Kategorie: Wissen

12 Mai

Dschungel und Gebirge

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Im Himalaya bahnen sich Marco, Shi La und Luigi einen Weg über die Berge, und in Indien durchqueren sich den dichten Dschungel. Als echte Entdecker wissen sie dabei auch, wie diese Landschaften entstehen – und hier könnt ihr es nachlesen.

Tropisches Klima im Dschungel: feucht und warm

Die Tropen sind ein Gebiet rund um den Äquator, in dem es das ganze Jahr über warm ist: 25 Grad im Durchschnitt. Es gibt tropische Gebiete in Afrika, Südamerika und in Indien.

Bei dieser Wärme verdunstet viel Wasser aus dem Meer. Daraus entstehen Regenwolken. Diese werden vom Wind davongetragen, und deshalb kommt es auf die Windrichtung an, wo sich die Wolken abregnen. In den asiatischen Tropen ändert sich die Windrichtung dabei von einem halben Jahr zum nächsten. Im Winterhalbjahr werden kaum Regenwolken vom Meer über das Land geweht, im Sommerhalbjahr dafür umso mehr. Als Monsunregen bezeichnet man die extrem starken Regenfälle, die dann auf den Dschungel niedergehen. Die Wassermassen lassen die Pflanzen wachsen, sodass sie auch die darauf folgende Trockenzeit überstehen.

Gigantische Erdplatten, hohe Berge

Um zu verstehen, wie ein Gebirge entsteht, muss man wissen, dass das Innere der Erde flüssig ist. Nur die äußerste Schicht ist hart und bildet den Boden, auf dem wir stehen können. Aber diese äußerste Schicht ist nicht durchgehend, sondern besteht aus mehreren Stücken. Das sind die sogenannten tektonischen Platten. Diese großen Erdstücke treiben auf dem flüssigen Erdinneren. Dabei bewegen sie sich ganz, ganz langsam; meistens nur ein paar Millimeter im Jahr.

Berge entstehen, wenn zwei dieser Erdplatten aneinander stoßen. Dann drücken sich die Platten ganz langsam gegenseitig in die Höhe. Oder eine Platte schiebt sich über die andere und wird dabei nach oben gedrückt. Im Laufe vieler Jahrtausende entsteht auf diese Weise ein Gebirge: durch den Zusammenstoß von zwei riesigen Erdplatten.

Wenn dabei eine Platte unter die andere gedrückt wird, passiert außerdem noch etwas anderes. Unter der Erdoberfläche ist es so heiß, dass dann die untere Platte zu schmelzen beginnt. Das heiße, geschmolzene Gestein heißt Magma. Es sammelt sich an und wird immer mehr, je mehr die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Und irgendwann, wenn kein Platz mehr unter der Erdkruste ist, bricht das Magma (das an der oberfläche als Lava bezeichnet wird) ins Freie. Ein Vulkan entsteht. Viele Berge in den höchsten Gebirgen der Welt, wie dem Himalaya und den Anden, sind erloschene Vulkane.

05 Mai

Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

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Letztes mal haben wir euch schon zwei Arten von Wüsten erklärt: Die Binnenwüste und die Wendekreiswüste. Beide Arten haben Marco und seine Freunde schon bereist – und dabei festgestellt wie wichtig Regen für die Natur ist. Aber es gibt sogar noch zwei weitere Wüsten-Arten!

Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA, die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist.

Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.

07 Apr

Die Geschichte der Tattoos

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Lauter wilde Tattoos

Schau mal, was Luigi da auf den Armen hat! Wusstest du, dass es solche Tattoos schon sehr lange gibt?

Das älteste Tatto ist 12000 Jahre alt und wurde auf einer Mumie gefunden. Es ist schwer zu sagen, wer das erste Tattoo hatte.  Schließlich konnte man sie nicht – wie andere Kunstwerke – in ein Museum legen. Vermutlich hat es sich in jeder Ecke der Welt unabhängig entwickelt.

Es gibt mehrere Arten des traditionellen Tättowierens:

Adelige hatten oft teure Tattoos, die von den besten Künstlern gestochen wurden. Es wurden Zeichen verwendet, die den Rang und die Herkunft kennzeichneten.

Identifikationstattoos zeigten zum Beispiel, zu welchem Volk, Religion oder Beruf man gehörte. Und sie zeigten, welches Ansehen jemand mit dem entsprechenden Tattoo hatte.

Tattoos als Zeichen einer Leistung waren für Leute reserviert, die eine ausgezeichnete Leistung im Krieg, in einem Handwerk oder Heilverfahren erreicht hatten. Diese Tattoos waren wie Stempel im Reisepass: Beweis ihrer Fernreisen und Pilgerfahrten.

Tattoos wurden auch als Heilverfahren oder für die Verhinderung von Krankheiten benutzt, weil sich Abwehrkräfte durch die Wundheilung bilden. Ähnlich wie heute bei einer Impfung. Viele Mumien wurden mit tätowierten kleinen Punkten und Kreuzchen gefunden. Unter ihnen fand man Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis.

Rituelle Tattoos gibt es in allen Kulturen. Sie sollen Kraft, Glück, Vermögen und Ähnliches bringen. Aber auch vor Unglück oder Verzauberungen schützen. Wie ein Glücksbringer, den man immer dabei hat.

Dekorative Tattoos

Mit der Zeit geraten die ursprünglichen Bedeutungen von Tätowierungen oft in Vergessenheit. Heute werden die Muster nur noch verwendet, weil sie schön aussehen und den Menschen gefallen.

Und vielleicht hast du jetzt ja auch Lust, mal ein Tatto zu tragen – zumindest für ein paar Tage! Mit der Anleitung, die am Freitag nach Ostern kommt, kannst du dir coole temporäre Marco Polo Tattoos machen.

 

 

 

24 Feb

Chinesische Schminke

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Perfekt auch als Faschingskostüm

Mit Schminke im Stil der chinesischen Oper habt ihr im Handumdrehen ein ungewöhnliches Faschingskostüm für Kinder oder sogar für die ganze Familie. Denn für verschiedene Rollen gibt es unterschiedliche Schminke, wie ihr unten sehen könnt. So kann jedes Familienmitglied anders geschminkt werden und trotzdem passen am Ende alle zusammen. Den passenden Kopfschmuck dazu könnt ihr euch mit dieser Anleitung ebenfalls ganz leicht selber basteln!

Die Bedeutung der Farben

Die Schminke in der chinesischen Oper ist wie eine Art Code. Wer sich auskennt, kann jede Menge Informationen aus den Gesichtern der Schauspieler lesen. So verraten die Farben zum Beispiel, ob eine Person stark und gut oder böse und hinterlistig ist. Oft lässt sich sogar ablesen, ob die Geschichte für die jeweilige Figur ein gutes Ende nimmt.

Die wichtigsten Farben in der chinesischen Oper sind:

Rot – Mut, Treue, Heldenhaftigkeit
Violett – Weisheit, Tapferkeit
Blau – Stärke, Standhaftigkeit
Gelb – Hinterhältigkeit, Grausamkeit
Silber und Gold – Göttlichkeit, Magie

In der traditionellen chinesischen Oper wurden so übrigens nur Männer geschminkt. Denn sogar die Frauenrollen wurden von männlichen Schauspielern gespielt. So ist es auch kein Wunder, dass Marco in der Folge „Tumult in der Oper von Nianxia“ plötzlich als Prinzessin Kirschblüte auf der Bühne steht – natürlich rot geschminkt für Mut und Heldenhaftigkeit.

So wird’s gemacht

Foto von istolethetv: http://bit.ly/2jmrqTn

Foto von istolethetv (http://bit.ly/2jmrqTn)

Neben der Farbe eurer Wahl braucht ihr noch weiße und schwarze Schminke. Als erstes tragt ihr dann eine ordentlich dicke Schicht weiße Farbe auf euer ganzes Gesicht auf. Sogar auf die Lippen und die Augenbrauen. Dann kommt die schwarze Schminke zum Einsatz: Fangt ganz am inneren Rand eurer Augenbraue – also direkt über der Nase – an. Von dort aus zieht ihr eine leicht geschwungene Linie, die ein paar Zentimeter über den Ohren am Haaransatz endet. Das wiederholt ihr dann auf der anderen Gesichtshälfte.

Nun braucht ihr die bunte Schminke. Umrandet damit zuerst den Bereich, den ihr später ausmalt. Damit fangt ihr am Anfang der schwarzen Augenbrauenlinie an und geht dann entlang der Nase nach unten, bis knapp unter die Augen.  Anschließend zieht ihr den unteren Rand entlang eurer Wangenknochen nach außen. Diese Linie endet ungefähr auf höhe eurer Ohren. Die Fläche innerhalb der farbigen Linien könnt ihr jetzt komplett mit der Farbe ausfüllen. Wenn ihr die Farbe nach unten hin ein wenig mit der weißen Schminke vermischt, ergibt das einen schönen Übergang.

Jetzt umrandet ihr noch eure Augen mit schwarzer Schminke. Am äußeren Rand zieht ihr die Linie vom Augenlid aus dabei noch ein Stück weiter. Das betont die Augen und sorgt in der chinesischen Oper dafür, dass die Gefühle der Figuren auf der Bühne besser zur Geltung kamen.

Zum Schluss kommt noch der Mund. Die Lippen werden knallrot geschminkt – aber Achtung, nicht die ganzen Lippen! Die rot nachgemalte Form sollte etwas kleiner sein als eure Lippen. Außerdem dürft ihr hier gerne etwas übertreiben und die Unterlippe wie einen kleinen Halbkreis formen.

Fertig ist eure Faschingsschminke!

Wenn ihr dunkle Haare habt, könnt ihr außerdem noch mit der schwarzen Farbe euer Gesicht abgrenzen. Schminkt dazu je eine dunkle Linie links und Rechts am Rand des Gesichts; vom Haaransatz bis  unter die Ohren. Dann könnt ihr auf der Stirn noch eine dunkle Wellenlinie am Haaransatz auftragen. So wird es auch in der chinesischen Oper gemacht, aber bei hellen Haaren sieht es meistens besser aus, wenn ihr diese dunkle Umrandung weglasst.

10 Feb

Chinesisch lernen

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Chinesisch lernen mit Shi La

„Spreche ich Chinesisch?!“, sagt man manchmal entrüstet, wenn jemand einfach nicht versteht, was man meint. Doch ein bisschen Chinesisch lernen ist gar nicht so schwer! Auch wenn die Sprache oft als schwierig gilt, zeigt euch Shi La wie ihr euch auf Chinesisch vorstellt, erklärt euch die Zahlen von eins bis zehn und gibt auch sonst noch nützliche Tipps.

Geschrieben wird Chinesisch – na klar – mit chinesischen Schriftzeichen. Davon gibt es insgesamt ungefähr 87.000 – aber keine Angst, die meisten davon werden kaum verwendet. Wer 3000 bis 5000 Schriftzeichen beherrscht, kann alles lesen, was man im Alltag braucht.

Ein Wort – mehrere Bedeutungen?

Eine weitere Besonderheit der chinesichen Sprache sind außerdem die Betonungen. Eine Silbe wie „Ma“ kann auf vier verschiedene Arten betont werden. So heißt zum Beispiel mit gleichbleibender Betonung „Mutter“; heißt aber „Pferd“. Wie ihr etwas betonen müsst, zeigt euch die kleine Linie über dem Buchstaben. Ein gerader Strich heißt dass ihr die Silbe lang und hoch sprecht. Ein bisschen wie beim Singen. Der Strich nach rechts oben bedeutet, dass man tief anfängst und dann höher wird. Wie wenn ihr im Deutschen eine Frage stellt. Beim Häckchen macht die Stimme eine Art Schlenker, bei der die Stimmlage erst tiefer und dann wieder höher wird. Und der Strich nach links oben heißt dass ihr ganz schnell die Stimme nach unten fallen lasst. Wie wenn ihr wütend seid und jemandem etwas befehlt. Ob deswegen schimpfen heißt?

Einfache Sätze

Heute lernen wir zusammen mit Shi La ein paar erste Worte, nachdem Marco und Luigi letzte Woche schon ihre Muttersprache Italienisch vorgestellt haben. Das j wird im chinesischen übrigens als „dsch“ gesprochen.

Hallo! = 你好 = nǐ hǎo!
Tschüss! = 再见 = zài jiàn!
Ich heiße … = 我叫 = wǒ jiào…
Wie heißt du? = 你叫什么?= nǐ jiào shén mē?
Ich bin … Jahre alt. 今年 = Wǒ jīnnián … suì.

chinesisch lernen mit shi la1 = 一 = yī
2 = 二 = èr
3 = 三 = sān
4 = 四 = sì
5 = 五 = wǔ
6 = 六 = lìu
7 = 七 = qī
8 = 八 = bā
9 = 九 = jǐu
10 = 十 = shí

 

03 Feb

Italienisch lernen

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Italienisch lernen: Die Sprache des echten Marco Polo

In der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ sprechen unsere Helden und alle, denen sie begegnen, dieselbe Sprache. In Wirklichkeit jedoch wäre es viel schwieriger, sich auf einer Reise wie der von Marco zu verständigen. Denn in verschiedenen Ländern werden unterschiedliche Sprachen gesprochen – in manchen Ländern sogar mehr als eine! In Indien zum Beispiel gibt es fast 40 verschiedene Sprachen, die ganz unterschiedlich sind.

Doch sowohl Marco als auch Luigi würden Italienisch sprechen, denn die beiden kommen aus Venedig in Italien. 65 Millionen Menschen weltweit sprechen Italienisch. Und ein paar Wörter Italienisch lernen ist auch gar nicht schwer! Manchmal schreiben sich die Worte anders, als sie ausgesprochen werden, aber wenn das der Fall ist, steht dahinter in Klammern, wie ihr das Wort richtig betont.

Hallo! / Tschüss! = Ciao! (gesprochen wie: Tschiao)
Ich heiße … = Mi chiamo … (gesprochen wie: Mi tjiamo …)
Wie heißt du? = Come ti chiami? (gesprochen wie: kome ti tjiami?)
marco_aufsteller_smallIch bin … Jahre alt. = Ho … anni. (gesprochen wie: O … anni)

1 = uno
2 = due (gesprochen wie: du-e)
3 = tre
4 = quattro
5 = cinque (gesprochen wie: tschinque)
6 = sei (gesprochen wie: se-i)
7 = sette
8 = otto
9 = nove (gesprochen wie: nowe)
10 = dieci (gesprochen wie: dietschi)

Probiert es aus – vielleicht könnt ihr mit eurem Wissen glänzen, wenn ihr das nächste Mal Italienisch essen geht oder in den Urlaub fahrt.

Hier bringt euch außerdem Shi La ein paar Worte Chinesisch bei.

13 Jan

Marco Polos Welt: im Himalaya

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Enorme Höhen und eisige Kälte

Die Gipfel des höchsten Gebirges der Welt zu erklimmen, ist auch heute noch eine Herausforderung, doch Marco Polo überquerte den Himalaya schon im 13. Jahrhundert. Das Himalaya Gebirge ist ein Ort großer Extreme:

  • der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt
  • im Winter kann es dort bis zu minus 60 Grad kalt werden
  • der Himalaya wächst noch immer in die Höhe

Etwa einen Zentimeter wird das Gebirge pro Jahr höher. Das klingt vielleicht nach nicht viel – doch in den rund 700 Jahren, die seit den Zeiten des echten Marco Polo vergangen sind, macht das immerhin 7 Meter Unterschied.

Das liegt daran, dass sich auf der Oberfläche der Erde große Landmassen hin und her bewegen. Diese Landmassen heißen tektonische Platten. Sie können auch unter Wasser liegen. Am Fuße des Himalaya Gebirges schiebt sich ganz langsam die Platte, auf der Indien liegt, unter die Platte, auf der sich der Rest Asiens befindet. Dadurch faltet sich die Erde auf und die Berge werden immer höher.

Marco Polo Schaf und Himalaya Bär

Marco Polo Schaf

Das Marco-Polo-Schaf ist Luigi nicht geheuer

Wenn ihr die Marco Polo Folge „Im Schneesturm über den Himalaya“ kennt, wisst ihr, dass es in den Bergen des Himalaya auch interessante Tiere gibt. Für echte „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“-Fans ist dabei das Marco-Polo-Schaf natürlich etwas ganz besonderes. Denn tatsächlich war es Marco Polo, der diese Tierart in seinem Reisebericht zum allerersten Mal beschrieb. Und das Marco-Polo-Schaf verteidigt auch einen eigenen Rekord: Es hat größere Hörner als alle anderen Schafe auf der Welt. Fast zwei Meter lang können seine Hörner werden!

Dagegen wirkt der Himalaya-Bär, dem unsere Helden in der Serie ebenfalls begegnen, gar nicht so ungewöhnlich. Er ist mit dem Braunbär verwandt, auch wenn seine Spuren früher manchmal für die Fußabdrücke des Yetis gehalten wurden. Der Yeti allerdings ist leider nur ein Fabelwesen. Einen echten Schneemenschen gibt es im Himalaya-Gebirge leider nicht.

07 Okt

Nussschalen-Schiffe

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Schon zu Marco Polos Zeiten gab es unzählige verschiedene Arten von Schiffen. Manche waren wendig wie die arabische Dau, andere schnell wie die chinesische Dschunke. Wieder andere, wie das europäische Segelschiff, konnten problemlos lange Strecken zurücklegen. Entscheidend dabei war zum einen die Form des Schiffskörpers und zum anderen das Segel. Und all diese verschiedenen Schiffsarten lassen sich – in ganz klein – auch aus Nussschalen basteln.

Ausgefallene Nussschalen-Schiffe

Das Wallnussschalen gut schwimmen, ist kein großes Geheimnis. Deshalb lassen sich daraus auch sehr gut kleine Schiffchen basteln. Dazu muss man nur vorsichtig die Nuss knacken, sodass die Hälften nicht zerbrechen. Anschließend wird ein Zahnstocher-Segelmast mit etwas Kleber im Inneren befestigen. Richtig spannend wird es aber, wenn aus einfachen Nussschalen-Schiffen tatsächlich Dschunken, Dauen, Wikinger- oder Handelsschiffe werden. So funktioniert es:

Material für alle drei Nussschalen-Schiffe:

2 Wallnüsse
Flüssigkleber
3 Zahnstocher
Papier
Schere

Chinesische Dschunke

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Das Besondere an unserer Nussschalen Dschunke ist das Segel. Bei echten Dschunken werden Bambusstäbe in die Segel eingenäht,  sodass sich der Stoff leicht zusammenraffen lässt. Durch die unebene Oberfläche, die so entsteht, hat der Wind besonders viel Angriffsfläche. Das macht das Schiff schneller.

chinesische Dschunke

Für unsere Mini-Dschunke nehmen wir ein rechteckiges Stück Papier und falten es entlang der kürzeren Seite einen Fächer: Einen Streifen umknicken, das Blatt wenden, wieder einen Streifen umknicken … so lange, bis das ganze Papier gefaltet ist. Jetzt stecht ihr mit dem Zahnstocher vorsichtig einmal oben und einmal unten durch das Papier. Fädelt den „Masten“ hindurch und klebt ihn in die Nussschale.

Neben den kleineren, schnellen Dschunken, die auf Flüssen benutzt wurden, gab es früher sogar hochseetüchtige Riesen in dieser Bauart. So eine große Dschunke konnte dann bis zu 4000 Tonnen Gewicht laden. Das heißt, damit ließen sich ohne Probleme mehr als 1200 Menschen befördern!

Arabische Dau

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Der Begriff „Dau“ bezeichnet eine ganze Reihe unterschiedlicher Schiffe. Das schräge Segel haben sie allerdings alle gemeinsam. Ursprünglich stammen diese Schiffe wohl aus Indien, verbreiteten sich jedoch bald auch im arabischen Raum.

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Um ein Dau-Segel zu bekommen, schneidet ihr das Papier in die Form eines Dreiecks. Dabei sollte eine Seite fast so hoch sein wie der „Mast“. Die anderen beiden Seiten werden etwas länger. Mit dem Zahstocher piekst ihr oben und unten in die kurze Seite, um das Segel zu befestigen.

 

Europäisches Segelschiff

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Auch in Europa gab und gibt es natürlich viele verschiedene Segelformen. Aber unter den Nussschalen-Booten ist dieses wohl der Klassiker: Das einfache rechteckige Segel. Es ist ein wenig länger als hoch und der Mast wird in der Mitte befestigt.

Welches der Nusschalen-Schiffe gefällt euch am besten?

Und welches schwimmt am schnellsten und am weitesten?

Probiert es einfach aus!

09 Sep

Marco Polos Welt: 1001 Nacht

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Geschichten in Geschichten

Die Ursprünge der Geschichten aus 1001 Nacht sind alt; sehr alt. So alt, dass sich kaum noch nachvollziehen lässt, woher die Erzählungen genau stammen. Heute gehen wir davon aus, dass die Vorlage für 1001 Nacht aus dem indischen Raum kommt. Dort entstand sie um das Jahr 250 herum. Dafür spricht vor allem die Erzählform, die in dieser Zeit oft in Indien vorkam: die Rahmengeschichte, also eine Geschichte, die um eine andere Geschichte herum erzählt wird.

Scheherazade

Scheherazade erzählt

Im Fall von 1001 einer Nacht bildet die Erzählung um Scheherazade diesen Rahmen. Scheherazade gab es niemals wirklich. Die Geschichte davon, dass sie dem Herrscher ihrer Stadt jede Nacht eine neue Erzählung bieten musste, ist genau das – eine Geschichte.

Dafür, warum sie immer wieder den Herrscher besucht, gibt es verschiedene Erklärungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen hohen Preis bezahlen müsste, falls ihr Zuhörer das Interesse verliert. Deshalb bekommt sie manchmal Hilfe von jemandem, der ihr heimlich neue Geschichten bringt. Oft ist das eine Schwester, doch in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist es ihr Bruder, der Dieb von Bagdad.

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Die Figur des Diebes beruht auf einer anderen Erzählung aus 1001 Nacht. „Aladin und die Wunderlampe“ hat denselben Ursprung. Allerdings war die Geschichte um Aladin, ebenso wie „Sindbad“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ in der ursprünglichen Geschichtensammlung gar nicht vorhanden. Vielmehr wurden diese Texte von Übersetzern hinzugefügt, denn übersetzt wurde 1001 Nacht sehr oft – erst ins Persische, dann ins Arabische, dann in unterschiedliche europäische Sprachen. Teilweise wurden die europäischen Übersetzungen sogar wieder ins Arabsiche zurück übersetzt!

1001 Nacht in der Marco Polo App

Welche die ersten 1001 Geschichten waren, die in der Sammlung von 1001 Nacht zusammen getragen wurden, oder ob es überhaupt von Anfang an 1001 Geschichten waren, das weiß niemand.

Sicher ist nur, dass jede Nacht eine weitere spannende Erzählung bereit hält – und jede Folge Marco Polo ein neues Abenteuer.

In der vierten Marco Polo App könnt ihr Scheherazade und dem Dieb von Bagdad begegnen und in den Zauber  von 1001 Nacht eintauchen.

Die App gibt es zum Download bei iTunes und bei GooglePlay.