 Jahre alt. Es gibt drei Pyramiden von unterschiedlicher Größe und jede wurde als Grabmal für einen Pharao erbaut. Die größte ist die Pyramide des Pharaos Cheops mit einer Höhe von 146 Metern. Am Bau der jeder Pyramide haben mehrere Tausend Menschen ungefähr 20 Jahre lang gearbeitet. Damals war noch nicht einmal das Rad erfunden, was ihre Leistung umso erstaunlicher macht. Wahrscheinlich wurden die tonnenschweren Steinblöcke, aus denen die Pyramiden bestehen, auf Schlitten über Rampen nach oben gezogen. Bis ins späte Mittelalter war die Cheopspyramide das höchste Bauwerk auf der ganzen Welt. Kein Wunder also, dass Antipatros von Sidon sie in seine Liste der großen Sehenswürdigkeiten aufnahm!

In Folge 45 der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ kommen Marco, Luigi und Shi La auf dem Weg nach Kairo an den Pyramiden vorbei. Allerdings sind die drei Freunde gerade so sehr mit sich beschäftigt, dass sie das Weltwunder kaum bemerken. Sind euch denn die Pyramiden im Hintergrund schon aufgefallen?

Noch mehr Weltwunder

Während die 7 Weltwunder der Antike wohl die bekanntesten sind, gibt es allerdings auch noch andere Listen von Weltwundern. Und auch an einigen dieser Orte kommt Marco auf seiner Reise vorbei. Im zweiten Teil des Weltwunder-Beitrags erfahrt ihr etwas über die Weltwunder der Neuzeit und im dritten Teil geht es um die Weltwunder der Natur.

Beim nächsten Mal gibt es als Vorbereitung auf den Muttertag aber erst einmal eine tolle Bastelidee für eine Geschenkkarte mit bunten Blumen!

23 Aug

Marco Polos Welt: König Salomon und Kartenmacher al-Idrisi

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Der Kartenmacher Muhammad al-Idrisi

Muhammad al-Idrisi (arabisch für: „der Gelobte“) war ein arabischer Kartenmacher und Pflanzenforscher. Geboren wurde er um 1100 nach Christus in Spanien. Das wurde damals teilweise von den Arabern beherrscht. Gestorben ist er 1166 nach Christus in Italien.

Al-Idrisi lebte in Sizilien am Hofe des Königs Roger II. und studierte an der Universität in Córdoba. Berühmt wurde er, weil er die Weltkarte „Tabula Rogeriana“ („Die Karte von Roger“) zeichnete. Sie ist eine der ersten vollständigen Weltkarten, die es gab. Um seine Karte zu zeichnen, ging er nicht nur selbst auf Reisen, sondern las auch viele Bücher von anderen Reisenden und befragte viele Händler und Seefahrer. Das Original der Karte hatte er auf eine Silberplatte graviert. Heute sind jedoch nur noch Kopien erhalten. Al-Idrisis Forschungen inspirierten unter anderem die beiden Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama und Christoph Columbus.

Anders als in Folge 48 der Serie, ist der echte Marco Polo dem berühmten Kartenmacher vermutlich nie begegnet. Doch die beiden hätten sich sicherlich einiges zu erzählen gehabt!

 

Der biblische König Salomon

Laut der biblischen Geschichte ist König Salomon (hebräisch für: „der Friedliche“) 990 vor Christus geboren. Er war der Sohn von König David und seiner Frau Batseba. Vor seinem Tod bestimmte David Salomon zum Thronfolger und so wurde dieser zum König von Judea, Israel und Jerusalem. In einem Traum erschien ihm der Gott Jehova, der ihm einen Wunsch gewährte. Salomon wünschte sich Weisheit, um ein verständiger und gerechter König zu sein. Nicht nur dieser Wunsch wurde ihm erfüllt, sondern Gott versprach ihm auch ein langes Leben, Reichtum und Ruhm. Alles was Salomon dafür tun musste, war es Gott zu gehorchen. Zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte Israels herrschte so großer Wohlstand und Frieden, wie unter Salomons weiser Regierung.

In Folge 50 der Serie finden Marco und seine Freunde  König Salomons versteckte Reichtümer. In der Bibel steht, dass die Königin von Saba Salomon viele Geschenke machte: Gewürze, Diamanten und Gold aus dem geheimnisvollen Land Ophir. Bis zu seinem Tod 931 vor Christus sammelte Salomon immer mehr wertvolle Besitztümer. Viele Forscher und Abenteurer machten sich schon auf die Suche nach den Schätzen von König Salomon, aber bis heute hat sie keiner gefunden.

31 Mai

Marco Polos Welt: Tutanchamun und Mulan

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 Pharao Tutanchamun

Den kennt ihr bestimmt! Tutanchamun,der Sohn von Echnaton bestieg 1333 vor Christus den Thron Ägyptens. Das Besondere daran war, dass er zu dem Zeitpunkt erst 8 Jahre alt war. Könnt ihr euch vorstellen in dem Alter ein König oder eine Königin zu sein?

1922 (also über 3000 Jahre später) entdeckte der britische Forscher Howard Carter im Tal der Könige das Grab von Tutanchamun. Da es eines der wenigen nicht geplünderten Gräber war, war das eine Sensation! In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ finden unsere Helden diese verborgene Grabkammer, verschließen sie jedoch wieder, um sie vor Grabräubern zu schützen.

Viele Ägypter erzählten sich auch vom Fluch des Pharaoh. Dieser besagt, dass allen die in das Grab eines Pharaos eindringen etwas ganz schreckliches passieren wird – Ganz schön unheimlich!

Es ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um den damaligen Kinderkönig. lange war nicht klar, woran er gestorben ist. Schließlich war er bei seinem Tod erst 19 Jahre alt. Seit 2005 weiß man jedoch, dass er nicht ermordet wurde, sondern an einer Verletzung oder einer Krankheit starb.

In den Überlieferungen war Tutanchamun außerdem für seine Schönheit bekannt. Heute weiss man, dass er einen Klumpfuß, eine breite Nase, einen Buckel, ein leichtes Überbiss und zu große Schneidezähne hatte.

Der junge Pharao Tutanchamun bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.

 

Mulan

Mulan ist die Heldin der chinesischen Ballade „Hua Mulan“, die circa 500 nach Christus geschrieben wurde. Ihr Name bedeutet „Magnolie“, das ist eine schöne Blume.

In der Ballade wird erzählt, dass Mulan an Stelle ihres Vaters in den Krieg zog, da sie das älteste Kind der Familie war. Mulan musste sich als Mann verkleiden, weil im alten China die Armeen nur aus Männern bestanden. Erst als sie nach 12 Jahren nach Hause kam und wieder ihre traditionelle Damenkleidung anzog, erkannten ihre Mitsoldaten, dass sie eine Frau war.

Für ihren tapferen Einsatz im Krieg erhielt sie viele militärische Auszeichnungen. Mulan bewundert man seitdem für ihre reine Güte, ihren Mut und ihren Respekt gegenüber ihren Eltern. So wurde ihre Legende über Generationen hinweg überliefert.

Die Figur Mulan spielt auch in verschiedenen Filmen eine Rolle. Und Marco, Shi La und Luigi begegnen ihr auf ihrer Reise höchstpersönlich!

12 Okt

Berühmte Entdecker Teil 2

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Neben den Entdeckern, die in allen Geschichtsbüchern stehen – Christoph Kolumbus oder eben der echte Marco Polo, um nur zwei zu nennen – gibt es andere Entdecker die in ihrer Heimat sehr bekannt, aber nicht in allen Teilen der Welt gleich berühmt sind. Manche Reisende gingen nicht dafür in die Geschichte ein, dass sie neue Länder oder Reiserouten entdeckten, sondern dafür, dass sie sich mit der Lebensweise an fremden Orten beschäftigten. Auch dies sind wichtige Entdecker und Entdeckerinnen.

Mary Kingsley

Mary Kingsley ist eine jener Reisenden, die nicht das Land an sich, sondern vor allem die dortige Kultur erkundete und Wissen darüber mit nach Europa brachte. Sie wurde 1862 in England geboren und starb 1900 in Südafrika. Sie erforschte den afrikanischen Kontinent und schrieb mehrere Bücher darüber, wie die Menschen dort lebten. Besonders ungewöhnlich waren ihre Entdeckungsreisen auch deshalb, weil Frauen zur damaligen Zeit kaum Reisen durften. Mary Kingsley ließ sich davon jedoch nicht abhalten und bestieg so etwa als erste Europäerin den höchsten Berg im Westen Afrikas, den Kamerunberg.

Zheng He

In Europa ist der Name Zheng He fast unbekannt, doch in China zählt er zu den berühmtesten Entdeckern. Zheng He war ein chinesischer Admiral, der von 1371 bis in die 1430er Jahre lebte. Er unternahm im Auftrag des Kaisers insgesamt sieben große Schiffsreisen. Er bereiste sowohl den Indischen als auch den Pazifischen Ozean und erreichte nach Ländern wie Sri Lanka und Indien schließlich sogar Afrika und Arabien: Teile seiner Flotte segelten an der Küste Mosambiks entlang, legten im heutigen Somalia an und brachten Reichtümer vom Persischen Golf zurück nach China.

Túpac Yupanqui

Túpac Yupanqui herrschte während des 15. Jahrhunderts über das Reich der Inka in Südamerika, bevor dort die ersten Europäer ankamen. Auch er gilt als großer Entdecker, obwohl seine Reisen vor allem in Form von Sagen und Legenden überliefert sind. Dennoch wird angenommen, dass die Inka unter Túpac Yupanqui mit großen Flößen bis zur weit entfernten Osterinsel fuhren. Die ersten Europäer erreichten die abgelegene Insel erst dreihundert Jahre später.

… und viele andere

Natürlich sind Mary Kingsley, Zheng He und Túpac Yupanqui, Christoph Kolumbus, Leif Eriksson, Marco Polo, Ferdinand Magellan und Vasco da Gama nur einige wenige der vielen großen Entdecker und Entdecker vergangener Zeiten. Sie alle vorzustellen, ist nahezu unmöglich. Doch was sie alle gemeinsam haben ist ihre unstillbare Reiselust und die Neugier auf Neues. Ohne diese Reisenden und ihre Berichte wüssten wir heute viel weniger über die weit entfernten Regionen und Kulturen der Welt.

Geht ihr auch gerne auf Reisen? Wenn ihr eure Erlebnisse aufschreiben wollt, wie die großen Entdecker es getan haben, dann könnt ihr euch mit dieser Anleitung ein eigenes Reisetagebuch basteln.

07 Sep

Berühmte Entdecker Teil 1

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Der echte Marco Polo lebte im 13. Jahrhundert und ist noch heute weltbekannt für seinen Bericht über die Reise von Venedig nach China. Doch er ist nicht der einzige berühmte Entdecker, der in die Geschichte einging.

Christoph Kolumbus

Der Name Christoph Columbus Kolumbus ist weltbekannt, weil er oft als der Entdecker Amerikas gilt. Kolumbus wurde um das Jahr 1451 herum im heutigen Italien geboren und starb 1506 in Spanien. 1492 erreichte er mit drei Schiffen eine Insel der Bahamas vor der nordamerikanischen Küste. Eigentlich sollte er einen Seeweg nach Indien finden. Dass in westlicher Richtung zwischen Europa und Asien der amerikanische Kontinent liegt, wusste er nicht, bis er dort landete.

Leif Erikssson

Allerdings war Kolumbus anders als lange angenommen nicht der erste Reisende, der Nordamerika erreichte. Fast 500 Jahre vor Kolumbus legte bereits der Wikinger Leif Eriksson auf dem Kontinent an. Sein Leben und seine Reise sind weniger bekannt als die von Kolumbus, doch es wird angenommen, dass Eriksson um 970 auf Island geboren wurde und etwa 1020 in Grönland starb. Das Land, das er entdeckte, nannte er „Vinland“ und es entspricht wahrscheinlich dem heutigen Neufundland weit im Norden Nordamerikas.

Vasco da Gama

Zwei weitere bekannte Entdecker stammen beide aus Portugal: Vasco da Gama und Ferdinand Magellan. Sie lebten beide etwa zur selben Zeit, Magellan von 1480 bis 1521 und da Gama von 1469 bis 1524.

Im Jahr 1497 segelte Vasco da Gama los, um einen Seeweg nach Indien zu finden – Christoph Kolumbus hatte dieses Ziel schließlich nicht erreicht, weil er vorher auf Amerika stieß. Anders als Kolumbus reiste da Gama nicht nach Westen, sondern nach Süden und Osten. Er umschiffte Afrika am heutigen Kap der Guten Hoffnung und fand damit die gesuchte Route nach Indien. Bisher waren von Europa aus nur Reisende über Land dorthin gelangt.

Ferdinand Magellan

Obwohl Magellan wie da Gama gebürtiger Protugiese war, brach er 1519 im Auftrag des spanischen Königs zur ersten Weltumsegelung auf. Dabei segelte er nach Westen über den Atlantik, bis er Südamerika erreichte. Dort fuhr er mit seinen Schiffen weiter nach Süden, bis er die Südspitze des Kontinents umrunden konnte. Dieser Seeweg wurde nach ihm benannt und heißt noch heute Magellanstraße. Tatsächlich gelang es Magellans Flotte, über den Pazifischen und den Indischen Ozean, an Afrika vorbei, und schließlich zurück nach Spanien zu segeln. Den westlichen Seeweg von Europa nach Indien, nach dem Kolumbus gesucht hatte, entdeckte damit Magellan. Allerdings erlebte er das Ende der Weltumsegelung selbst nicht mehr, denn er starb unterwegs auf den Philippinen.

Berühmte Entdecker Teil 2

Neben diesen bekannten Namen gibt es noch viele andere Abenteurer, die ebenso spannend, in Europa aber weit weniger berühmt sind. Darunter sind Entdeckerinnen ebenso wie Reisende aus anderen Erdteilen. Über sie könnt ihr bald in einem zweiten Beitrag mehr erfahren.

18 Aug

Marco Polos Welt: Robin Hood und Sindbad

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In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ bereisen Marco und seine Freund fremde Länder und lernen jede Menge neue Freunde kennen. Dazu gehören nicht nur echte historische Persönlichkeiten, sondern auch Helden aus berühmten Sagen und Legenden – wie Robin Hood und Sindbad. Doch woher stammt eigentlich die Geschichte des Robin Hood? Und welche Abenteuer erlebt Sindbad der Seefahrer in seiner eigenen Erzählung?

Robin Hood

"Marco

Robin Hood ist der Held einer Reihe von Erzählungen, die ab dem 13. Jahrhundert in England entstanden. Zuerst wurde er als gefährlicher Wegelager beschrieben, der reiche Reisende überfiel und ausraubte. Dann jedoch wurden die Geschichten abgeändert, ergänzt und immer wieder umgedichtet. Aus dem einfachen Dieb wurde ein Kämpfer für die Gerechtigkeit: Er stahl zwar immer noch von den Reichen, aber seine Beute gab er anschließend den Armen, die sie am meisten brauchten.

In der Serie begegnen Marco, Shi La und Luigi dem jungen Robin in der Hafenstadt Akkon. Dort steht er in Diensten der Kreuzritter, bevor er sich auf den Weg zurück nach England macht. Tatsächlich gibt es einige Robin-Hood-Erzählungen, in denen Robin im Namen des englischen Königs auch an Kreuzzügen teilnimmt.

Sindbad

Sindbad erzählt Marco von seinen Abenteuern

Die Geschichte von Sindbad gehört zu den Erzählungen von 1001 Nacht. In der ältesten Fassung dieser Geschichtensammlung ist Sindbad noch nicht dabei, aber dennoch ist er eine sehr alte Figur: Vermutlich stammt er aus den Geschichten arabischer Seefahrer aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.

Die Erzählung besagt, dass Sindbad ein Seefahrer war, der auf seinen Reisen fantastische und haarsträubende Abenteuer erlebte. So begegnet er angeblich einem Riesen, geflügelten Menschen, oder gigantischen Meereswesen. So ist es kein Wunder, dass Sindbad in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ stets von seinen Erlebnissen und Abenteuern erzählen will, während er mit unseren Helden die Wüste Lop Nur durchquert.

Dafür, dass Sindbad oder Robin Hood jemals tatsächlich gelebt haben, gibt es keine Anhaltspunkte. Aber das macht die Geschichten rund um die beiden nicht weniger spannend.

13 Jan

Marco Polos Welt: im Himalaya

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Enorme Höhen und eisige Kälte

Die Gipfel des höchsten Gebirges der Welt zu erklimmen, ist auch heute noch eine Herausforderung, doch Marco Polo überquerte den Himalaya schon im 13. Jahrhundert. Das Himalaya Gebirge ist ein Ort großer Extreme:

  • der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt
  • im Winter kann es dort bis zu minus 60 Grad kalt werden
  • der Himalaya wächst noch immer in die Höhe

Etwa einen Zentimeter wird das Gebirge pro Jahr höher. Das klingt vielleicht nach nicht viel – doch in den rund 700 Jahren, die seit den Zeiten des echten Marco Polo vergangen sind, macht das immerhin 7 Meter Unterschied.

Das liegt daran, dass sich auf der Oberfläche der Erde große Landmassen hin und her bewegen. Diese Landmassen heißen tektonische Platten. Sie können auch unter Wasser liegen. Am Fuße des Himalaya Gebirges schiebt sich ganz langsam die Platte, auf der Indien liegt, unter die Platte, auf der sich der Rest Asiens befindet. Dadurch faltet sich die Erde auf und die Berge werden immer höher.

Marco Polo Schaf und Himalaya Bär

Marco Polo Schaf

Das Marco-Polo-Schaf ist Luigi nicht geheuer

Wenn ihr die Marco Polo Folge „Im Schneesturm über den Himalaya“ kennt, wisst ihr, dass es in den Bergen des Himalaya auch interessante Tiere gibt. Für echte „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“-Fans ist dabei das Marco-Polo-Schaf natürlich etwas ganz besonderes. Denn tatsächlich war es Marco Polo, der diese Tierart in seinem Reisebericht zum allerersten Mal beschrieb. Und das Marco-Polo-Schaf verteidigt auch einen eigenen Rekord: Es hat größere Hörner als alle anderen Schafe auf der Welt. Fast zwei Meter lang können seine Hörner werden!

Dagegen wirkt der Himalaya-Bär, dem unsere Helden in der Serie ebenfalls begegnen, gar nicht so ungewöhnlich. Er ist mit dem Braunbär verwandt, auch wenn seine Spuren früher manchmal für die Fußabdrücke des Yetis gehalten wurden. Der Yeti allerdings ist leider nur ein Fabelwesen. Einen echten Schneemenschen gibt es im Himalaya-Gebirge leider nicht.

09 Sep

Marco Polos Welt: 1001 Nacht

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Geschichten in Geschichten

Die Ursprünge der Geschichten aus 1001 Nacht sind alt; sehr alt. So alt, dass sich kaum noch nachvollziehen lässt, woher die Erzählungen genau stammen. Heute gehen wir davon aus, dass die Vorlage für 1001 Nacht aus dem indischen Raum kommt. Dort entstand sie um das Jahr 250 herum. Dafür spricht vor allem die Erzählform, die in dieser Zeit oft in Indien vorkam: die Rahmengeschichte, also eine Geschichte, die um eine andere Geschichte herum erzählt wird.

Scheherazade

Scheherazade erzählt

Im Fall von 1001 einer Nacht bildet die Erzählung um Scheherazade diesen Rahmen. Scheherazade gab es niemals wirklich. Die Geschichte davon, dass sie dem Herrscher ihrer Stadt jede Nacht eine neue Erzählung bieten musste, ist genau das – eine Geschichte.

Dafür, warum sie immer wieder den Herrscher besucht, gibt es verschiedene Erklärungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen hohen Preis bezahlen müsste, falls ihr Zuhörer das Interesse verliert. Deshalb bekommt sie manchmal Hilfe von jemandem, der ihr heimlich neue Geschichten bringt. Oft ist das eine Schwester, doch in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist es ihr Bruder, der Dieb von Bagdad.

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Die Figur des Diebes beruht auf einer anderen Erzählung aus 1001 Nacht. „Aladin und die Wunderlampe“ hat denselben Ursprung. Allerdings war die Geschichte um Aladin, ebenso wie „Sindbad“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ in der ursprünglichen Geschichtensammlung gar nicht vorhanden. Vielmehr wurden diese Texte von Übersetzern hinzugefügt, denn übersetzt wurde 1001 Nacht sehr oft – erst ins Persische, dann ins Arabische, dann in unterschiedliche europäische Sprachen. Teilweise wurden die europäischen Übersetzungen sogar wieder ins Arabsiche zurück übersetzt!

1001 Nacht in der Marco Polo App

Welche die ersten 1001 Geschichten waren, die in der Sammlung von 1001 Nacht zusammen getragen wurden, oder ob es überhaupt von Anfang an 1001 Geschichten waren, das weiß niemand.

Sicher ist nur, dass jede Nacht eine weitere spannende Erzählung bereit hält – und jede Folge Marco Polo ein neues Abenteuer.

In der vierten Marco Polo App könnt ihr Scheherazade und dem Dieb von Bagdad begegnen und in den Zauber  von 1001 Nacht eintauchen.

Die App gibt es zum Download bei iTunes und bei GooglePlay.