Schlagwort: Marco Polos Welt

12 Okt

Berühmte Entdecker Teil 2

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Neben den Entdeckern, die in allen Geschichtsbüchern stehen – Christoph Kolumbus oder eben der echte Marco Polo, um nur zwei zu nennen – gibt es andere Entdecker die in ihrer Heimat sehr bekannt, aber nicht in allen Teilen der Welt gleich berühmt sind. Manche Reisende gingen nicht dafür in die Geschichte ein, dass sie neue Länder oder Reiserouten entdeckten, sondern dafür, dass sie sich mit der Lebensweise an fremden Orten beschäftigten. Auch dies sind wichtige Entdecker und Entdeckerinnen.

Mary Kingsley

Mary Kingsley ist eine jener Reisenden, die nicht das Land an sich, sondern vor allem die dortige Kultur erkundete und Wissen darüber mit nach Europa brachte. Sie wurde 1862 in England geboren und starb 1900 in Südafrika. Sie erforschte den afrikanischen Kontinent und schrieb mehrere Bücher darüber, wie die Menschen dort lebten. Besonders ungewöhnlich waren ihre Entdeckungsreisen auch deshalb, weil Frauen zur damaligen Zeit kaum Reisen durften. Mary Kingsley ließ sich davon jedoch nicht abhalten und bestieg so etwa als erste Europäerin den höchsten Berg im Westen Afrikas, den Kamerunberg.

Zheng He

In Europa ist der Name Zhen He fast unbekannt, doch in China zählt er zu den berühmtesten Entdeckern. Zheng He war ein chinesischer Admiral, der von 1371 bis in die 1430er Jahre lebte. Er unternahm im Auftrag des Kaisers insgesamt sieben große Schiffsreisen. Er bereiste sowohl den Indischen als auch den Pazifischen Ozean und erreichte nach Ländern wie Sri Lanka und Indien schließlich sogar Afrika und Arabien: Teile seiner Flotte segelten an der Küste Mosambiks entlang, legten im heutigen Somalia an und brachten Reichtümer vom Persischen Golf zurück nach China.

Túpac Yupanqui

Túpac Yupanqui herrschte während des 15. Jahrhunderts über das Reich der Inka in Südamerika, bevor dort die ersten Europäer ankamen. Auch er gilt als großer Entdecker, obwohl seine Reisen vor allem in Form von Sagen und Legenden überliefert sind. Dennoch wird angenommen, dass die Inka unter Túpac Yupanqui mit großen Flößen bis zur weit entfernten Osterinsel fuhren. Die ersten Europäer erreichten die abgelegene Insel erst dreihundert Jahre später.

… und viele andere

Natürlich sind Mary Kingsley, Zheng He und Túpac Yupanqui, Christoph Kolumbus, Leif Eriksson, Marco Polo, Ferdinand Magellan und Vasco da Gama nur einige wenige der vielen großen Entdecker und Entdecker vergangener Zeiten. Sie alle vorzustellen, ist nahezu unmöglich. Doch was sie alle gemeinsam haben ist ihre unstillbare Reiselust und die Neugier auf Neues. Ohne diese Reisenden und ihre Berichte wüssten wir heute viel weniger über die weit entfernten Regionen und Kulturen der Welt.

Geht ihr auch gerne auf Reisen? Wenn ihr eure Erlebnisse aufschreiben wollt, wie die großen Entdecker es getan haben, dann könnt ihr euch mit dieser Anleitung ein eigenes Reisetagebuch basteln.

07 Sep

Berühmte Entdecker Teil 1

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Der echte Marco Polo lebte im 13. Jahrhundert und ist noch heute weltbekannt für seinen Bericht über die Reise von Venedig nach China. Doch er ist nicht der einzige berühmte Entdecker, der in die Geschichte einging.

Christoph Kolumbus

Der Name Christoph Columbus Kolumbus ist weltbekannt, weil er oft als der Entdecker Amerikas gilt. Kolumbus wurde um das Jahr 1451 herum im heutigen Italien geboren und starb 1506 in Spanien. 1492 erreichte er mit drei Schiffen eine Insel der Bahamas vor der nordamerikanischen Küste. Eigentlich sollte er einen Seeweg nach Indien finden. Dass in westlicher Richtung zwischen Europa und Asien der amerikanische Kontinent liegt, wusste er nicht, bis er dort landete.

Leif Erikssson

Allerdings war Kolumbus anders als lange angenommen nicht der erste Reisende, der Nordamerika erreichte. Fast 500 Jahre vor Kolumbus legte bereits der Wikinger Leif Eriksson auf dem Kontinent an. Sein Leben und seine Reise sind weniger bekannt als die von Kolumbus, doch es wird angenommen, dass Eriksson um 970 auf Island geboren wurde und etwa 1020 in Grönland starb. Das Land, das er entdeckte, nannte er „Vinland“ und es entspricht wahrscheinlich dem heutigen Neufundland weit im Norden Nordamerikas.

Vasco da Gama

Zwei weitere bekannte Entdecker stammen beide aus Portugal: Vasco da Gama und Ferdinand Magellan. Sie lebten beide etwa zur selben Zeit, Magellan von 1480 bis 1521 und da Gama von 1469 bis 1524.

Im Jahr 1497 segelte Vasco da Gama los, um einen Seeweg nach Indien zu finden – Christoph Kolumbus hatte dieses Ziel schließlich nicht erreicht, weil er vorher auf Amerika stieß. Anders als Kolumbus reiste da Gama nicht nach Westen, sondern nach Süden und Osten. Er umschiffte Afrika am heutigen Kap der Guten Hoffnung und fand damit die gesuchte Route nach Indien. Bisher waren von Europa aus nur Reisende über Land dorthin gelangt.

Ferdinand Magellan

Obwohl Magellan wie da Gama gebürtiger Protugiese war, brach er 1519 im Auftrag des spanischen Königs zur ersten Weltumsegelung auf. Dabei segelte er nach Westen über den Atlantik, bis er Südamerika erreichte. Dort fuhr er mit seinen Schiffen weiter nach Süden, bis er die Südspitze des Kontinents umrunden konnte. Dieser Seeweg wurde nach ihm benannt und heißt noch heute Magellanstraße. Tatsächlich gelang es Magellans Flotte, über den Pazifischen und den Indischen Ozean, an Afrika vorbei, und schließlich zurück nach Spanien zu segeln. Den westlichen Seeweg von Europa nach Indien, nach dem Kolumbus gesucht hatte, entdeckte damit Magellan. Allerdings erlebte er das Ende der Weltumsegelung selbst nicht mehr, denn er starb unterwegs auf den Philippinen.

Berühmte Entdecker Teil 2

Neben diesen bekannten Namen gibt es noch viele andere Abenteurer, die ebenso spannend, in Europa aber weit weniger berühmt sind. Darunter sind Entdeckerinnen ebenso wie Reisende aus anderen Erdteilen. Über sie könnt ihr bald in einem zweiten Beitrag mehr erfahren.

18 Aug

Marco Polos Welt: Robin Hood und Sindbad

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In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ bereisen Marco und seine Freund fremde Länder und lernen jede Menge neue Freunde kennen. Dazu gehören nicht nur echte historische Persönlichkeiten, sondern auch Helden aus berühmten Sagen und Legenden – wie Robin Hood und Sindbad. Doch woher stammt eigentlich die Geschichte des Robin Hood? Und welche Abenteuer erlebt Sindbad der Seefahrer in seiner eigenen Erzählung?

Robin Hood

Marco Polo Robin Hood

Robin Hood im Übungskampf mit Shi La

Robin Hood ist der Held einer Reihe von Erzählungen, die ab dem 13. Jahrhundert in England entstanden. Zuerst wurde er als gefährlicher Wegelager beschrieben, der reiche Reisende überfiel und ausraubte. Dann jedoch wurden die Geschichten abgeändert, ergänzt und immer wieder umgedichtet. Aus dem einfachn Dieb wurde ein Kämpfer für die Gerechtigkeit: Er stahl zwar immer noch von den Reichen, aber seine Beute gab er anschließend den Armen, die sie am meisten brauchten.

In der Serie begegnen Marco, Shi La und Luigi dem jungen Robin in der Hafenstadt Akkon. Dort steht er in Diensten der Kreuzritter, bevor er sich auf den Weg zurück nach England macht. Tatsächlich gibt es einige Robin-Hood-Erzählungen, in denen Robin zusammen im Namen des englischen Königs auch an Kreuzzügen teilnimmt.

Sindbad

Sindbad erzählt Marco von seinen Abenteuern

Die Geschichte von Sindbad gehört zu den Erzählungen von 1001 Nacht. In der ältesten Fassung dieser Geschichtensammlung ist Sindbad noch nicht dabei, aber dennoch ist er eine sehr alte Figur: Vermutlich stammt er aus den Geschichten arabischer Seefahrer aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.

Die Erzählung besagt, dass Sindbad ein Seefahrer war, der auf seinen Reisen fantastische und haarsträubende Abenteuer erlebte. So begegnet er angeblich einem Riesen, geflügelten Menschen, oder gigantischen Meereswesen. So ist es kein Wunder, dass Sindbad in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ stets von seinen Erlebnissen und Abenteuern erzählen will, während er mit unseren Helden die Wüste Lop Nur durchquert.

Dafür, dass Sindbad oder Robin Hood jemals tatsächlich gelebt haben, gibt es keine Anhaltspunkte. Aber das macht die Geschichten rund um die beiden nicht weniger spannend.

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA (auf dem Bild oben zu sehen), die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Weitere Arten von Wüsten

Auf welche Arten Wüsten sonst noch entstehen können, erklären wir euch hier. Und wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist. Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.

24 Feb

Chinesische Schminke

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Perfekt auch als Faschingskostüm

Mit Schminke im Stil der chinesischen Oper habt ihr im Handumdrehen ein ungewöhnliches Faschingskostüm für Kinder oder sogar für die ganze Familie. Denn für verschiedene Rollen gibt es unterschiedliche Schminke, wie ihr unten sehen könnt. So kann jedes Familienmitglied anders geschminkt werden und trotzdem passen am Ende alle zusammen. Den passenden Kopfschmuck dazu könnt ihr euch mit dieser Anleitung ebenfalls ganz leicht selber basteln!

Die Bedeutung der Farben

Die Schminke in der chinesischen Oper ist wie eine Art Code. Wer sich auskennt, kann jede Menge Informationen aus den Gesichtern der Schauspieler lesen. So verraten die Farben zum Beispiel, ob eine Person stark und gut oder böse und hinterlistig ist. Oft lässt sich sogar ablesen, ob die Geschichte für die jeweilige Figur ein gutes Ende nimmt.

Die wichtigsten Farben in der chinesischen Oper sind:

Rot – Mut, Treue, Heldenhaftigkeit
Violett – Weisheit, Tapferkeit
Blau – Stärke, Standhaftigkeit
Gelb – Hinterhältigkeit, Grausamkeit
Silber und Gold – Göttlichkeit, Magie

In der traditionellen chinesischen Oper wurden so übrigens nur Männer geschminkt. Denn sogar die Frauenrollen wurden von männlichen Schauspielern gespielt. So ist es auch kein Wunder, dass Marco in der Folge „Tumult in der Oper von Nianxia“ plötzlich als Prinzessin Kirschblüte auf der Bühne steht – natürlich rot geschminkt für Mut und Heldenhaftigkeit.

So wird’s gemacht

Foto von istolethetv: http://bit.ly/2jmrqTn

Foto von istolethetv (http://bit.ly/2jmrqTn)

Neben der Farbe eurer Wahl braucht ihr noch weiße und schwarze Schminke. Als erstes tragt ihr dann eine ordentlich dicke Schicht weiße Farbe auf euer ganzes Gesicht auf. Sogar auf die Lippen und die Augenbrauen. Dann kommt die schwarze Schminke zum Einsatz: Fangt ganz am inneren Rand eurer Augenbraue – also direkt über der Nase – an. Von dort aus zieht ihr eine leicht geschwungene Linie, die ein paar Zentimeter über den Ohren am Haaransatz endet. Das wiederholt ihr dann auf der anderen Gesichtshälfte.

Nun braucht ihr die bunte Schminke. Umrandet damit zuerst den Bereich, den ihr später ausmalt. Damit fangt ihr am Anfang der schwarzen Augenbrauenlinie an und geht dann entlang der Nase nach unten, bis knapp unter die Augen.  Anschließend zieht ihr den unteren Rand entlang eurer Wangenknochen nach außen. Diese Linie endet ungefähr auf höhe eurer Ohren. Die Fläche innerhalb der farbigen Linien könnt ihr jetzt komplett mit der Farbe ausfüllen. Wenn ihr die Farbe nach unten hin ein wenig mit der weißen Schminke vermischt, ergibt das einen schönen Übergang.

Jetzt umrandet ihr noch eure Augen mit schwarzer Schminke. Am äußeren Rand zieht ihr die Linie vom Augenlid aus dabei noch ein Stück weiter. Das betont die Augen und sorgt in der chinesischen Oper dafür, dass die Gefühle der Figuren auf der Bühne besser zur Geltung kamen.

Zum Schluss kommt noch der Mund. Die Lippen werden knallrot geschminkt – aber Achtung, nicht die ganzen Lippen! Die rot nachgemalte Form sollte etwas kleiner sein als eure Lippen. Außerdem dürft ihr hier gerne etwas übertreiben und die Unterlippe wie einen kleinen Halbkreis formen.

Fertig ist eure Faschingsschminke!

Wenn ihr dunkle Haare habt, könnt ihr außerdem noch mit der schwarzen Farbe euer Gesicht abgrenzen. Schminkt dazu je eine dunkle Linie links und Rechts am Rand des Gesichts; vom Haaransatz bis  unter die Ohren. Dann könnt ihr auf der Stirn noch eine dunkle Wellenlinie am Haaransatz auftragen. So wird es auch in der chinesischen Oper gemacht, aber bei hellen Haaren sieht es meistens besser aus, wenn ihr diese dunkle Umrandung weglasst.

10 Feb

Chinesisch lernen

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Chinesisch lernen mit Shi La

„Spreche ich Chinesisch?!“, sagt man manchmal entrüstet, wenn jemand einfach nicht versteht, was man sagt. Doch ein bisschen Chinesisch lernen ist gar nicht so schwer! Auch wenn die Sprache oft als schwierig gilt, zeigt euch Shi La, wie ihr euch auf Chinesisch vorstellt, erklärt euch die Zahlen von eins bis zehn, und gibt auch sonst noch nützliche Tipps.

Geschrieben wird Chinesisch – na klar – mit chinesischen Schriftzeichen. Davon gibt es insgesamt ungefähr 87.000 – aber keine Angst, die meisten davon werden kaum verwendet. Wer 3000 bis 5000 Schriftzeichen beherrscht, kann alles lesen, was man im Alltag braucht. Eine weitere Besonderheit der chinesichen Sprache sind außerdem die Betonungen. Eine Silbe wie „Ma“ kann auf vier verschiedene Arten betont werden. Entweder die Stimme bleibt beim Sprechen immer gleich, sie steigt am Ende nach oben, fällt ab, oder macht eine Art schlenker, bei der die Stimmlage erst tiefer und dann wieder höher wird. So heißt zum Beispiel mit gleichbleibender Betonung „Mutter“; mit erst abfallender und dann ansteigender Betonung heißt aber „Pferd“.

Heute lernen wir zusammen mit Shi La ein paar erste Worte, nachdem Marco und Luigi letzte Woche schon ihre Muttersprache Italienisch vorgestellt haben.

Hallo! = 你好 = nǐ hǎo!
Tschüss! = 再见 = zài jiàn!
Ich heiße … = 我叫 = wǒ jiào…
Wie heißt du? = 你叫什么?= nǐ jiào shén mē?
Ich bin … Jahre alt. 今年 = Wǒ jīnnián … suì.

chinesisch lernen mit shi la1 = 一 = yī
2 = 二 = èr
3 = 三 = sān
4 = 四 = sì
5 = 五 = wǔ
6 = 六 = lìu
7 = 七 = qī
8 = 八 = bā
9 = 九 = jǐu
10 = 十 = shí

 

03 Feb

Italienisch lernen

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Italienisch lernen: Die Sprache des echten Marco Polo

In der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ sprechen unsere Helden und alle, denen sie begegnen, dieselbe Sprache. In Wirklichkeit jedoch wäre es viel schwieriger, sich auf einer Reise wie der des jungen Marco Polo zu verständigen. Denn in verschiedenen Ländern werden unterschiedliche Sprachen gesprochen – in manchen Ländern sogar mehr als eine! In Indien zum Beispiel gibt es fast 40 verschiedene Sprachen, die ganz unterschiedlich sind.

Doch sowohl Marco als auch Luigi würden Italienisch sprechen, denn die beiden kommen aus Venedig in Italien. 65 Millionen Menschen weltweit sprechen Italienisch. Und ein paar Wörter Italienisch lernen ist auch gar nicht schwer! Manchmal schreiben sich die Worte anders, als sie ausgesprochen werden, aber wenn das der Fall ist, steht dahinter in Klammern, wie ihr das Wort richtig betont.

Hallo! / Tschüss! = Ciao! (gesprochen wie: Tschiao)
Ich heiße … = Mi chiamo … (gesprochen wie: Mi tjiamo …)
Wie heißt du? = Come ti chiami? (gesprochen wie: kome ti tjiami?)
marco_aufsteller_smallIch bin … Jahre alt. = Ho … anni. (gesprochen wie: O … anni)

1 = uno
2 = due (gesprochen wie: du-e)
3 = tre
4 = quattro
5 = cinque (gesprochen wie: tschinque)
6 = sei (gesprochen wie: se-i)
7 = sette
8 = otto
9 = nove (gesprochen wie: nowe)
10 = dieci (gesprochen wie: dietschi)

Probiert es aus – vielleicht könnt ihr mit eurem Wissen glänzen, wenn ihr das nächste Mal Italienisch essen geht oder in den Urlaub fahrt.

Hier bringt euch außerdem Shi La ein paar Worte Chinesisch bei.

13 Jan

Marco Polos Welt: im Himalaya

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Enorme Höhen und eisige Kälte

Die Gipfel des höchsten Gebirges der Welt zu erklimmen, ist auch heute noch eine Herausforderung, doch Marco Polo überquerte den Himalaya schon im 13. Jahrhundert. Das Himalaya Gebirge ist ein Ort großer Extreme:

  • der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt
  • im Winter kann es dort bis zu minus 60 Grad kalt werden
  • der Himalaya wächst noch immer in die Höhe

Etwa einen Zentimeter wird das Gebirge pro Jahr höher. Das klingt vielleicht nach nicht viel – doch in den rund 700 Jahren, die seit den Zeiten des echten Marco Polo vergangen sind, macht das immerhin 7 Meter Unterschied.

Das liegt daran, dass sich auf der Oberfläche der Erde große Landmassen hin und her bewegen. Diese Landmassen heißen tektonische Platten. Sie können auch unter Wasser liegen. Am Fuße des Himalaya Gebirges schiebt sich ganz langsam die Platte, auf der Indien liegt, unter die Platte, auf der sich der Rest Asiens befindet. Dadurch faltet sich die Erde auf und die Berge werden immer höher.

Marco Polo Schaf und Himalaya Bär

Marco Polo Schaf

Das Marco Polo Schaf ist Luigi nicht geheuer

Wenn ihr die Marco Polo Folge „Im Schneesturm über den Himalaya“ kennt, wisst ihr, dass es in den Bergen des Himalaya auch interessante Tiere gibt. Für echte „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ Fans ist dabei das Marco Polo Schaf natürlich etwas ganz besonderes. Denn tatsächlich war es Marco Polo, der diese Tierart in seinem Reisebericht zum allerersten Mal beschrieb. Und das Marco Polo Schaf verteidigt auch einen eigenen Rekord: Es hat größere Hörner als alle anderen Schafe auf der Welt. Fast zwei Meter lang können Himalaya Schaf Hörner werden!

Dagegen wirkt der Himalaya Bär, dem unsere Helden in der Serie ebenfalls begegnen, gar nicht so ungewöhnlich. Er ist mit dem Braunbär verwandt, auch wenn seine Spuren früher manchmal für die Fußabdrücke des Yetis gehalten wurden. Der Yeti allerdings ist leider nur ein Fabelwesen. Einen echten Schneemenschen gibt es im Himalaya Gebirge leider nicht.