Kategorie: Wissen

05 Jan

Hufeisen Glücksbringer

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Nach dem Glücksklee Konfetti zeigen wir euch dieses Mal, wie ihr mit Pappe, Klebeband und 1-Cent-Münzen einen Hufeisen Glücksbringer basteln könnt.

Aber warum bringen Hufeisen eigentlich Glück?

Hufeisen und Glück

Luigi schenkt Marco einen Glücksbringer

Ein Hufeisen ist für ein Pferd das, was für uns Menschen Schuhe sind. Es schützt vor Verletzungen an den Füßen. Da Pferde sehr wertvoll sind und früher oft lebensnotwendig für ihre Besitzer waren, ist dieser Schutz sehr wichtig. Wer also die Hufe seines Pferdes mit einem Hufeisen schützen konnte, durfte sich glücklich schätzen! Und so wurde das Hufeisen zu einem Zeichen für Glück.

Bastelanleitung für einen Hufeisen Glücksbringer

Ihr braucht:
dicke Pappe
ca. 10 bis 12 1-Cent-Münzen
doppelseitiges Klebeband
Bleistift
Schere

Hufeisen Glücksbringer bastelnAls erstes malt ihr die ungefähre Form des Hufeisens auf die Pappe. Es wird etwa 10 cm hoch und 8 cm breit und erinnert an ein U mit leicht nach innen gebogenen Enden. Die Breite des Pappstreifens sollte am Ende höchstens einen Zentimeter betragen. Schneidet diese Form mit der Schere aus. Wenn nicht alles ganz gerade ist, macht das nichts, denn die Pappe verschwindet später unter den 1-Cent-Münzen.

Hufeisen Glückscent GlücksbringerJetzt kommen Klebeband und Cents zum Einsatz. Eine nach der anderen klebt ihr die Münzen mit dem Klebeband auf das Hufeisen. Zieht dazu erst eine Seite des doppelseitigen Klebebands ab und klebt diese an den Cent. Dann könnt ihr die Folie auf der zweiten Seite des Klebebands entfernen und den Cent auf die Pappe drücken. Setzt die Münzen dicht aneinander, bis das ganze Hufeisen bedeckt ist, und wiederholt das das Ganze auf der anderen Seite des Hufeisens. So glänzt eucher Hufeisen Glücksbringer nicht nur schön, sondern er bringt gleich doppelt viel Glück, denn auch 1-Cent-Münzen sind Glücksbringer:

Der Glückspfennig oder Glückscent

Früher, als es noch keinen Euro und keine Cents gab, war die kleinste Münze der Pfennig. Schon damals galt diese Münze, für die man kaum etwas kaufen konnte, als Zeichen für Glück. Wenn man jemandem einen Pfennig schenkte, wünschte man ihm damit Reichtum. Eine Tasche, in der sich ein Glückspfennig befand, sollte immer voller Geld sein!

Ein schönes Geschenk

Heute gibt es keine Pfennige mehr, aber dafür werden nun 1-Cent-Münzen als Glücksbringer verwendet. Ihre Bedeutung ist dieselbe. Wenn ihr also Verwandten oder Freunden euren selbst gebastelten Hufeisen Glückscent Glücksbringer schenkt, wünscht ihr ihnen damit gleichzeitig Schutz (durch das Hufeisen), Reichtum (durch die Centmünzen) und Glück ganz allgemein.

15 Dez

Glücksklee Konfetti

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Zum Jahreswechsel sind Zeichen für Glück wie vierblättrige Kleeblätter besonders beliebt. Man wünscht sich damit gegenseitig das Beste für das neue Jahr. Als Dekoration für eine Silvester Party oder einfach nur so bietet sich daher Konfetti in Form von Glücksklee an.

Glücksklee Konfetti basteln

Ihr braucht:
Dünne grüne Pappe oder Papier
Bleistift
Schere

Zuerst schneidet ihr euch ein quadratisches Stück Papier zu, das in etwa so groß ist, wie das Konfetti Kleeblatt, das ihr haben wollt. Dieses Papierquadrat faltet ihr dann so:

Bastelanleitung Glücksklee Tischdeko

Dreht das gefaltete Papier so, dass die geschlossene Ecke nach unten zeigt. Dann zeichnet ihr ein Herz auf. Die geschlossene Ecke ist immer noch unten und bildet die untere Hälfte des Herzens, also fehlen nur noch die beiden Bögen oben. Wenn ihr nun an der Linie entlang schneidet und anschließend das Papier aufklappt, habt ihr euer erstes vierblättriges Glückskleeblatt.

Glücksklee Konfetti basteln

Wiederholt das ganze so lange, bis ihr so viele Kleeblätter habt, wie ihr wollt. Nehmt verschiedene größen und Farben. So bekommt ihr im Handumdrehen Glücksklee Konfetti, mit dem ihr zum Beispiel den Tisch für die Silvesterfeier dekorieren könnt. So startet ihr mit viel Glück ins neue Jahr.

Warum bringen Kleeblätter Glück?

Woher der Glaube daran stammt, das vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, ist unklar. Möglicherweise geht er auf Naturreligionen zurück, die dem Klee besondere Fähigkeiten zusprachen, weil er auch unter widrigen Bedingungen wächst.

Vielleicht stammt der Gedanke, dass vierblättrige Kleeblätter Glück bringen aber auch aus dem Christentum, denn die Form erinnert an ein Kreuz.

So oder so – Kleeblätter mit vier Blättern sind in der Natur sehr selten, denn normalerweise hat Klee nur drei Blätter. Allein schon ein vierblättriges Kleeblatt zu finden, ist also schon ein Glück!

15 Sep

Wie entsteht Nebel?

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Dichten Nebel kennt jeder. Auch Marco und seine Freunde haben in der Folge „Auf Geisterjagd in der Karawanserei“ damit zu kämpfen, dass sie inmitten von Nebelschwaden kaum etwas erkennen können. Doch woher kommt der Nebel eigentlich?

Winzig kleine Wassertropfen

Nebel entsteht, wenn feuchte Luft sich abkühlt. Dann sammelt sich die Feuchtigkeit in winzig kleinen Wassertropfen. Solange diese Tröpfchen leicht genug sind, bleiben sie in der Luft schweben. Tausende von winzigen Tropfen nebeneinander verschleiern dann die Sicht, und das ist der Nebel.

Im Grunde genommen ist Nebel also nichts anderes als eine Wolke ganz nah am Boden, denn auch Wolken entstehen aus Wasserdampf, der sich abkühlt. Werden die Wassertöpfchen zu groß und zu schwer, fallen sie herab – das ist dann Regen.

Nur 200 Meter Sicht

Von Nebel spricht man, wenn man weniger als 200 Meter weit gucken kann. Er entsteht vor allem am Abend oder in der Nacht, wenn sich die Luft abkühlt, und im Herbst. Weil kalte Luft schwerer ist als warme, sinkt sie nach unten, sodass sich der Nebel nah am Boden bildet. In vielen Tälern werdet deshalb in den nächsten Tagen und Wochen Bodennebel sehen können. Und nun wisst ihr auch, warum!

Noch mehr spannende Wissensbeiträge findet ihr übrins hier und hier.

18 Aug

Marco Polos Welt: Robin Hood und Sindbad

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In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ bereisen Marco und seine Freund fremde Länder und lernen jede Menge neue Freunde kennen. Dazu gehören nicht nur echte historische Persönlichkeiten, sondern auch Helden aus berühmten Sagen und Legenden – wie Robin Hood und Sindbad. Doch woher stammt eigentlich die Geschichte des Robin Hood? Und welche Abenteuer erlebt Sindbad der Seefahrer in seiner eigenen Erzählung?

Robin Hood

Marco Polo Robin Hood

Robin Hood im Übungskampf mit Shi La

Robin Hood ist der Held einer Reihe von Erzählungen, die ab dem 13. Jahrhundert in England entstanden. Zuerst wurde er als gefährlicher Wegelager beschrieben, der reiche Reisende überfiel und ausraubte. Dann jedoch wurden die Geschichten abgeändert, ergänzt und immer wieder umgedichtet. Aus dem einfachn Dieb wurde ein Kämpfer für die Gerechtigkeit: Er stahl zwar immer noch von den Reichen, aber seine Beute gab er anschließend den Armen, die sie am meisten brauchten.

In der Serie begegnen Marco, Shi La und Luigi dem jungen Robin in der Hafenstadt Akkon. Dort steht er in Diensten der Kreuzritter, bevor er sich auf den Weg zurück nach England macht. Tatsächlich gibt es einige Robin-Hood-Erzählungen, in denen Robin zusammen im Namen des englischen Königs auch an Kreuzzügen teilnimmt.

Sindbad

Sindbad erzählt Marco von seinen Abenteuern

Die Geschichte von Sindbad gehört zu den Erzählungen von 1001 Nacht. In der ältesten Fassung dieser Geschichtensammlung ist Sindbad noch nicht dabei, aber dennoch ist er eine sehr alte Figur: Vermutlich stammt er aus den Geschichten arabischer Seefahrer aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.

Die Erzählung besagt, dass Sindbad ein Seefahrer war, der auf seinen Reisen fantastische und haarsträubende Abenteuer erlebte. So begegnet er angeblich einem Riesen, geflügelten Menschen, oder gigantischen Meereswesen. So ist es kein Wunder, dass Sindbad in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ stets von seinen Erlebnissen und Abenteuern erzählen will, während er mit unseren Helden die Wüste Lop Nur durchquert.

Dafür, dass Sindbad oder Robin Hood jemals tatsächlich gelebt haben, gibt es keine Anhaltspunkte. Aber das macht die Geschichten rund um die beiden nicht weniger spannend.

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA (auf dem Bild oben zu sehen), die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Weitere Arten von Wüsten

Auf welche Arten Wüsten sonst noch entstehen können, erklären wir euch hier. Und wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist. Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.

07 Apr

Die Geschichte der Tattoos

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Lauter wilde Tattoos

Schau mal, was Luigi da auf den Armen hat! Wusstest du schon, dass es solche Tattoos schon sehr lange gibt?

Das älteste Tatto ist 12000 Jahre alt und wurde auf einer Mumie gefunden. Das Tätowieren lässt sich schwer datieren, weil Tattoos gemeinsam mit ihren Trägern leben und sterben. Es hat sich in jeder Ecke der Welt unabhängig entwickelt.

Es gibt mehrere Arten des traditionellen Tättowierens:

Adelige Tattoos waren die Teuersten, weil sie von den besten Künstlern gestochen wurden. Es wurden Zeichen verwendet, die den Rang und die Herkunft kennzeichneten.

Identifikationstattoos bezeichneten die Angehörigkeit zu einem bestimmten Volk, Religion, Profession oder Ideologie und zeigten welches Ansehen jemand mit dem entsprechenden Tattoo hatte.

Tattoos als Zeichen einer Leistung waren für Leute reserviert, die eine ausgezeichnete Leistung im Krieg, in einem Handwerk oder Heilverfahren erreicht hatten. Diese Tattoos waren wie Stempel im Reisepass: Beweis ihrer Fernreisen und Pilgerfahrten.

Tattoos als Therapie wurden verwendet als Heilverfahren oder für die Verhinderung von Krankheiten, weil sich Abwehrkräfte durch die Wundheilung bilden. Dazu musste man mit Nadeln die Farbe unter die Haut bringen. Viele Mumien wurden mit tätowierten kleinen Punkten und Kreuzchen gefunden. Unter ihnen fand man Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis.

Rituelle Tattoos sind mit allen Kulturen verbunden. Sie sollen Kraft, Glück, Vermögen und Ähnliches bringen. Aber auch vor Unglück, Verzauberung, usw. beschützen.

Dekorative Tattoos

Mit der Zeit geraten die ursprünglichen Bedeutungen von Tätowierungen oft in Vergessenheit. Heute werden die Muster nur noch weiter verwendet, weil sie schön aussehen und den Menschen gefallen.

Und vielleicht hast du jetzt ja auch Lust, mal ein Tatto zu tragen – zumindest für ein paar Tage! Mit der Anleitung, die am Freitag nach Ostern kommt, kannst du dir coole temporäre Marco Polo Tattoos machen.

 

 

 

24 Feb

Chinesische Schminke

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Perfekt auch als Faschingskostüm

Mit Schminke im Stil der chinesischen Oper habt ihr im Handumdrehen ein ungewöhnliches Faschingskostüm für Kinder oder sogar für die ganze Familie. Denn für verschiedene Rollen gibt es unterschiedliche Schminke, wie ihr unten sehen könnt. So kann jedes Familienmitglied anders geschminkt werden und trotzdem passen am Ende alle zusammen. Den passenden Kopfschmuck dazu könnt ihr euch mit dieser Anleitung ebenfalls ganz leicht selber basteln!

Die Bedeutung der Farben

Die Schminke in der chinesischen Oper ist wie eine Art Code. Wer sich auskennt, kann jede Menge Informationen aus den Gesichtern der Schauspieler lesen. So verraten die Farben zum Beispiel, ob eine Person stark und gut oder böse und hinterlistig ist. Oft lässt sich sogar ablesen, ob die Geschichte für die jeweilige Figur ein gutes Ende nimmt.

Die wichtigsten Farben in der chinesischen Oper sind:

Rot – Mut, Treue, Heldenhaftigkeit
Violett – Weisheit, Tapferkeit
Blau – Stärke, Standhaftigkeit
Gelb – Hinterhältigkeit, Grausamkeit
Silber und Gold – Göttlichkeit, Magie

In der traditionellen chinesischen Oper wurden so übrigens nur Männer geschminkt. Denn sogar die Frauenrollen wurden von männlichen Schauspielern gespielt. So ist es auch kein Wunder, dass Marco in der Folge „Tumult in der Oper von Nianxia“ plötzlich als Prinzessin Kirschblüte auf der Bühne steht – natürlich rot geschminkt für Mut und Heldenhaftigkeit.

So wird’s gemacht

Foto von istolethetv: http://bit.ly/2jmrqTn

Foto von istolethetv (http://bit.ly/2jmrqTn)

Neben der Farbe eurer Wahl braucht ihr noch weiße und schwarze Schminke. Als erstes tragt ihr dann eine ordentlich dicke Schicht weiße Farbe auf euer ganzes Gesicht auf. Sogar auf die Lippen und die Augenbrauen. Dann kommt die schwarze Schminke zum Einsatz: Fangt ganz am inneren Rand eurer Augenbraue – also direkt über der Nase – an. Von dort aus zieht ihr eine leicht geschwungene Linie, die ein paar Zentimeter über den Ohren am Haaransatz endet. Das wiederholt ihr dann auf der anderen Gesichtshälfte.

Nun braucht ihr die bunte Schminke. Umrandet damit zuerst den Bereich, den ihr später ausmalt. Damit fangt ihr am Anfang der schwarzen Augenbrauenlinie an und geht dann entlang der Nase nach unten, bis knapp unter die Augen.  Anschließend zieht ihr den unteren Rand entlang eurer Wangenknochen nach außen. Diese Linie endet ungefähr auf höhe eurer Ohren. Die Fläche innerhalb der farbigen Linien könnt ihr jetzt komplett mit der Farbe ausfüllen. Wenn ihr die Farbe nach unten hin ein wenig mit der weißen Schminke vermischt, ergibt das einen schönen Übergang.

Jetzt umrandet ihr noch eure Augen mit schwarzer Schminke. Am äußeren Rand zieht ihr die Linie vom Augenlid aus dabei noch ein Stück weiter. Das betont die Augen und sorgt in der chinesischen Oper dafür, dass die Gefühle der Figuren auf der Bühne besser zur Geltung kamen.

Zum Schluss kommt noch der Mund. Die Lippen werden knallrot geschminkt – aber Achtung, nicht die ganzen Lippen! Die rot nachgemalte Form sollte etwas kleiner sein als eure Lippen. Außerdem dürft ihr hier gerne etwas übertreiben und die Unterlippe wie einen kleinen Halbkreis formen.

Fertig ist eure Faschingsschminke!

Wenn ihr dunkle Haare habt, könnt ihr außerdem noch mit der schwarzen Farbe euer Gesicht abgrenzen. Schminkt dazu je eine dunkle Linie links und Rechts am Rand des Gesichts; vom Haaransatz bis  unter die Ohren. Dann könnt ihr auf der Stirn noch eine dunkle Wellenlinie am Haaransatz auftragen. So wird es auch in der chinesischen Oper gemacht, aber bei hellen Haaren sieht es meistens besser aus, wenn ihr diese dunkle Umrandung weglasst.

10 Feb

Chinesisch lernen

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Chinesisch lernen mit Shi La

„Spreche ich Chinesisch?!“, sagt man manchmal entrüstet, wenn jemand einfach nicht versteht, was man sagt. Doch ein bisschen Chinesisch lernen ist gar nicht so schwer! Auch wenn die Sprache oft als schwierig gilt, zeigt euch Shi La, wie ihr euch auf Chinesisch vorstellt, erklärt euch die Zahlen von eins bis zehn, und gibt auch sonst noch nützliche Tipps.

Geschrieben wird Chinesisch – na klar – mit chinesischen Schriftzeichen. Davon gibt es insgesamt ungefähr 87.000 – aber keine Angst, die meisten davon werden kaum verwendet. Wer 3000 bis 5000 Schriftzeichen beherrscht, kann alles lesen, was man im Alltag braucht. Eine weitere Besonderheit der chinesichen Sprache sind außerdem die Betonungen. Eine Silbe wie „Ma“ kann auf vier verschiedene Arten betont werden. Entweder die Stimme bleibt beim Sprechen immer gleich, sie steigt am Ende nach oben, fällt ab, oder macht eine Art schlenker, bei der die Stimmlage erst tiefer und dann wieder höher wird. So heißt zum Beispiel mit gleichbleibender Betonung „Mutter“; mit erst abfallender und dann ansteigender Betonung heißt aber „Pferd“.

Heute lernen wir zusammen mit Shi La ein paar erste Worte, nachdem Marco und Luigi letzte Woche schon ihre Muttersprache Italienisch vorgestellt haben.

Hallo! = 你好 = nǐ hǎo!
Tschüss! = 再见 = zài jiàn!
Ich heiße … = 我叫 = wǒ jiào…
Wie heißt du? = 你叫什么?= nǐ jiào shén mē?
Ich bin … Jahre alt. 今年 = Wǒ jīnnián … suì.

chinesisch lernen mit shi la1 = 一 = yī
2 = 二 = èr
3 = 三 = sān
4 = 四 = sì
5 = 五 = wǔ
6 = 六 = lìu
7 = 七 = qī
8 = 八 = bā
9 = 九 = jǐu
10 = 十 = shí