Kategorie: Wissen

28 Apr

Wie entstehen Wüsten? – Teil 1

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Marco, Shi La und Luigi durchqueren auf ihrer Reise die verschiedensten Landschaften – von der glühend heißen Wüste, über den feucht-warmen Dschungel, bis hin zu verschneiten Gebirgen. Aber wieso sind diese Gebiete eigentlich so unterschiedlich? Wie entstehen sie? Wir erklären es euch und fangen heute mit den Wüsten an.

Was ist eine Wüste?

Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem es so trocken ist, dass dort kaum Pflanzen wachsen. In einem ganzen Jahr fallen in einer Wüste nur 50ml Regen auf einen Quadratmeter Boden. In ein ganz normales Trinkglas passt vier Mal so viel Wasser, wie es in so einer Wüste gibt.

In vielen dieser Wüsten ist es außerdem sehr warm und der Boden enthält nur sehr wenige Nährstoffe. Es gibt aber auch ganz andere, kalte Wüsten. Denn auch im ewigen Eis am Nord- und Südpol wachsen keine Pflanzen. Diese Gebiete werden Eiswüsten genannt.

Wir beschäftigen uns aber mit den warmen Stein- und Sandwüsten. Von ihnen gibt es vier unterschiedliche Arten, die auf verschiedene Weisen entstehen: Wüsten in Äquatornähe, Wüsten weit weg vom Meer, Wüsten ganz nah am Meer, und Wüsten hinter Bergen.

Wüsten in Äquatornähe

Wie entstehen Wüsten - Sahara

Die Sahara ist eine typische Wendekreiswüste. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Äquator ist eine gedachte Linie, die wie ein Gürtel genau um die Mitte der Erdkugel herum verläuft. Dieser Teil der Erde ist besonders nah an der Sonne, weshalb es sehr warm dort ist. Die Hitze lässt Wasser verdampfen und nach oben steigen: Es entstehen Regenwolken. Doch diese Regenwolken regenen sich über dem Äquator wieder ab, sobald sie höhere und kältere Luftschichten erreichen. In diesen oberen Luftschichten bleibt also nur trockene Luft – und die weht in die Gebiete nördlich und südlich des Äquators. Dort drehen sich die Luftströme so, dass sie das ganze Jahr über als heißer, trockener Wind über die Landschaft fegen. Dadurch wird die Gegend zur Wüste.

Weil das Gebiet, in dem sich die trockenen Luftströme drehen, auch als Wendekreis bezeichnet wird, nennt man diese Art der Wüste Wendekreiswüste. Die bekannteste und größte Wendekreiswüste auf der Welt ist die Sahara in Nordafrika.

Wüsten weit weg vom Meer

Die Wüste Gobi ist als Binnenwüste von Landmassen umgeben. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Regenwolken entstehen über dem Meer, wenn dort Wasser von der Sonne verdampft wird. Doch manche Gebiete sind einfach so weit vom Meer entfernt, dass die Wolken sich abregnen und auflösen, bevor sie dort ankommen. Das sind die sogenannten Binnenwüsten. Die größte von ihnen ist die Wüste Gobi in Asien. Aber auch die Wüste Lop Nur, die Marco und seine Freunde in Folge 17 zusammen mit Sindbad durchqueren, ist eine Binnenwüste.

Neben der Lage in der Mitte großer Kontinente, unabhängig von der Entfernung zu Äquator, gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen Binnen- und Wendekreiswüsten. Denn während es in Wendekreiswüsten immer sehr warm ist, gibt es in Binnenwüsten Jahreszeiten. Im Sommer herrscht dort sengende Hitze; im Winter eisige Kälte. Nur eins bleibt trotzdem immer gleich: Es regnet so gut wie nie.

Das gilt auch für die beiden Wüsten-Arten, um die es in unserem nächsten Beitrag geht: die Wüsten ganz nah am Meer und die Wüsten hinter Bergen.

07 Apr

Die Geschichte der Tattoos

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Lauter wilde Tattoos

Schau mal, was Luigi da auf den Armen hat! Wusstest du schon, dass es solche Tattoos schon sehr lange gibt?

Das älteste Tatto ist 12000 Jahre alt und wurde auf einer Mumie gefunden. Das Tätowieren lässt sich schwer datieren, weil Tattoos gemeinsam mit ihren Trägern leben und sterben. Es hat sich in jeder Ecke der Welt unabhängig entwickelt.

Es gibt mehrere Arten des traditionellen Tättowierens:

Adelige Tattoos waren die Teuersten, weil sie von den besten Künstlern gestochen wurden. Es wurden Zeichen verwendet, die den Rang und die Herkunft kennzeichneten.

Identifikationstattoos bezeichneten die Angehörigkeit zu einem bestimmten Volk, Religion, Profession oder Ideologie und zeigten welches Ansehen jemand mit dem entsprechenden Tattoo hatte.

Tattoos als Zeichen einer Leistung waren für Leute reserviert, die eine ausgezeichnete Leistung im Krieg, in einem Handwerk oder Heilverfahren erreicht hatten. Diese Tattoos waren wie Stempel im Reisepass: Beweis ihrer Fernreisen und Pilgerfahrten.

Tattoos als Therapie wurden verwendet als Heilverfahren oder für die Verhinderung von Krankheiten, weil sich Abwehrkräfte durch die Wundheilung bilden. Dazu musste man mit Nadeln die Farbe unter die Haut bringen. Viele Mumien wurden mit tätowierten kleinen Punkten und Kreuzchen gefunden. Unter ihnen fand man Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis.

Rituelle Tattoos sind mit allen Kulturen verbunden. Sie sollen Kraft, Glück, Vermögen und Ähnliches bringen. Aber auch vor Unglück, Verzauberung, usw. beschützen.

Dekorative Tattoos

Mit der Zeit geraten die ursprünglichen Bedeutungen von Tätowierungen oft in Vergessenheit. Heute werden die Muster nur noch weiter verwendet, weil sie schön aussehen und den Menschen gefallen.

Und vielleicht hast du jetzt ja auch Lust, mal ein Tatto zu tragen – zumindest für ein paar Tage! Mit der Anleitung, die am Freitag nach Ostern kommt, kannst du dir coole temporäre Marco Polo Tattoos machen.

 

 

 

24 Feb

Chinesische Schminke

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Perfekt auch als Faschingskostüm

Mit Schminke im Stil der chinesischen Oper habt ihr im Handumdrehen ein ungewöhnliches Faschingskostüm für Kinder oder sogar für die ganze Familie. Denn für verschiedene Rollen gibt es unterschiedliche Schminke, wie ihr unten sehen könnt. So kann jedes Familienmitglied anders geschminkt werden und trotzdem passen am Ende alle zusammen. Den passenden Kopfschmuck dazu könnt ihr euch mit dieser Anleitung ebenfalls ganz leicht selber basteln!

Die Bedeutung der Farben

Die Schminke in der chinesischen Oper ist wie eine Art Code. Wer sich auskennt, kann jede Menge Informationen aus den Gesichtern der Schauspieler lesen. So verraten die Farben zum Beispiel, ob eine Person stark und gut oder böse und hinterlistig ist. Oft lässt sich sogar ablesen, ob die Geschichte für die jeweilige Figur ein gutes Ende nimmt.

Die wichtigsten Farben in der chinesischen Oper sind:

Rot – Mut, Treue, Heldenhaftigkeit
Violett – Weisheit, Tapferkeit
Blau – Stärke, Standhaftigkeit
Gelb – Hinterhältigkeit, Grausamkeit
Silber und Gold – Göttlichkeit, Magie

In der traditionellen chinesischen Oper wurden so übrigens nur Männer geschminkt. Denn sogar die Frauenrollen wurden von männlichen Schauspielern gespielt. So ist es auch kein Wunder, dass Marco in der Folge „Tumult in der Oper von Nianxia“ plötzlich als Prinzessin Kirschblüte auf der Bühne steht – natürlich rot geschminkt für Mut und Heldenhaftigkeit.

So wird’s gemacht

Foto von istolethetv: http://bit.ly/2jmrqTn

Foto von istolethetv (http://bit.ly/2jmrqTn)

Neben der Farbe eurer Wahl braucht ihr noch weiße und schwarze Schminke. Als erstes tragt ihr dann eine ordentlich dicke Schicht weiße Farbe auf euer ganzes Gesicht auf. Sogar auf die Lippen und die Augenbrauen. Dann kommt die schwarze Schminke zum Einsatz: Fangt ganz am inneren Rand eurer Augenbraue – also direkt über der Nase – an. Von dort aus zieht ihr eine leicht geschwungene Linie, die ein paar Zentimeter über den Ohren am Haaransatz endet. Das wiederholt ihr dann auf der anderen Gesichtshälfte.

Nun braucht ihr die bunte Schminke. Umrandet damit zuerst den Bereich, den ihr später ausmalt. Damit fangt ihr am Anfang der schwarzen Augenbrauenlinie an und geht dann entlang der Nase nach unten, bis knapp unter die Augen.  Anschließend zieht ihr den unteren Rand entlang eurer Wangenknochen nach außen. Diese Linie endet ungefähr auf höhe eurer Ohren. Die Fläche innerhalb der farbigen Linien könnt ihr jetzt komplett mit der Farbe ausfüllen. Wenn ihr die Farbe nach unten hin ein wenig mit der weißen Schminke vermischt, ergibt das einen schönen Übergang.

Jetzt umrandet ihr noch eure Augen mit schwarzer Schminke. Am äußeren Rand zieht ihr die Linie vom Augenlid aus dabei noch ein Stück weiter. Das betont die Augen und sorgt in der chinesischen Oper dafür, dass die Gefühle der Figuren auf der Bühne besser zur Geltung kamen.

Zum Schluss kommt noch der Mund. Die Lippen werden knallrot geschminkt – aber Achtung, nicht die ganzen Lippen! Die rot nachgemalte Form sollte etwas kleiner sein als eure Lippen. Außerdem dürft ihr hier gerne etwas übertreiben und die Unterlippe wie einen kleinen Halbkreis formen.

Fertig ist eure Faschingsschminke!

Wenn ihr dunkle Haare habt, könnt ihr außerdem noch mit der schwarzen Farbe euer Gesicht abgrenzen. Schminkt dazu je eine dunkle Linie links und Rechts am Rand des Gesichts; vom Haaransatz bis  unter die Ohren. Dann könnt ihr auf der Stirn noch eine dunkle Wellenlinie am Haaransatz auftragen. So wird es auch in der chinesischen Oper gemacht, aber bei hellen Haaren sieht es meistens besser aus, wenn ihr diese dunkle Umrandung weglasst.

10 Feb

Chinesisch lernen

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Chinesisch lernen mit Shi La

„Spreche ich Chinesisch?!“, sagt man manchmal entrüstet, wenn jemand einfach nicht versteht, was man sagt. Doch ein bisschen Chinesisch lernen ist gar nicht so schwer! Auch wenn die Sprache oft als schwierig gilt, zeigt euch Shi La, wie ihr euch auf Chinesisch vorstellt, erklärt euch die Zahlen von eins bis zehn, und gibt auch sonst noch nützliche Tipps.

Geschrieben wird Chinesisch – na klar – mit chinesischen Schriftzeichen. Davon gibt es insgesamt ungefähr 87.000 – aber keine Angst, die meisten davon werden kaum verwendet. Wer 3000 bis 5000 Schriftzeichen beherrscht, kann alles lesen, was man im Alltag braucht. Eine weitere Besonderheit der chinesichen Sprache sind außerdem die Betonungen. Eine Silbe wie „Ma“ kann auf vier verschiedene Arten betont werden. Entweder die Stimme bleibt beim Sprechen immer gleich, sie steigt am Ende nach oben, fällt ab, oder macht eine Art schlenker, bei der die Stimmlage erst tiefer und dann wieder höher wird. So heißt zum Beispiel mit gleichbleibender Betonung „Mutter“; mit erst abfallender und dann ansteigender Betonung heißt aber „Pferd“.

Heute lernen wir zusammen mit Shi La ein paar erste Worte, nachdem Marco und Luigi letzte Woche schon ihre Muttersprache Italienisch vorgestellt haben.

Hallo! = 你好 = nǐ hǎo!
Tschüss! = 再见 = zài jiàn!
Ich heiße … = 我叫 = wǒ jiào…
Wie heißt du? = 你叫什么?= nǐ jiào shén mē?
Ich bin … Jahre alt. 今年 = Wǒ jīnnián … suì.

chinesisch lernen mit shi la1 = 一 = yī
2 = 二 = èr
3 = 三 = sān
4 = 四 = sì
5 = 五 = wǔ
6 = 六 = lìu
7 = 七 = qī
8 = 八 = bā
9 = 九 = jǐu
10 = 十 = shí

 

03 Feb

Italienisch lernen

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Italienisch lernen: Die Sprache des echten Marco Polo

In der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ sprechen unsere Helden und alle, denen sie begegnen, dieselbe Sprache. In Wirklichkeit jedoch wäre es viel schwieriger, sich auf einer Reise wie der des jungen Marco Polo zu verständigen. Denn in verschiedenen Ländern werden unterschiedliche Sprachen gesprochen – in manchen Ländern sogar mehr als eine! In Indien zum Beispiel gibt es fast 40 verschiedene Sprachen, die ganz unterschiedlich sind.

Doch sowohl Marco als auch Luigi würden Italienisch sprechen, denn die beiden kommen aus Venedig in Italien. 65 Millionen Menschen weltweit sprechen Italienisch. Und ein paar Wörter Italienisch lernen ist auch gar nicht schwer! Manchmal schreiben sich die Worte anders, als sie ausgesprochen werden, aber wenn das der Fall ist, steht dahinter in Klammern, wie ihr das Wort richtig betont.

Hallo! / Tschüss! = Ciao! (gesprochen wie: Tschiao)
Ich heiße … = Mi chiamo … (gesprochen wie: Mi tjiamo …)
Wie heißt du? = Come ti chiami? (gesprochen wie: kome ti tjiami?)
marco_aufsteller_smallIch bin … Jahre alt. = Ho … anni. (gesprochen wie: O … anni)

1 = uno
2 = due (gesprochen wie: du-e)
3 = tre
4 = quattro
5 = cinque (gesprochen wie: tschinque)
6 = sei (gesprochen wie: se-i)
7 = sette
8 = otto
9 = nove (gesprochen wie: nowe)
10 = dieci (gesprochen wie: dietschi)

Probiert es aus – vielleicht könnt ihr mit eurem Wissen glänzen, wenn ihr das nächste Mal Italienisch essen geht oder in den Urlaub fahrt.

Hier bringt euch außerdem Shi La ein paar Worte Chinesisch bei.

13 Jan

Marco Polos Welt: im Himalaya

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Enorme Höhen und eisige Kälte

Die Gipfel des höchsten Gebirges der Welt zu erklimmen, ist auch heute noch eine Herausforderung, doch Marco Polo überquerte den Himalaya schon im 13. Jahrhundert. Das Himalaya Gebirge ist ein Ort großer Extreme:

  • der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt
  • im Winter kann es dort bis zu minus 60 Grad kalt werden
  • der Himalaya wächst noch immer in die Höhe

Etwa einen Zentimeter wird das Gebirge pro Jahr höher. Das klingt vielleicht nach nicht viel – doch in den rund 700 Jahren, die seit den Zeiten des echten Marco Polo vergangen sind, macht das immerhin 7 Meter Unterschied.

Das liegt daran, dass sich auf der Oberfläche der Erde große Landmassen hin und her bewegen. Diese Landmassen heißen tektonische Platten. Sie können auch unter Wasser liegen. Am Fuße des Himalaya Gebirges schiebt sich ganz langsam die Platte, auf der Indien liegt, unter die Platte, auf der sich der Rest Asiens befindet. Dadurch faltet sich die Erde auf und die Berge werden immer höher.

Marco Polo Schaf und Himalaya Bär

Marco Polo Schaf

Das Marco Polo Schaf ist Luigi nicht geheuer

Wenn ihr die Marco Polo Folge „Im Schneesturm über den Himalaya“ kennt, wisst ihr, dass es in den Bergen des Himalaya auch interessante Tiere gibt. Für echte „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ Fans ist dabei das Marco Polo Schaf natürlich etwas ganz besonderes. Denn tatsächlich war es Marco Polo, der diese Tierart in seinem Reisebericht zum allerersten Mal beschrieb. Und das Marco Polo Schaf verteidigt auch einen eigenen Rekord: Es hat größere Hörner als alle anderen Schafe auf der Welt. Fast zwei Meter lang können Himalaya Schaf Hörner werden!

Dagegen wirkt der Himalaya Bär, dem unsere Helden in der Serie ebenfalls begegnen, gar nicht so ungewöhnlich. Er ist mit dem Braunbär verwandt, auch wenn seine Spuren früher manchmal für die Fußabdrücke des Yetis gehalten wurden. Der Yeti allerdings ist leider nur ein Fabelwesen. Einen echten Schneemenschen gibt es im Himalaya Gebirge leider nicht.

09 Sep

Marco Polos Welt: 1001 Nacht

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Geschichten in Geschichten

Die Ursprünge der Geschichten aus 1001 Nacht sind alt; sehr alt. So alt, dass sich kaum noch nachvollziehen lässt, woher die Erzählungen genau stammen. Heute gehen wir davon aus, dass die Vorlage für 1001 Nacht aus dem indischen Raum kommt. Dort entstand sie um das Jahr 250 herum. Dafür spricht vor allem die Erzählform, die in dieser Zeit oft in Indien vorkam: die Rahmengeschichte, also eine Geschichte, die um eine andere Geschichte herum erzählt wird.

Scheherazade

Scheherazade erzählt

Im Fall von 1001 einer Nacht bildet die Erzählung um Scheherazade diesen Rahmen. Scheherazade gab es niemals wirklich. Die Geschichte davon, dass sie dem Herrscher ihrer Stadt jede Nacht eine neue Erzählung bieten musste, ist genau das – eine Geschichte.

Dafür, warum sie immer wieder den Herrscher besucht, gibt es verschiedene Erklärungen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass sie einen hohen Preis bezahlen müsste, falls ihr Zuhörer das Interesse verliert. Deshalb bekommt sie manchmal Hilfe von jemandem, der ihr heimlich neue Geschichten bringt. Oft ist das eine Schwester, doch in „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist es ihr Bruder, der Dieb von Bagdad.

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

Die Figur des Diebes beruht auf einer anderen Erzählung aus 1001 Nacht. „Aladin und die Wunderlampe“ hat denselben Ursprung. Allerdings war die Geschichte um Aladin, ebenso wie „Sindbad“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“ in der ursprünglichen Geschichtensammlung gar nicht vorhanden. Vielmehr wurden diese Texte von Übersetzern hinzugefügt, denn übersetzt wurde 1001 Nacht sehr oft – erst ins Persische, dann ins Arabische, dann in unterschiedliche europäische Sprachen. Teilweise wurden die europäischen Übersetzungen sogar wieder ins Arabsiche zurück übersetzt!

1001 Nacht in der Marco Polo App

Welche die ersten 1001 Geschichten waren, die in der Sammlung von 1001 Nacht zusammen getragen wurden, oder ob es überhaupt von Anfang an 1001 Geschichten waren, das weiß niemand.

Sicher ist nur, dass jede Nacht eine weitere spannende Erzählung bereit hält – und jede Folge Marco Polo ein neues Abenteuer.

In der vierten Marco Polo App könnt ihr Scheherazade und dem Dieb von Bagdad begegnen und in den Zauber  von 1001 Nacht eintauchen.

Die App gibt es zum Download bei iTunes und bei GooglePlay.

05 Aug

Zahlenbilder

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Punkte verbinden und Tiere sichtbar machen

Hinter dem Punkte-und-Zahlen-Durcheinander in jedem dieser Bilder hat sich ein Tier versteckt! Verbindet die Punkte in den Zahlenbildern miteinander um zu erkennen, welches Tier das ist. Der Anfang ist natürlich immer bei der 1 – aber dann wird es kniffelig.

Mit ein bisschen Hilfe könnt ihr hier sogar neue Zahlen lernen und das Zählen üben.

Noch mehr Zahlenbilder findet ihr übrigens hier.

Arabische und römische Zahlen

Wusstet ihr, dass die Zahlen, die wir heute benutzen, ursprünglich im indisch-arabischen Raum erfunden wurden? Erst im 12. Jahrhundert brachte ein italienischer Reisender sie mit nach Europa. Das war allerdings nicht Marco Polo, sondern ein Mann namens Leonardo Fibonacci.

Bevor sich unsere heutigen Zahlen durchsetzten, gab es viele andere Arten, um Zahlen zu schreiben. Eine davon sind römische Ziffern. Das sah dann so aus:

Was Marco wohl gerade schreibt? Oder löst er vielleicht ein Zahlenrätsel?

Was Marco wohl gerade schreibt? Oder löst er auch ein Zahlenrätsel?

1 – I
2 – II
3 – III
4 – IV
5 – V
6 – VI
7 – VII
8 – VIII
9 – IX
10 – X

Habt ihr solche Zahlen schon mal gesehen? Ihr findet sie zum Beispiel in Inschriften an alten, wichtigen Gebäuden, wo sie das Jahr angeben, in dem das Haus gebaut wurde. Auch heute werden römische Ziffern manchmal noch verwendet, obwohl sich die arabischen Zahlen längst durchgesetzt haben.

15 Apr

Marco Polo App: Gefängnis-Graffiti

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Die zweite App von „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ ist draußen und diesmal geht es unter anderem nach Akkon. Hier könnt ihr im Spiel auf Erkundungstour gehen – und euch sogar auf den Wänden der antiken Stadt verewigen!

In der alten Hafenstadt Akkon tummelten sich zu Marco Polos Zeit Kaufleute, Pilger, Gelehrte und natürlich die Kreuzritter und sorgten auf den Märkten für reges Treiben und Vermischung der Kulturen. In Europa heiß begehrte Luxuswaren waren hier günstig zu haben, so dass Münzen gegen Seide, Gewürze, Schmuck, Edelsteine und vieles mehr getauscht wurden. Für die Pilger gab es sogar richtige Touristenstände mit Souvenirs,  wo man Ampullen mit Weihwasser oder Behälter mit heiliger Erde kaufen konnte.

By Zairon (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Foto: Zairon

Noch heute kann man sich auf die Spuren von damals begeben und die alten Kreuzfahrergebäude betreten, wenn man sich buchstäblich in den Keller von Akkon begibt. Unter der heutigen Altstadt kann man den Temper Tunnel, die ehemalige Ritterhalle oder das Refektorium bestaunen.

Foto: Bukvoed

Foto: Bukvoed

Besonders interessante Hinterlassenschaften der Ritter findet man, wenn man sich die Wände etwas genauer anschaut. Vor allem in den Kerkern haben sich die Gefangenen ihre Zeit mit Kritzeleien vertrieben, die sie in den Stein geritzt haben. Da die meisten Kreuzritter, wie die Mehrheit der Menschen damals nicht lesen konnten, sind es vor allem Zeichen und Symbole. Deswegen zeigen diese mittelalterlichen Graffitis zum Beispiel Wappen von Ritterorden oder christliche Bilder.

Die Abenteuer des jungen Marco Polo 2 AppAkkon (im heutigen Israel) ist euch zu weit weg? Dann schlüpft doch einfach selber in die Rolle des Zeichners und hinterlasst im Spiel „Graffiti“ der Marco Polo App eure Spuren auf den Wänden. Wenn ihr genau aufpasst, seht ihr euer Bild sogar in einer Filmszene.

Und wenn ihr euer Werk auch außerhalb der App benutzen wollt, ist das kein Problem: auf eurem Android Gerät einfach unter den eigenen Dateien nachschauen, wo die Bilder gespeichert werden. Oder ihr lasst euch einfach von euren Eltern helfen, sie hier zu finden: Android/data/com.motionworks.marcopoloabenteuer/files

Was habt ihr in die Wände der Gefängnismauer geritzt?

Auch schöne Bilder oder anders als die Ritter sogar euren Namen?

Wir freuen uns über eure Werke!

01 Apr

Marco Polos Welt: Piraten und Kreuzritter

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In Teil 1 von „Marco Polos Welt“ habt ihr bereits mehr über die reale Person von damals erfahren, die sich hinter unserem jungen Marco Polo verbirgt. Außerdem wisst ihr nun, wer der Kublai Khan war und wo er regierte. Im heutigen Post geht es um die Piraten und Kreuzritter, denen Marco und seine Freunde auf ihrer Reise begegnen.

Piraten

PiratenPiraten gibt es wahrscheinlich schon so lange wie die Seefahrt selbst. Als peirates wurden bei den alten Griechen Männer bezeichnet, die aufbrachen, um an fernen Küsten zu rauben. Die alten Römer erklärten sie zu Feinden und jagten sie, als die Piraterie auf dem Mittelmeer zu einer immer größeren Gefahr wurde. Auch später, auf den reichen Seehandelsrouten von Venedig in den Orient, war die Wahrscheinlichkeit, von Seeräubern überrascht zu werden, sehr groß. Dort überfielen sie Handels- und Kreuzfahrerschiffe, aber auch umliegende Küstenstädte. Erst viele Jahre später konnten die Raubzüge beendet werden, nachdem Italien das Gebiet des damaligen Dalmaien erobert hatte. Auch Marco, Shi La und Luigi geraten in „Der verfluchte Schatz von Dalmatien“ versehentlich in die Hände von Piraten.

Kreuzritter

KreuzritterIn Folge 4 treten unsere Helden dem Orden der Kreuzritter von Akkon bei, um ihre Reise mit dem Pferd fortsetzen zu können. Leider wird es für sie nicht einfach, sich von ihrer Knappen-Ausbildung anschließend wieder zu befreien und die Burg zu verlassen!

Die Kreuzritter verpflichteten sich damals, im Auftrag des Papstes und der christlichen Kirche zu leben und zu kämpfen. Sie zogen in die Kreuzzüge, um Palästina, das Heiligen Land des Christentums, von sogenannten „Ungläubigen“ zu befreien. So wurden mehrere Ritterorden gegründet und große Festungen gebaut. Auch Pilger wurden hier verpflegt und auf ihrer Reise beschützt. Mit den Niederlagen der Kreuzritter bei den Kreuzzügen verloren die Orden nach und nach an Bedeutung. Große Burgen aus der damaligen Zeit, wie die Festungsanlage von Akkon im heutigen Israel, kann man dort aber immer noch besuchen.