Kategorie: Wissen

13 Aug

Mit den Sternen navigieren

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Gefährliche Seefahrt

Heutzutage wissen Kapitäne dank moderner Technik immer genau, wo sie gerade sind. Das ist wichtig, denn auf offenem Meer sieht natürlich alles gleich aus. Deswegen sind die ersten Seefahrer immer in der Nähe von Küsten geblieben. An Leuchttürmen und anderen auffälligen Punkten erkannten sie, wo sie gerade waren.

Wenn einen ein Sturm vom Kurs abbrachte, hatte man aber ein Problem.  So sind früher oft Leute auf dem Meer verschollen und haben lange den Rückweg nicht gefunden.

Von einem schlauen Kapitän wie Rudolpho kann Marco sicher viel lernen

Kapitäne waren gut in Mathe

Ja, das stimmt: Mathe war für einen Kapitän sehr wichtig. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass die Sonne, der Mond und die Sterne von jedem Ort der Erde aus etwas anders am Himmel stehen. Wenn man den Abstand also vergleicht, kann man herausfinden, wo man ist. Um den Abstand zu messen gibt es ein Gerät namens Sextant.

Mithilfe von Tabellen konnte man aus Uhrzeit, Datum und Position der Himmelskörper nun berechnen, wo man sich befand. Da dies die Reisen viel sicherer machte, waren ein guter Kapitän und seine Logbücher oft unbezahlbar. Sogar heute lernen noch viele Kapitäne diese Technik, für den Fall, dass ihre Computer ausfallen.

Großer und Kleiner Wagen

Die Sterne wandern nicht nur wie die Sonne von Osten nach Westen, sondern sie verändern ihre Position auch über das Jahr hinweg. Deswegen sind manche Sternbilder nur einige Monate am Himmel zu sehen. Zwei recht bekannte Sternbilder kann man bei uns auf der Nordhalbkugel aber das ganze Jahr über finden: Den Großen und den Kleinen Wagen. Um sie zu sehen, solltet ihr am Besten raus in die Natur gehen. Durch das elektrische Licht wird es in unseren Städten nämlich nie richtig dunkel.

So sehen die beiden Sternbilder aus

Der Große und Kleine Wagen heißen so, weil sie für die Leute früher wie ein Pferdewagen aussahen: Ein Viereck bildet die Ladefläche und drei weitere Sterne die Deichsel, an der die Pferde angespannt wurden. Vielleicht seht ihr auch eine Schöpfkelle. So nennen die Chinesen und Amerikaner das Sternbild nämlich.

Wenn ihr den Großen Wagen gefunden habt, könnt ihr mit seiner Hilfe den kleinen Wagen und den Norden finden. Wenn ihr die beiden Sterne an der Vorderseite des Großen Wagens verbindet und die Linie nach oben verlängert (im Bild seht ihr das in rot), stoßt ihr auf einen sehr hellen Stern. Dieser heißt Polaris, oder Polarstern, weil er zeigt, in welcher Richtung Norden liegt. Gleichzeitig ist er das vorderste Ende der Deichsel des kleinen Wagens.

Kreuz des Südens

Wenn Marco und seine Freunde südlich des Äquators (das ist die Grenze zwischen den Halbkugeln) sind, müssen sie statt des Polarsterns das Kreuz des Südens suchen. Das sind vier Sterne, die dort sehr hell und leicht zu finden sind – und in ihrer Richtung liegt Süden.

Sicher haben Marco, Luigi und Shi La auf ihren Reisen oft die Sterne beobachtet. Schließlich sind Sterne ja auch einfach schön. Da es zu Marco Polos Zeiten kein elektrisches Licht gab, konnte er mit bloßem Auge viel mehr Sterne sehen als wir!

21 Jun

Ziegenmilch-Eiscreme

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Luigi hat eine leckere Überraschung im Gepäck

In Afrika ist Luigi eine ganz besondere Überraschung für seine Freunde gelungen: nachdem sie von der eisig kalten Spitze des Kilimanjaro zurückgekehrt waren, zauberte er plötzlich leckere Eiscreme aus seiner Tasche. Die hat er aus der Ziegenmilch vom Hirten Kaldi gemacht, dem sie in Folge 47 beim geholfen haben.

Um das Eis nachzumachen habt ihr es etwas leichter als er: Wir haben heutzutage eine Gefriertruhe und müssen keine Berge besteigen, damit das Eis gefriert.

Das braucht ihr:

500g Mascarpone

150g Ziegenfrischkäse

1 Vanilleschote

80g Honig

Salz

1 Zitrone (am besten Bio, da wir die Schale auch verwenden wollen)

300g Beeren

100g Zucker

Und so macht ihr euer eigenes Eis:

Die Mascarpone vermischt ihr mit dem Mark der Vanilleschote . Dafür müsst ihr die Schote aufschneiden und auskratzen. Am besten lasst ihr euch von einem Erwachsenen zeigen, wie das geht. Dann gebt ihr den Honig und eine Prise Salz hinzu. Eine Prise ist so viel Salz, wie ihr zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger hochheben könnt.

Die Mascarpone lasst ihr kurz aufkochen, indem ihr sie langsam in einem Topf erhitzt. Während sie warm wird, gebt ihr Stück für Stück den Ziegenfrischkäse hinzu und rührt um, bis sich alles aufgelöst hat. Lasst die Creme abkühlen und stellt sie dann 30 min in die Tiefkühltruhe oder das Gefrierfach. Im Prinzip ist das schon ein einfaches Vanilleeis!

Damit das Eis schön fruchtig schmeckt, bereiten wir noch die Beeren zu. Reibt etwas Schale von der Zitrone ab. Dann presst ihr sie aus und gebt Saft und Schale mit den Beeren und dem Zucker in einen Topf.

Lasst die Beeren im Topf warm werden, bis es blubbernd kocht. Dann nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst die Beerenmischung abkühlen.

Nach 30 min holt ihr die Eiscreme aus der Gefriertruhe. Püriert die Beerenmasse und vermischt sie dann mit der Creme

Stellt die Schüssel für weitere 30 min ins Gefrierfach. Dann rührt ihr nochmal um, damit es auch wirklich schön cremig wird. Anschließend braucht ihr nur noch etwas Geduld: Jetzt muss die Eiscreme nochmal für 2-3 Stunden gefrieren, bevor ihr sie essen könnt.

Ihr könnt mit diesem Rezept natürlich noch andere Eissorten herstellen. Wenn ihr statt der Beeren Schokostückchen unterrührt, habt ihr zum Beispiel Straciatella-Eis. Und mit Karamellsoße wird es ein Karamell-Eis.

 

Wer hat die Eiscreme erfunden?

Die Idee für eiskalte Nachspeisen gab es eigentlich überall auf der Welt. Früher wurde dafür Schnee aus den Bergen geholt und mit süßen Säften und Früchten vermischt. Das kannten schon die alten Römer. Der griechische Arzt und Gelehrte Hippokrates bezeichnete das Eis sogar als gesund und gab es seinen Patienten als Medizin.

Wer genau das Milcheis, wir wir es kennen, erfunden hat, ist aber nicht ganz klar. Sicher ist nur, dass eine Person daran beteiligt war, die wir sehr gut kennen: Marco Polo! Der echte Marco Polo beschrieb in seinen Reiseberichten viele Leckereien, die er am Hof des Kublai Khan probieren durfte. Manche davon könnten die Vorläufer der heutigen Eiscreme gewesen sein. Viel wichtiger aber war, dass er von den Chinesen lernte, wie man mit Hilfe von Salpeter Wasser gefrieren konnte. So musste man nicht mehr mühsam Schnee und Eis aus den Bergen holen.

Dieses Wissen brachte er in seinen Tagebüchern nach Italien und von da verbreitete sich das Eis dann in Europa. Deswegen denken viele, dass die Italiener das Eis erfunden haben. Und wer weiß?  Vielleicht war es ja Luigi, der die erste richtige Eiscreme zubereitet hat…

 

 

 

22 Mrz

Wie entstehen Vulkane?

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Der wütende Berg

Als Marco, Luigi und Shi La in Java ankommen, herrscht dort Panik: Ein Vulkan droht auszubrechen! Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass manche Berge Feuer spucken und andere nicht? Früher, noch lange vor Marco Polos Zeiten, dachte man, die Götter wären daran schuld. Der Name Vulkan kommt nämlich von Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.

Um zu wissen, wie Vulkane funktionieren, muss man erstmal wissen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Die ist nämlich keine harte Kugel aus Stein: Tief im Inneren hat die Erde einen flüssigen Kern aus sehr heißem geschmolzenem Stein, sogenannter Magma. Darauf schwimmen die Kontinente. Da sie sehr, sehr langsam schwimmen, merken wir davon aber nichts. Wo die Kontinente aufeinander treffen, wird manchmal Magma nach oben gedrückt. Wird der Druck zu groß, platzt die Erdkruste auf und das Magma schießt heraus.

Gefährliche Ausbrüche

Manche Vulkane erlöschen nach einiger Zeit. Der Vulkan ist dann ein ganz normaler Berg. Andere Vulkane schlafen hingegen nur. Dann weiß niemand, wann sie das nächste mal ausbrechen. Ein Vulkan, der ständig Magma ausspuckt, heißt aktiver Vulkan. Das sind aber die wenigsten.

Heutzutage werden Vulkane mit moderner Technik ganz genau überwacht, um die Leute, die in der Nähe wohnen, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Bei einem Vulkanausbruch tritt nämlich nicht nur Magma an die Oberfläche. Meistens werden große Mengen Stein, Rauch, Asche und giftige Gase in die Luft geschleudert. Bei einigen großen Vulkanausbrüchen haben diese Staubwolken noch weit entfernt den Himmel verdunkelt und für schlechte Ernten gesorgt. Noch schlimmer ist es, wenn ein Vulkan unter Wasser ausbricht. Dabei kann eine riesige Flutwelle entstehen: Ein Tsunami.

Java – eine Insel voller Vulkane

Java liegt im „pazifischen Feuerring“. Die Region heißt so, weil es dort so viele Vulkane gibt. Die meisten Inseln dort sind aus Magma entstanden. Auf der Karte könnt ihr sehen, dass die Vulkane fast in einer Reihe liegen. Das ist die Linie, an der die Kontinente sich treffen.

Java hat ganze 38 Vulkane und viele davon sind aktiv. Aber die Vulkane bringen nicht nur Gefahr: Das Gestein aus dem Erdinneren ist voller Mineralien. Das heißt, dass Pflanzen dort besonders gut wachsen. Außerdem bauen manche Leute in den Vulkankratern Schwefel ab und viele Menschen verdienen ihr Geld, indem sie Touristen die Krater zeigen.

17 Dez

Chinesisches Neujahr

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Bald beginnt bei uns das neue Jahr. Die Kinder in Shi Las Heimat müssen aber noch auf Neujahr warten. Dort feiert man nämlich immer erst im Januar oder Februar. Das liegt daran, dass in China früher ein anderer Kalender benutzt wurde. Der richtete sich nach dem Mond und deswegen nennt man das chinesische Neujahr auch Mond-Neujahr. 2021 ist es am 12. Februar.

Jahr des Büffels

Vielleicht hört ihr im Fernsehen, dass das „Jahr des Büffels“ beginnt. In China wird jedem Jahr ein Sternzeichen zugeordnet. Allerdings nicht die Sternzeichen die wir kennen: Neben dem Büffel gibt es auch noch Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. 2020 war das Jahr der Ratte, 2021 wird das Jahr des büffels. Viele chinesische Bauern nutzen noch heute Büffel bei der Feldarbeit. Menschen mit dem Sternzeichen Büffel gelten als treu und hilfsbereit.

Traditionen

Für viele Chinesen ist das Fest so wichtig wie für uns Weihnachten. Es wird ebenfalls mehrere Tage gefeiert, manchmal sogar zwei Wochen lang. Viele Erwachsene heben sich ihren Urlaub nur dafür auf, denn an Neujahr trifft sich die ganze Familie und bittet um Glück für das neue Jahr. Zum Beispiel öffnet man Türen und Fenster, damit das Glück ins Haus kommen kann und das ganze Haus wird geschmückt. Die Hausgötter bekommen süßen Reis und andere Leckereien, um sie für das neue Jahr gnädig zu stimmen. Viele Chinesen tauschen an Neujahr ihre Hausschuhe gegen neue ein. Es heißt, dass man mit den alten Schuhen Unglück und böse Gerüchte abstreift. Aber die Schuhe müssen schon vorher gekauft werden, denn an Neujahr selbst Schuhe zu kaufen, soll Unglück bringen.

Das neue Jahr selbst wird wie bei uns mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Außerdem tanzen Tänzer mit großen Drachen- oder Löwenkostümen durch die Straßen und machen Lärm, um das alte Jahr zu vertreiben. Denn auch diese Tiere gelten in China als Glücksbringer.

Nächsten Monat zeigen wir euch, wie ihr pünktlich zum chinesischen Neujahr einen Glücks-Drachen basteln könnt. Für unser Neujahrsfest könnt ihr außerdem Glücksklee oder Hufeisen basteln. Und hier zeigt euch Shi La, wie man Chinesisch spricht.

„Frohes neues Jahr!“ heißt auf Chinesisch übrigens: Xīnnián kuàilè (gesprochen: Sin nian kuaile).

11 Sep

Mit Stäbchen essen

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Besonderes Besteck

Nicht nur in China – in vielen Ländern Asiens essen die Leute ihr Essen mit Stäbchen. Wenn man es nicht gewohnt ist, kann es allerdings sehr schwierig sein, nur mit zwei kleinen Hölzchen Essen zum Mund zu befördern. Und mit vielen europäischen Gerichten würde das auch gar nicht funktionieren. In China wird das Essen aber anders zubereitet: Dort werden alle Zutaten schon vor dem Kochen in mundgerechte Happen zerteilt. Der Grund dafür ist, dass Messer im alten China als Waffe galten. Und beim Essen Waffen zu tragen galt als sehr unhöflich, da es bedeutete, dass man sich als Gast nicht sicher fühlt.

Essstäbchen gibt es in vielen Varianten. Die meisten sind aus Bambus. Weil der schnell nachwächst, waren solche Stäbchen billig herzustellen. Diese Stäbchen werden aber nach dem Essen oft weggeworfen. Um nicht so viel Müll zu verursachen, tragen viele Menschen deshalb eigene Stäbchen bei sich. Diese sind meist aus lackiertem Holz und können mehrmals verwendet werden.

Wie isst man denn nun mit Stäbchen?

Keine Angst, wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist das Essen mit Stäbchen eigentlich ganz einfach. Der Trick ist, dass man sie wie eine Verlängerung seiner Finger benutzt und nicht wie eine Gabel. Vielleicht müsst ihr dafür ein wenig üben.

Nehmt die Stäbchen erstmal so

Stäbchen hält man etwa so, wie ihr in der Schule euren Stift haltet. Tut einfach mal so, als wären die  beiden Stäbchen euer Füller und nehmt sie in die Hand. Das eine Stäbchen sollte jetzt an eurem Zeigefinger liegen und das andere auf eurem Ringfinger. Verschiebt euren Griff ein wenig, so dass das eine Stäbchen auf der Spitze eures Ringfingers liegt und das andere zwischen Daumen und Zeigefinger

 

Nehmt dann das eine Stäbchen zwischen Daumen und Zeigefinger

Das eine Stäbchen ist jetzt fest zwischen Mittelfinger und Daumen eingeklemmt. Das ist auch gut so, denn dieses Stäbchen sollt ihr gar nicht bewegen. Mit Daumen und Zeigefinger könnt ihr das andere Stäbchen hin und her bewegen. Übt einmal, die Stäbchen auseinander und wieder zusammen zu drücken. Vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr die Stäbchen weiter vorne oder hinten greift.

 

Mit dem Zeigefinger bewegt ihr das obere Stäbchen

Wenn ihr die Stäbchen wie die Zange einer Krabbe auf und zu schnappen lassen könnt, könnt ihr versuchen, Essen damit hochzuheben. Weiches, klebriges Essen eignet sich am Anfang besonders gut. Denkt daran, große Brocken vorher klein zu schneiden. Ihr werdet bald merken, dass es darauf ankommt, wie fest ihr zudrückt. Drückt ihr nämlich zu fest, zermatscht ihr den Bissen mit euren Stäbchen.

 

Um Essen hochzuheben klemmt ihr es zwischen den Stäbchen ein

Mit Esstäbchen kann man nicht nur Essen einklemmen, sondern sie auch als eine Art Schaufel – zum Beispiel für Reis – benutzen. In manchen Teilen Asiens ist es ganz normal, sich die Schüssel ans Kinn zu halten und das Essen einfach mit den Stäbchen von der Schüssel in den Mund zu schaufeln. Vielleicht kommt euch das Schaufeln ja bekannt vor: wenn wir Reis mit einer Gabel essen tun wir nämlich nichts anderes.

 

Benimmregeln

Für das Essen mit Stäbchen gibt es einige Benimmregeln. Je nachdem, in welchem Land ihr seid, können sich diese unterscheiden. Manche dieser Regeln gibt es in Europa auch. Zum Beispiel darf man nicht mit dem Besteck auf andere deuten oder damit auf dem Teller trommeln. Und natürlich greift man nicht mit Besteck, das man schon benutzt hat, in den Topf, um Nachschlag zu nehmen. Da sind Stäbchen sogar im Vorteil: ihr könnt sie einfach umdrehen und das Ende, das ihr schon im Mund hattet, kommt nicht mit dem frischen Essen in Berührung. Auf keinen Fall solltet ihr aber eure Stäbchen senkrecht in euer Essen stecken. Das erinnert in Asien an die Räucherstäbchen bei Beerdigungen und gilt als böses Zeichen. Wenn ihr gerade nicht esst, legt ihr die Stäbchen einfach neben euren Teller.

 

Wenn ihr etwas Übung habt, könnt ihr ja mal versuchen, Luigis Bambus-Rezept mit Stäbchen zu essen. Ihr könnt uns gern verraten, ob es geklappt hat!

19 Jun

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 3

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Die Weltwunder der Natur

Als die sieben Weltwunder der Antike und der Moderne gelten beeindruckende Orte und Sehenswürdigkeiten, die von Menschen erschaffen wurden. Über sie konntet ihr in den letzten beiden Beiträgen schon viel erfahren. Aber auf der Welt gibt es auch viele Orte, die auch ohne menschliche Hilfe beeindruckend sind – ganz natürlich.

Über 200 von ihnen gehören zum Weltnaturerbe, das heißt, dass sie unter besonderem Schutz stehen. Denn wenn dort etwas kaputt geht, kann man es ja nicht einfach wieder aufbauen wie bei einem Gebäude. Viele dieser Weltnaturerbe sind außerdem die Heimat ganz besonderer Tiere und Pflanzen. Manche von ihnen gibt es nirgendwo sonst.

Auch bei den Weltnaturerben gab es eine Umfrage, welche sieben Orte die Menschen am schönsten finden. Die Gewinner sind als 7 Weltwunder der Natur bekannt. Dies sind: der Amazonas-Fluss in Südamerika, die Halong-Bucht in Vietnam, die Iguazu-Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, Jejudo, eine Vulkaninsel in Südkorea, die Komodo-Insel in Indonesien, der Tafelberg in Südafrika und der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Phillipinen.

Die Halong-Bucht

Die Halong Bucht in Vietnam ist bekannt für ihre vielen Höhlen und hohe Inseln. Fast 2000 Inseln gibt es dort, manche groß genug, dass ein dichter Dschungel oder mehrere Seen auf ihnen Platz finden. Die Inseln ragen oft steil aus dem Wasser, manche bis zu 100 Meter. Deshalb sind die meisten davon unbewohnbar. Heutzutage ist es sogar verboten dort zu wohnen, um das Naturerbe zu schützen.

Die Bucht selbst ist nach einer Legende benannt. „Ha Long“ steht nämlich für„herabsteigender Drache“. Der Legende nach verteidigte ein Drache das Land vor Angreifern. Dabei peitschte sein Schwanz auf den Strand und hinterließ tiefe Kerben in der Landschaft. Von der Geschichte gibt es viele Varianten. In einer soll der schlafende Drache sogar selbst zu einer Insel geworden sein. Tatsächlich sind früher viele Eindringlinge in der Bucht besiegt worden. Die Einwohner wussten hinter welchen Inseln und in welchen Höhlen sie sich am besten verstecken konnten und konnten die Angreifer so immer überraschen.

Durch das warme Klima ist die Halong-Bucht ein Paradies für Fische, Muscheln und Korallen. Deswegen gibt es dort auch so viele Fischer. Da sie nicht auf den Inseln wohnen können, leben sie auf Booten oder schwimmenden Häusern zwischen den Inseln. Bei Sturm können sie mit ihren Booten in den vielen Höhlen Schutz suchen.

 

Hätte Marco gewusst, dass die Komodo-Insel bei seiner Reise durch Indonesien ganz in der Nähe war, hätte er sie sicher auch besucht. Was denkt ihr welche Weltwunder Marco, Luigi und Shi La noch besuchen werden?

22 Mai

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 2

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Die Weltwunder der Neuzeit

Neben den Weltwundern der Antike gibt es auch 7 Weltwunder der Moderne. Doch trotz ihres Namens sind auch die meisten dieser Bauwerke schon sehr alt. Als Weltwunder der Moderne oder Weltwunder der Neuzeit werden sie bezeichnet, weil sie bis heute überdauert haben. Diese besonderen Sehenswürdigkeiten kann man daher immer noch besuchen.

Als die sieben neuen Weltwunder gelten die Ruinen von Chichén Itzá in Mexiko, die Chinesische Mauer, die Christus-Statue von Rio de Janeiro in Brasilien, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, sowie das Taj Mahal in Indien und die Felsenstadt Petra in Jordanien.

Diese Auswahl wurde basierend auf einer Umfrage im Internet sowie einer Jury-Entscheidung getroffen. Daran gibt es einige Kritik, zum Beispiel, weil bei der Abstimmung Menschen aus manchen Teilen der Welt stärker vertreten waren als aus anderen. Wäre das Auswahlverfahren ein anderes gewesen, hätten also durchaus auch andere Weltwunder gewählt werden können. Sicher ist jedoch: Die Bauwerke, die als Weltwunder der Neuzeit gelten, sind absolut einmalig und faszinierend.

Die Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra liegt im heutigen Jordanien. Früher befand sich dort das Reich der Nabatäer, dessen Hauptstadt Petra war. Der Name „Petra“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fels“ oder „Stein“. Er ist darauf zurückzuführen, dass die Gebäude der Stadt direkt in den roten Sandstein der Region gehauen worden. Dies sind nicht nur einfache Wohnhöhlen, sondern prunkvolle Tempel. Die Stadt ist gut geschützt und kann nur durch einen steinigen Bergpfad oder eine enge Schlucht erreicht werden. Zahlreiche Handelskarawanen suchten hier Schutz und machten Rast, wodurch die Stadt zu großem Reichtum kam. Obwohl Petra mitten in der Wüste liegt, sorgte ein ausgeklügeltes System von Wasserleitung dafür, dass der Ort zu einer künstlichen Oase wurde.

Die ersten Menschen siedelten sich schon um 9000 vor Christus in der Region um Petra an. Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im zweiten Jahrhundert nach Christus. Doch dann wurde sie von mehreren schweren Erdbeben zerstört. Die Bewohner verließen Petra und die Felsenstadt geriet in Vergessenheit. Nur manchmal kamen noch Beduinen aus der Umgebung in das versteckte Tal – so wie Marco und seine Freunde in der Serie.

Erst im 18. Jahrhundert wurde Petra von den Europäern wiederentdeckt, für die die Felsenstadt bis dahin nur ein Mythos war. Heute ist Petra bei Touristen sehr beliebt.

Neben den Weltwundern der Antike und denen der Moderne gibt es aber auch noch die Weltwunder der Natur, um die es im nächsten Beitrag geht.

30 Mrz

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 1

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Die 7 Weltwunder der Antike

Die sieben Weltwunder sind – oder vielmehr: waren – ganz besondere, beeindruckende Bauwerke. Sie gehen auf eine Auflistung des phönizischen Schriftstellers Antipatros von Sidon zurück, der im 2. Jahrhundert vor Christus lebte. Er schrieb eine Art Reiseführer für den Mittelmeerraum. Darin benannte er die Bauwerke, die er für besonders einzigartig und sehenswert erachtete – dies sind die sogenannten Weltwunder: Die hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos, das Grab des Königs Mausolos II, der Leuchtturm von Alexandria, die Pyramiden von Gizeh, der Tempel der Artemis in Ephesos, und die Zeusstatue von Olympia.

Da diese Auswahl aus einem antiken Reiseführer für den Mittelmeerraum stammt, sind darin aber gar nicht die Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt enthalten, sondern nur die aus dieser Region. Außerdem verfassten auch andere Schriftsteller ähnliche Listen oder passten die Auswahl der Sehenswürdigkeiten von Antipatros nach ihrem Geschmack an.

Seitdem sind mehr als zweitausend Jahre vergangen. Von den sieben Weltwundern, die Antipatros beschrieb, steht heute nur noch eines: die Pyramiden. Aber weltberühmt sind die sieben Weltwunder der Antike dennoch.

Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden, die auf der Ebene von Gizeh in der Nähe des ägyptischen Kairo stehen, sind mehr als 4500 Jahre alt. Es gibt drei Pyramiden von unterschiedlicher Größe und jede wurde als Grabmal für einen Pharao erbaut. Die größte ist die Pyramide des Pharaos Cheops mit einer Höhe von 146 Metern. Am Bau der jeder Pyramide haben mehrere Tausend Menschen ungefähr 20 Jahre lang gearbeitet. Damals war noch nicht einmal das Rad erfunden, was ihre Leistung umso erstaunlicher macht. Wahrscheinlich wurden die tonnenschweren Steinblöcke, aus denen die Pyramiden bestehen, auf Schlitten über Rampen nach oben gezogen. Bis ins späte Mittelalter war die Cheopspyramide das höchste Bauwerk auf der ganzen Welt. Kein Wunder also, dass Antipatros von Sidon sie in seine Liste der großen Sehenswürdigkeiten aufnahm!

In Folge 45 der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ kommen Marco, Luigi und Shi La auf dem Weg nach Kairo an den Pyramiden vorbei. Allerdings sind die drei Freunde gerade so sehr mit sich beschäftigt, dass sie das Weltwunder kaum bemerken. Sind euch denn die Pyramiden im Hintergrund schon aufgefallen?

Noch mehr Weltwunder

Während die 7 Weltwunder der Antike wohl die bekanntesten sind, gibt es allerdings auch noch andere Listen von Weltwundern. Und auch an einigen dieser Orte kommt Marco auf seiner Reise vorbei. Im zweiten Teil des Weltwunder-Beitrags erfahrt ihr etwas über die Weltwunder der Neuzeit und im dritten Teil geht es um die Weltwunder der Natur.

Beim nächsten Mal gibt es als Vorbereitung auf den Muttertag aber erst einmal eine tolle Bastelidee für eine Geschenkkarte mit bunten Blumen!

23 Aug

Marco Polos Welt: König Salomon und Kartenmacher al-Idrisi

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Der Kartenmacher Muhammad al-Idrisi

Muhammad al-Idrisi (arabisch für: „der Gelobte“) war ein arabischer Kartenmacher und Pflanzenforscher. Geboren wurde er um 1100 nach Christus in Spanien. Das wurde damals teilweise von den Arabern beherrscht. Gestorben ist er 1166 nach Christus in Italien.

Al-Idrisi lebte in Sizilien am Hofe des Königs Roger II. und studierte an der Universität in Córdoba. Berühmt wurde er, weil er die Weltkarte „Tabula Rogeriana“ („Die Karte von Roger“) zeichnete. Sie ist eine der ersten vollständigen Weltkarten, die es gab. Um seine Karte zu zeichnen, ging er nicht nur selbst auf Reisen, sondern las auch viele Bücher von anderen Reisenden und befragte viele Händler und Seefahrer. Das Original der Karte hatte er auf eine Silberplatte graviert. Heute sind jedoch nur noch Kopien erhalten. Al-Idrisis Forschungen inspirierten unter anderem die beiden Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama und Christoph Columbus.

Anders als in Folge 48 der Serie, ist der echte Marco Polo dem berühmten Kartenmacher vermutlich nie begegnet. Doch die beiden hätten sich sicherlich einiges zu erzählen gehabt!

 

Der biblische König Salomon

Laut der biblischen Geschichte ist König Salomon (hebräisch für: „der Friedliche“) 990 vor Christus geboren. Er war der Sohn von König David und seiner Frau Batseba. Vor seinem Tod bestimmte David Salomon zum Thronfolger und so wurde dieser zum König von Judea, Israel und Jerusalem. In einem Traum erschien ihm der Gott Jehova, der ihm einen Wunsch gewährte. Salomon wünschte sich Weisheit, um ein verständiger und gerechter König zu sein. Nicht nur dieser Wunsch wurde ihm erfüllt, sondern Gott versprach ihm auch ein langes Leben, Reichtum und Ruhm. Alles was Salomon dafür tun musste, war es Gott zu gehorchen. Zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte Israels herrschte so großer Wohlstand und Frieden, wie unter Salomons weiser Regierung.

In Folge 50 der Serie finden Marco und seine Freunde  König Salomons versteckte Reichtümer. In der Bibel steht, dass die Königin von Saba Salomon viele Geschenke machte: Gewürze, Diamanten und Gold aus dem geheimnisvollen Land Ophir. Bis zu seinem Tod 931 vor Christus sammelte Salomon immer mehr wertvolle Besitztümer. Viele Forscher und Abenteurer machten sich schon auf die Suche nach den Schätzen von König Salomon, aber bis heute hat sie keiner gefunden.

31 Mai

Marco Polos Welt: Tutanchamun und Mulan

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 Pharao Tutanchamun

Den kennt ihr bestimmt! Tutanchamun,der Sohn von Echnaton bestieg 1333 vor Christus den Thron Ägyptens. Das Besondere daran war, dass er zu dem Zeitpunkt erst 8 Jahre alt war. Könnt ihr euch vorstellen in dem Alter ein König oder eine Königin zu sein?

1922 (also über 3000 Jahre später) entdeckte der britische Forscher Howard Carter im Tal der Könige das Grab von Tutanchamun. Da es eines der wenigen nicht geplünderten Gräber war, war das eine Sensation! In „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ finden unsere Helden diese verborgene Grabkammer, verschließen sie jedoch wieder, um sie vor Grabräubern zu schützen.

Viele Ägypter erzählten sich auch vom Fluch des Pharaoh. Dieser besagt, dass allen die in das Grab eines Pharaos eindringen etwas ganz schreckliches passieren wird – Ganz schön unheimlich!

Es ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um den damaligen Kinderkönig. lange war nicht klar, woran er gestorben ist. Schließlich war er bei seinem Tod erst 19 Jahre alt. Seit 2005 weiß man jedoch, dass er nicht ermordet wurde, sondern an einer Verletzung oder einer Krankheit starb.

In den Überlieferungen war Tutanchamun außerdem für seine Schönheit bekannt. Heute weiss man, dass er einen Klumpfuß, eine breite Nase, einen Buckel, ein leichtes Überbiss und zu große Schneidezähne hatte.

Der junge Pharao Tutanchamun bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.

 

Mulan

Mulan ist die Heldin der chinesischen Ballade „Hua Mulan“, die circa 500 nach Christus geschrieben wurde. Ihr Name bedeutet „Magnolie“, das ist eine schöne Blume.

In der Ballade wird erzählt, dass Mulan an Stelle ihres Vaters in den Krieg zog, da sie das älteste Kind der Familie war. Mulan musste sich als Mann verkleiden, weil im alten China die Armeen nur aus Männern bestanden. Erst als sie nach 12 Jahren nach Hause kam und wieder ihre traditionelle Damenkleidung anzog, erkannten ihre Mitsoldaten, dass sie eine Frau war.

Für ihren tapferen Einsatz im Krieg erhielt sie viele militärische Auszeichnungen. Mulan bewundert man seitdem für ihre reine Güte, ihren Mut und ihren Respekt gegenüber ihren Eltern. So wurde ihre Legende über Generationen hinweg überliefert.

Die Figur Mulan spielt auch in verschiedenen Filmen eine Rolle. Und Marco, Shi La und Luigi begegnen ihr auf ihrer Reise höchstpersönlich!