Schlagwort: Wetter

19 Jan

Wie entsteht Schnee?

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Als Marco und seine Freunde im Schneesturm das Himalaya-Gebirge überquerten, fragten sie sich bestimmt auch, wie Schnee entsteht. Und warum schneit es auf Bergen öfter als im Tal? Wir haben die Antworten für euch.

Winzige Eiskristalle in den Wolken

Schnee bildet sich in Wolken, genau wie Regen. Denn eine Wolke besteht aus Millionen winzig kleiner Wassertröpfchen, die zu Eiskristallen gefrieren, wenn es dafür kalt genug wird. Jeder dieser Eiskristalle hat sechs Zacken, aber keiner sieht aus wie der andere: Jeder Kristall ist einzigartig. Alleine ist ein Eiskristall so klein und leicht, dass er weiter in der Wolke schweben kann und nicht zu Boden fällt. Doch nach und nach verhaken sich immer mehr Eiskristalle ineinander und bleiben aneinander hängen. So entsteht eine Schneeflocke. Je mehr Eiskristalle dazu kommen, desto größer und schwerer wird diese Flocke. Und schließlich wird sie so schwer, dass nicht länger schweben kann und aus der Wolke heraus zu Boden fällt. Es schneit!

Mehr Schnee in großer Höhe

Himalaya

Schneesturm im Himalaya

Wenn man einen hohen Berg besteigt, wird die Luft zum Gipfel hin immer kälter. Das ist der Grund, warum es dort oben auch mehr und öfter schneit. Während es auf der Bergspitze kalt genug für Schnee ist, kann es im Tal so warm sein, dass die Eiskristalle noch in der Luft schmelzen. Dann kommen sie nicht mehr als Schnee am Boden an, sondern als Regen. Dazu kommt noch, dass schwere, mit Schnee gefüllte Wolken an den Gipfeln eines hohen Berges hängen bleiben können. In diesem Fall kann der Wind sie nicht weiter wehen, und der ganze Schnee fällt auf den Hang des Berges.

Wie ein Gebirge mit solchen großen Bergen (oder ein tropischer Dschungel) entsteht, könnt ihr hier nachlesen.

Schnee und Hagel

Übrigens: Auch Hagel ist gefrorenes Wasser und dem Schnee damit sehr ähnlich. Der Unterschied liegt darin, wie eng sich die einzelnen Eiskristalle beieinander befinden, wenn sie gefrieren. Wenn sie viel Platz haben und locker aneinander hängen, gibt es Schnee. Aber wenn die Eiskristalle kaum Platz haben und eng aneinander kleben, verhärten sie sich zu einem Hagelkorn.

Auch die Entstehung von Nebel hat übrigens mit Lufttemperatur und Feuchtigkeit zu tun.

15 Sep

Wie entsteht Nebel?

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Dichten Nebel kennt jeder. Auch Marco und seine Freunde haben in der Folge „Auf Geisterjagd in der Karawanserei“ damit zu kämpfen, dass sie inmitten von Nebelschwaden kaum etwas erkennen können. Doch woher kommt der Nebel eigentlich?

Winzig kleine Wassertropfen

Nebel entsteht, wenn feuchte Luft sich abkühlt. Dann sammelt sich die Feuchtigkeit in winzig kleinen Wassertropfen. Solange diese Tröpfchen leicht genug sind, bleiben sie in der Luft schweben. Tausende von winzigen Tropfen nebeneinander verschleiern dann die Sicht, und das ist der Nebel.

Im Grunde genommen ist Nebel also nichts anderes als eine Wolke ganz nah am Boden, denn auch Wolken entstehen aus Wasserdampf, der sich abkühlt. Werden die Wassertöpfchen zu groß und zu schwer, fallen sie herab – das ist dann Regen.

Nur 200 Meter Sicht

Von Nebel spricht man, wenn man weniger als 200 Meter weit gucken kann. Er entsteht vor allem am Abend oder in der Nacht, wenn sich die Luft abkühlt, und im Herbst. Weil kalte Luft schwerer ist als warme, sinkt sie nach unten, sodass sich der Nebel nah am Boden bildet. In vielen Tälern werdet deshalb in den nächsten Tagen und Wochen Bodennebel sehen können. Und nun wisst ihr auch, warum!

Noch mehr spannende Wissensbeiträge findet ihr übrigens hier und hier.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Letztes mal haben wir euch schon zwei Arten von Wüsten erklärt: Die Binnenwüste und die Wendekreiswüste. Beide Arten haben Marco und seine Freunde schon bereist – und dabei festgestellt wie wichtig Regen für die Natur ist. Aber es gibt sogar noch zwei weitere Wüsten-Arten!

Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA, die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!