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16 Jul

Schmetterlings-Mobile

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Schöne Schmetterlinge

Da staunt Fu Fu: Ein ganzer Schwarm Schmetterlinge flattert um ihn herum!  Mit unserer Bastelvorlage könnt ihr ein Schmetterlings-Mobile basteln und einen Schmetterlingsschwarm durch euer Zimmer flattern lassen.

 

Ihr braucht:

ausgedruckte Bastelvorlage (siehe unten)
dunkelgraues, schwarzes oder braunes Bastelpapier
Schere
Kleber
dünnes Garn und Nadel
festen Draht

 

So bastelt ihr ein Schmetterlings-Mobile:

Druckt euch die Bastelvorlage mit den Schmetterlingen, die euch am besten gefallen, aus. Desto mehr Schmetterlinge ihr ausdruckt, desto größer wird euer Mobile. Ihr könnt natürlich auch mehrere Farben wählen.

Die roten und pinken Schmetterlinge bekommen eine graue oder schwarze Unterseite, die gelben und grünen eine braune. Klebt  die Vorlagen jeweils auf einen Bogen passendes Bastelpapier. Dann könnt ihr die Schmetterlinge ausschneiden.

 

Die ausgeschnittenen Schmetterlinge sind noch sehr platt. Damit es aussieht, als würden sie mit den Flügeln schlagen, knickt ihr sie in der Mitte, sodass die beklebten Flügelseiten nach oben zeigen. Biegt dann die Flügelspitzen außen ein wenig nach unten, sodass sie leicht geschwungen sind.

Nehmt den Draht und biegt damit eine Spirale, die nach außen immmer größer wird. Je nachdem, wie groß ihr sie macht, braucht euer Mobile mehr Platz. An das innere Ende der Spirale biegt ihr einen kleinen Haken, um das Mobile aufzuhängen.

 

Nun befestigt ihr jeden Schmetterling an einem Stück Garn. Dafür fädelt ihr das Garn in die Nadel. Stecht einmal in einen der äußeren Punkte im Flügel und verknotet das Garn dann am Schmetterling. Im Bild seht ihr das noch einmal genauer.

Wenn jeder Schmetterling an einem Faden hängt, könnt ihr diese an die Drahtspirale knoten. Eventuell müsst ihr etwas Kleber zu Hilfe nehmen, damit der Knoten nicht verrutscht.

Nun könnt ihr das Mobile an eure Zimmerdecke hängen. Bei jedem Luftstoß scheinen die Schmetterlinge wild durch die Wohnung zu flattern.

Ihr könnt natürlich auch andere Motive als Schmetterlinge nehmen: Hier findet ihr Fledermäuse für ein gruseliges Halloween-Mobile und auch die Früchte, Blüten und Münzen von der Deko-Girande passen gut zu einem Mobile. Umgekehrt könnt ihr mit den Schmetterlingen natürlich auch tolle Fensterbilder und Girlanden basteln!

21 Jun

Ziegenmilch-Eiscreme

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Luigi hat eine leckere Überraschung im Gepäck

In Afrika ist Luigi eine ganz besondere Überraschung für seine Freunde gelungen: nachdem sie von der eisig kalten Spitze des Kilimanjaro zurückgekehrt waren, zauberte er plötzlich leckere Eiscreme aus seiner Tasche. Die hat er aus der Ziegenmilch vom Hirten Kaldi gemacht, dem sie in Folge 47 beim geholfen haben.

Um das Eis nachzumachen habt ihr es etwas leichter als er: Wir haben heutzutage eine Gefriertruhe und müssen keine Berge besteigen, damit das Eis gefriert.

Das braucht ihr:

500g Mascarpone

150g Ziegenfrischkäse

1 Vanilleschote

80g Honig

Salz

1 Zitrone (am besten Bio, da wir die Schale auch verwenden wollen)

300g Beeren

100g Zucker

Und so macht ihr euer eigenes Eis:

Die Mascarpone vermischt ihr mit dem Mark der Vanilleschote . Dafür müsst ihr die Schote aufschneiden und auskratzen. Am besten lasst ihr euch von einem Erwachsenen zeigen, wie das geht. Dann gebt ihr den Honig und eine Prise Salz hinzu. Eine Prise ist so viel Salz, wie ihr zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger hochheben könnt.

Die Mascarpone lasst ihr kurz aufkochen, indem ihr sie langsam in einem Topf erhitzt. Während sie warm wird, gebt ihr Stück für Stück den Ziegenfrischkäse hinzu und rührt um, bis sich alles aufgelöst hat. Lasst die Creme abkühlen und stellt sie dann 30 min in die Tiefkühltruhe oder das Gefrierfach. Im Prinzip ist das schon ein einfaches Vanilleeis!

Damit das Eis schön fruchtig schmeckt, bereiten wir noch die Beeren zu. Reibt etwas Schale von der Zitrone ab. Dann presst ihr sie aus und gebt Saft und Schale mit den Beeren und dem Zucker in einen Topf.

Lasst die Beeren im Topf warm werden, bis es blubbernd kocht. Dann nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst die Beerenmischung abkühlen.

Nach 30 min holt ihr die Eiscreme aus der Gefriertruhe. Püriert die Beerenmasse und vermischt sie dann mit der Creme

Stellt die Schüssel für weitere 30 min ins Gefrierfach. Dann rührt ihr nochmal um, damit es auch wirklich schön cremig wird. Anschließend braucht ihr nur noch etwas Geduld: Jetzt muss die Eiscreme nochmal für 2-3 Stunden gefrieren, bevor ihr sie essen könnt.

Ihr könnt mit diesem Rezept natürlich noch andere Eissorten herstellen. Wenn ihr statt der Beeren Schokostückchen unterrührt, habt ihr zum Beispiel Straciatella-Eis. Und mit Karamellsoße wird es ein Karamell-Eis.

 

Wer hat die Eiscreme erfunden?

Die Idee für eiskalte Nachspeisen gab es eigentlich überall auf der Welt. Früher wurde dafür Schnee aus den Bergen geholt und mit süßen Säften und Früchten vermischt. Das kannten schon die alten Römer. Der griechische Arzt und Gelehrte Hippokrates bezeichnete das Eis sogar als gesund und gab es seinen Patienten als Medizin.

Wer genau das Milcheis, wir wir es kennen, erfunden hat, ist aber nicht ganz klar. Sicher ist nur, dass eine Person daran beteiligt war, die wir sehr gut kennen: Marco Polo! Der echte Marco Polo beschrieb in seinen Reiseberichten viele Leckereien, die er am Hof des Kublai Khan probieren durfte. Manche davon könnten die Vorläufer der heutigen Eiscreme gewesen sein. Viel wichtiger aber war, dass er von den Chinesen lernte, wie man mit Hilfe von Salpeter Wasser gefrieren konnte. So musste man nicht mehr mühsam Schnee und Eis aus den Bergen holen.

Dieses Wissen brachte er in seinen Tagebüchern nach Italien und von da verbreitete sich das Eis dann in Europa. Deswegen denken viele, dass die Italiener das Eis erfunden haben. Und wer weiß?  Vielleicht war es ja Luigi, der die erste richtige Eiscreme zubereitet hat…

 

 

 

06 Mai

Die Abenteuer des jungen Marco Polo – shorties!

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Wissen und Fun Facts aus aller Welt

Auf ihren Abenteuern haben Marco, Shi La und Luigi schon jede Menge erlebt und gelernt. Von Pandas über die Tempelstadt Angkor Wat bis zu unglaublich wertvoller Walkacke – die drei kennen sich mit allen möglichen Themen bestens aus! Jetzt teilen sie ihr Wissen kurz und knackig verpackt in 40 zweiminütigen Videos und Podcast-Folgen mit euch.

„Die Abenteuer des jungen Marco Polo – shorties!“ ist eine neue Webserie, die ihr auf der Seite des KiKA jederzeit anschauen oder als Podcast anhören könnt.

Viel Spaß!

23 Apr

Der Wäscheklammer Hai

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Achtung: Bissig!

Der Hai hat Fu Fu ganz schön erschreckt!

In Staffel 2 müssen sich unsere Freunde vor einem großen Hai in Acht nehmen. Dieser Hai ist viel kleiner – aber zuschnappen tut er trotzdem gern.

Für den Hai benötigt ihr:

1 Wäscheklammer (Holz)
Blaue Pappe
Blaue und Rote Farbe (Tusche oder Filzstifte)
einen schwarzen Stift

Bastelanleitung: Wäscheklammer Hai

Drückt die Wäscheklammer auf und malt das Innere der Wäscheklammer rot an. Das ist das Innere des Mauls. Den Rest malt ihr blau an. Lasst die Wäscheklammer gut trocknen.

 

Schneidet aus der blauen Pappe die Flossen aus. Welche Form sie haben sollen, seht ihr im Bild. Ihr braucht eine große Schwanzflosse, die schmalen Seitenflossen und zweimal die  dreieckige Rückenflosse. Die Seitenflossen klebt ihr unten an die Wäscheklammer kurz vor das Gelenk. Die Schwanzflosse kommt an das Ende der Klammer.

 

Die Rückenflosse ist etwas schwieriger. Die müsst ihr zweimal aus Pappe ausschneiden und den oberen Teil der beiden Flossenteile zusammen kleben. Faltet jetzt am unteren Ende rechts und links ein kleines Stück nach außen, damit ihr eine Fläche zum Aufkleben habt. Die Rückenflosse klebt ihr direkt über dem Metallgelenk der Wäscheklammer auf den Rücken des Hais.

Bei den Augen müsst ihr aufpassen. Die sind beim Hai nicht oben, sondern an den Seiten. Haie haben kleine Augen, da sie sich viel mehr auf ihren guten Geruchssinn verlassen. Macht rechts und links am Kopf einen kleinen Punkt mit dem schwarzen Stift –  fertig! Wenn der Hai getrocknet ist, kannst du auf seine Schwanzflosse drücken und er reißt das Maul weit auf.

 

Ein guter Freund für den Wäscheklammer Hai wäre das Wäscheklammer Krokodil, das ihr hier findet. Meint ihr nicht auch?

22 Mrz

Wie entstehen Vulkane?

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Der wütende Berg

Als Marco, Luigi und Shi La in Java ankommen, herrscht dort Panik: Ein Vulkan droht auszubrechen! Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass manche Berge Feuer spucken und andere nicht? Früher, noch lange vor Marco Polos Zeiten, dachte man, die Götter wären daran schuld. Der Name Vulkan kommt nämlich von Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.

Um zu wissen, wie Vulkane funktionieren, muss man erstmal wissen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Die ist nämlich keine harte Kugel aus Stein: Tief im Inneren hat die Erde einen flüssigen Kern aus sehr heißem geschmolzenem Stein, sogenannter Magma. Darauf schwimmen die Kontinente. Da sie sehr, sehr langsam schwimmen, merken wir davon aber nichts. Wo die Kontinente aufeinander treffen, wird manchmal Magma nach oben gedrückt. Wird der Druck zu groß, platzt die Erdkruste auf und das Magma schießt heraus.

Gefährliche Ausbrüche

Manche Vulkane erlöschen nach einiger Zeit. Der Vulkan ist dann ein ganz normaler Berg. Andere Vulkane schlafen hingegen nur. Dann weiß niemand, wann sie das nächste mal ausbrechen. Ein Vulkan, der ständig Magma ausspuckt, heißt aktiver Vulkan. Das sind aber die wenigsten.

Heutzutage werden Vulkane mit moderner Technik ganz genau überwacht, um die Leute, die in der Nähe wohnen, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Bei einem Vulkanausbruch tritt nämlich nicht nur Magma an die Oberfläche. Meistens werden große Mengen Stein, Rauch, Asche und giftige Gase in die Luft geschleudert. Bei einigen großen Vulkanausbrüchen haben diese Staubwolken noch weit entfernt den Himmel verdunkelt und für schlechte Ernten gesorgt. Noch schlimmer ist es, wenn ein Vulkan unter Wasser ausbricht. Dabei kann eine riesige Flutwelle entstehen: Ein Tsunami.

Java – eine Insel voller Vulkane

Java liegt im „pazifischen Feuerring“. Die Region heißt so, weil es dort so viele Vulkane gibt. Die meisten Inseln dort sind aus Magma entstanden. Auf der Karte könnt ihr sehen, dass die Vulkane fast in einer Reihe liegen. Das ist die Linie, an der die Kontinente sich treffen.

Java hat ganze 38 Vulkane und viele davon sind aktiv. Aber die Vulkane bringen nicht nur Gefahr: Das Gestein aus dem Erdinneren ist voller Mineralien. Das heißt, dass Pflanzen dort besonders gut wachsen. Außerdem bauen manche Leute in den Vulkankratern Schwefel ab und viele Menschen verdienen ihr Geld, indem sie Touristen die Krater zeigen.

19 Feb

Niongs Reisbällchen – Onigiri

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In Folge 31 treffen unsere Freunde in Vietnam den jungen Niong und helfen ihm beim Verkauf leckerer Reisbällchen. Die gibt es heute immer noch! Als „Onigiri“ sind sie vor allem in Japan sehr beliebt. Aber über die Jahre hat sich das Rezept ein wenig verändert. Luigi hat auch mehrere Varianten in seinem Kochbuch aufgeschrieben.

Pausenbrot mit Algen

Fu Fu liebt die Reisbällchen

Onigiri gibt es in Japan im Supermarkt in vielen verschiedenen Sorten zu kaufen. Und auch Kinder bekommen lustig verzierte Reisbällchen mit in die Schule. Für Japaner ist Onigiri das, was für uns das Butterbrot in der Pause ist.

Meistens sind die Reisbällchen mit Fisch gefüllt, aber auch Gemüse oder sogar Obst wird gerne genommen. Ein Klassiker sind Umeboshi, das sind in Essig eingelegte Pflaumen. Die rote Frucht sieht im weißen Reis aus wie die Flagge Japans.

Das typische Onigiri ist heutzutage nicht mehr Rund sondern dreieckig. Das liegt daran, dass sie oft mit Maschinen angefertigt werden und Maschinen können nicht gut Kugeln rollen. Meistens werden die Onigiri mit Nori umwickelt. Das ist ein essbares Papier aus Seetang und sorgt dafür, dass der Reis nicht an den Fingern klebt. Das klingt vielleicht erstmal seltsam – ist aber lecker!

Ihr braucht:

Yasmin-Reis oder Sushi-Reis (die beiden Sorten sind besonders klebrig)

Reisweinessig

Salz

Wasser

Frischhaltefolie

eure Füllung, z.B.: Gemüse, Ei oder Fisch

Nori (getrockneter Seetang)

Reis kochen

Zuerst müsst ihr den Reis waschen. Sonst klebt er später nicht zusammen und eure Onigiri fallen auseinander. Füllt den Reis in eine Schüssel mit Wasser und schwenkt ihn leicht hin und her. Wenn das Wasser weiß ist, gießt ihr es ab und ersetzt es durch frisches Wasser – so lange bis es klar bleibt. Dann könnt ihr  den Reis kochen. Eine Grundregel ist, dass man dafür die doppelte Menge Wasser wie Reis braucht. Sobald der Reis kocht, macht ihr den Herd aus. Der Reis kocht dann mit der restlichen Hitze fertig. Gebt etwas Salz und Reisweinessig an den Reis und mischt ihn gut durch. Wenn der Reis fertig ist, muss er abkühlen.

Die Füllung

Onigiri kann man auf ganz verschiedene Arten füllen. Ausgefallenere Zutaten wie Umeboshi bekommt ihr in Deutschland vermutlich nur in wenigen Läden. Aber andere typische Füllungen wie Ei, Gemüse (wie zum Beispiel Gurke) oder rohen Fisch bekommt man auch im Supermarkt. Sucht euch einfach aus, was ihr mögt, und schneidet es in kleine Stückchen. Unsere liebste Füllung lässt sich mit Lachs und Avocado zubereiten. Dafür müsst ihr nur den Lachs anbraten und mit der Avocado und etwas scharfer Soße verrühren.

 

Onigiri formen

Am besten nimmt man zum Formen ein Stück Frischhaltefolie zu Hilfe. Breitet eine Schicht Reis darauf aus und platziert die Füllung in der Mitte. Dann klappt ihr die Frischhaltefolie mit der Reisschicht darauf vorsichtig zusammen, so dass die Füllung komplett mit Reis umgeben ist. Drückt euer Onigiri leicht zusammen. Passt dabei auf, dass sich keine Risse bilden. Ihr könnt die Onigiri rund lassen oder mit euren Händen leicht dreieckig formen. Am Ende wickelt ihr sie vorsichtig aus der Frischhaltefolie und verziert sie noch mit einem Stück Nori. Unser Tipp: Schneidet das Nori mit einer Schere in die gewünschte Form. Und fertig!

Hat es euch geschmeckt? Wenn ihr asiatisches Essen mögt, könnt ihr ja mal Luigis Bambus Rezept ausprobieren.

17 Dez

Chinesisches Neujahr

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Bald beginnt bei uns das neue Jahr. Die Kinder in Shi Las Heimat müssen aber noch auf Neujahr warten. Dort feiert man nämlich immer erst im Januar oder Februar. Das liegt daran, dass in China früher ein anderer Kalender benutzt wurde. Der richtete sich nach dem Mond und deswegen nennt man das chinesische Neujahr auch Mond-Neujahr. 2021 ist es am 12. Februar.

Jahr des Büffels

Vielleicht hört ihr im Fernsehen, dass das „Jahr des Büffels“ beginnt. In China wird jedem Jahr ein Sternzeichen zugeordnet. Allerdings nicht die Sternzeichen die wir kennen: Neben dem Büffel gibt es auch noch Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. 2020 war das Jahr der Ratte, 2021 wird das Jahr des büffels. Viele chinesische Bauern nutzen noch heute Büffel bei der Feldarbeit. Menschen mit dem Sternzeichen Büffel gelten als treu und hilfsbereit.

Traditionen

Für viele Chinesen ist das Fest so wichtig wie für uns Weihnachten. Es wird ebenfalls mehrere Tage gefeiert, manchmal sogar zwei Wochen lang. Viele Erwachsene heben sich ihren Urlaub nur dafür auf, denn an Neujahr trifft sich die ganze Familie und bittet um Glück für das neue Jahr. Zum Beispiel öffnet man Türen und Fenster, damit das Glück ins Haus kommen kann und das ganze Haus wird geschmückt. Die Hausgötter bekommen süßen Reis und andere Leckereien, um sie für das neue Jahr gnädig zu stimmen. Viele Chinesen tauschen an Neujahr ihre Hausschuhe gegen neue ein. Es heißt, dass man mit den alten Schuhen Unglück und böse Gerüchte abstreift. Aber die Schuhe müssen schon vorher gekauft werden, denn an Neujahr selbst Schuhe zu kaufen, soll Unglück bringen.

Das neue Jahr selbst wird wie bei uns mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Außerdem tanzen Tänzer mit großen Drachen- oder Löwenkostümen durch die Straßen und machen Lärm, um das alte Jahr zu vertreiben. Denn auch diese Tiere gelten in China als Glücksbringer.

Nächsten Monat zeigen wir euch, wie ihr pünktlich zum chinesischen Neujahr einen Glücks-Drachen basteln könnt. Für unser Neujahrsfest könnt ihr außerdem Glücksklee oder Hufeisen basteln. Und hier zeigt euch Shi La, wie man Chinesisch spricht.

„Frohes neues Jahr!“ heißt auf Chinesisch übrigens: Xīnnián kuàilè (gesprochen: Sin nian kuaile).

09 Okt

Essbare Insekten

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Insekten kann man essen?

„Igitt, ich esse doch keine Käfer!“ werdet ihr jetzt sicher sagen. Für uns sind Insekten ekliges Ungeziefer und keine Mahlzeit. Aber anderswo auf der Welt gelten Insekten sogar als Delikatesse. Insekten sind nämlich sehr gesund und sie brauchen viel weniger Platz und Futter als zum Beispiel eine Kuh. In Afrika, Asien, Australien und Südamerika ist es normal, Insekten zu essen. In Mexico und Guatemala sind mit Schokolade überzogene Heuschrecken sogar eine leckere Süßigkeit, die Kinder gerne naschen. Und auch bei uns soll man bald essbare Insekten im Supermarkt kaufen können.

Shi La findet es garnicht so eklig Insekten zu essen

Wenn ihr eure Freunde an Halloween erschrecken möchtet, serviert ihnen doch auch mal Insekten. Aber diese Krabbeltiere bestehen nur aus Schokolade und Datteln!

Dattel-Käfer

1 Packung weicher Datteln

1 Packung Mandelplättchen

Schneidet mit einem Messer die Datteln von der schmalen Seite aus ungefähr halb durch. Dann halbiert ihr eine der beiden Hälften nochmal, um Flügel zu erhalten.  Lasst euch dabei am Besten von einem Erwachsenen helfen. Dann schiebt ihr eine Mandelplatte unter die Flügel. Als Fühler könnt ihr kleine Stückchen von Mandeln nehmen, oder ihr schaut euch in der Küche um was ihr sonst findet. Kleine dünne Nudeln eignen sich zum Beispiel auch gut.

Schokoladen-Ungeziefer

Schokolade

Mandelplättchen

2 Gefrierbeutel oder Backpapier

Schmelzt die Schokolade. Das muss man sehr langsam tun, sonst verbrennt sie und wird klumpig. Stellt den Herd auf die niedrigste Stufe oder lasst euch von euren Eltern zeigen, wie man Schokolade im Wasserbad schmilzt.

Wenn die Schokolade geschmolzen ist, füllt ihr sie in den einen Gefrierbeutel. Den anderen Gefrierbeutel schneidet ihr auf und legt ihn über die Vorlage. Ihr könnt auch Backpapier als Unterlage nehmen.

Piekst ein kleines Loch in den Beutel mit der Schokolade oder schneidet ganz klein eine Ecke ab. Aus dem Loch sollte nur ganz wenig Schokolade auf einmal kommen. Wenn ihr jetzt vorischtig auf den Beutel drückt könnt ihr damit malen. Ihr könnt die Käfer aus der Vorlage nachzeichnen oder euch eigene Insekten ausdenken. Macht die Körper der Insekten ruhig etwas dicker. Am Besten tragt ihr nach dem Trocknen noch eine zweite Schicht Schokolade auf. Wenn ihr wollt könnt ihr wieder Mandelplättchen als Flügel verwenden.

Am Besten trocknen die Insekten im Kühlschrank. Passt aber auf, dass ihr die flüssige Schokolade beim Tragen nicht verwischt.

Sind eure Insekten fertig, könnt ihr sie in einer Schüssel servieren. Wer möchte kann noch Gummi-Regenwürmer oder Rosinen als Fliegen dazu mischen. Wer eurer Freunde ist mutig genug zu probieren?

11 Sep

Mit Stäbchen essen

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Besonderes Besteck

Nicht nur in China – in vielen Ländern Asiens essen die Leute ihr Essen mit Stäbchen. Wenn man es nicht gewohnt ist, kann es allerdings sehr schwierig sein, nur mit zwei kleinen Hölzchen Essen zum Mund zu befördern. Und mit vielen europäischen Gerichten würde das auch gar nicht funktionieren. In China wird das Essen aber anders zubereitet: Dort werden alle Zutaten schon vor dem Kochen in mundgerechte Happen zerteilt. Der Grund dafür ist, dass Messer im alten China als Waffe galten. Und beim Essen Waffen zu tragen galt als sehr unhöflich, da es bedeutete, dass man sich als Gast nicht sicher fühlt.

Essstäbchen gibt es in vielen Varianten. Die meisten sind aus Bambus. Weil der schnell nachwächst, waren solche Stäbchen billig herzustellen. Diese Stäbchen werden aber nach dem Essen oft weggeworfen. Um nicht so viel Müll zu verursachen, tragen viele Menschen deshalb eigene Stäbchen bei sich. Diese sind meist aus lackiertem Holz und können mehrmals verwendet werden.

Wie isst man denn nun mit Stäbchen?

Keine Angst, wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist das Essen mit Stäbchen eigentlich ganz einfach. Der Trick ist, dass man sie wie eine Verlängerung seiner Finger benutzt und nicht wie eine Gabel. Vielleicht müsst ihr dafür ein wenig üben.

Nehmt die Stäbchen erstmal so

Stäbchen hält man etwa so, wie ihr in der Schule euren Stift haltet. Tut einfach mal so, als wären die  beiden Stäbchen euer Füller und nehmt sie in die Hand. Das eine Stäbchen sollte jetzt an eurem Zeigefinger liegen und das andere auf eurem Ringfinger. Verschiebt euren Griff ein wenig, so dass das eine Stäbchen auf der Spitze eures Ringfingers liegt und das andere zwischen Daumen und Zeigefinger

 

Nehmt dann das eine Stäbchen zwischen Daumen und Zeigefinger

Das eine Stäbchen ist jetzt fest zwischen Mittelfinger und Daumen eingeklemmt. Das ist auch gut so, denn dieses Stäbchen sollt ihr gar nicht bewegen. Mit Daumen und Zeigefinger könnt ihr das andere Stäbchen hin und her bewegen. Übt einmal, die Stäbchen auseinander und wieder zusammen zu drücken. Vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr die Stäbchen weiter vorne oder hinten greift.

 

Mit dem Zeigefinger bewegt ihr das obere Stäbchen

Wenn ihr die Stäbchen wie die Zange einer Krabbe auf und zu schnappen lassen könnt, könnt ihr versuchen, Essen damit hochzuheben. Weiches, klebriges Essen eignet sich am Anfang besonders gut. Denkt daran, große Brocken vorher klein zu schneiden. Ihr werdet bald merken, dass es darauf ankommt, wie fest ihr zudrückt. Drückt ihr nämlich zu fest, zermatscht ihr den Bissen mit euren Stäbchen.

 

Um Essen hochzuheben klemmt ihr es zwischen den Stäbchen ein

Mit Esstäbchen kann man nicht nur Essen einklemmen, sondern sie auch als eine Art Schaufel – zum Beispiel für Reis – benutzen. In manchen Teilen Asiens ist es ganz normal, sich die Schüssel ans Kinn zu halten und das Essen einfach mit den Stäbchen von der Schüssel in den Mund zu schaufeln. Vielleicht kommt euch das Schaufeln ja bekannt vor: wenn wir Reis mit einer Gabel essen tun wir nämlich nichts anderes.

 

Benimmregeln

Für das Essen mit Stäbchen gibt es einige Benimmregeln. Je nachdem, in welchem Land ihr seid, können sich diese unterscheiden. Manche dieser Regeln gibt es in Europa auch. Zum Beispiel darf man nicht mit dem Besteck auf andere deuten oder damit auf dem Teller trommeln. Und natürlich greift man nicht mit Besteck, das man schon benutzt hat, in den Topf, um Nachschlag zu nehmen. Da sind Stäbchen sogar im Vorteil: ihr könnt sie einfach umdrehen und das Ende, das ihr schon im Mund hattet, kommt nicht mit dem frischen Essen in Berührung. Auf keinen Fall solltet ihr aber eure Stäbchen senkrecht in euer Essen stecken. Das erinnert in Asien an die Räucherstäbchen bei Beerdigungen und gilt als böses Zeichen. Wenn ihr gerade nicht esst, legt ihr die Stäbchen einfach neben euren Teller.

 

Wenn ihr etwas Übung habt, könnt ihr ja mal versuchen, Luigis Bambus-Rezept mit Stäbchen zu essen. Ihr könnt uns gern verraten, ob es geklappt hat!

14 Aug

Salzteig Relief basteln

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Was ist denn ein Relief?

In Burma bewundern unsere Freunde ein tolles Relief. So heißt es nämlich, wenn ein Bild nicht nur an die Wand gemalt wird, sondern die Figuren aus der Wand herausragen. Fast wie Skulpturen. Reliefs gab es früher überall auf der Welt. Sie wurden oft genutzt, um Ereignisse mit vielen Personen zu zeigen. Zum Beispiel eine berühmte Schlacht. Oder das Relief zeigt verschiedene Szenen einer Geschichte, wie ein begehbares Bilderbuch sozusagen. Viele Reliefs waren früher auch bunt bemalt. Aber mittlerweile sind die Farben längst weggewaschen.

Selbstgemachtes Relief

Wenn ihr euer eigenes Relief basteln wollt, könnt ihr dafür Salzteig verwenden. Der ist fast wie Knete und wird nach dem Trocknen hart wie Stein. Außerdem ist er ganz salzig. Auch wenn es Teig heißt, kann man ihn also nicht essen!

Ihr braucht:

1 Becher Salz

2 Becher voll Mehl

1 Becher Wasser

ein Messer

ein Nudelholz

einen Zahnstocher

bunte Farben und einen Pinsel

eventuell Klarlack

So gehts:

Mischt das Salz, das Mehl und das Wasser in einer Schüssel. Knetet den Teig durch, bis sich alle Zutaten gut gemischt haben. Ist der Teig zu trocken und bröselt, gebt ihr einfach einen Schluck Wasser dazu. Klebt der Teig an euren Fingern, müsst ihr mehr Mehl und Salz dazu geben.

Ist der Teig fertig, rollt ihr ihn aus. Schneidet erst eine runde oder viereckige Platte aus. Das wird die „Wand“, auf die ihr euer Relief bastelt. Legt die Platte auf ein Backpapier. Dann könnt ihr sie später leichter hochheben. Überlegt euch, welche Szene euer Relief darstellen soll. Das kann zum Beispiel ein spannendes Abenteuer sein, das ihr mit euren Freunden erlebt habt. Am besten nehmt ihr ein Foto oder eine Zeichnung als Vorlage.

Für ein Relief muss man zuerst die Teile aufkleben, die am weitesten weg sind. Deshalb fangen wir mit der Landschaft an. Ihr könnt Hügel, Bäume oder Häuser aus Salzteig ausschneiden und auf die Wand kleben oder ihr nehmt euren Zahnstocher und ritzt die Formen in den weichen Teig. Wenn ihr dabei einen Fehler macht, könnt ihr eure Finger nass machen und den Teig an der Stelle vorsichtig wieder glatt streichen.

Aus diesen Formen besteht Marco

Da unser Relief recht klein ist, müssen wir die Szene vereinfachen. Das heißt, wir lassen Details weg und konzentrieren uns mehr auf die Formen. Luigi zum Beispiel halt viel rundere Formen als Marco oder Shi La. Im Bild seht ihr, wie wir in unserer Vorlage die verschiedenen Formen eingezeichnet haben. Diese Formen haben wir aus Salzteig ausgeschnitten und in der richtigen Reihenfolge aufgeklebt. Als Kleber haben wir die Formen auf der Unterseite einfach mit Wasser leicht angefeuchtet und dann vorsichtig angedrückt.

Wenn ihr mit eurer Szene zufrieden seid, bohrt ihr zwei Löcher oben durch die Salzteigplatte. An ihnen könnt ihr das Relief später aufhängen. Nun muss der Salzteig trocknen. Dafür könnt ihr ihn auf niedrigster Stufe (am besten nur 50 Grad) für ein bis zwei Stunden im Backofen backen oder ein paar Tage an die warme Heizung legen.

Besser ist die Methode an der Heizung, denn hat der Teig Luftblasen dehnen diese sich beim Backen aus und das Relief verformt sich. Das ist uns leider passiert. Passt außerdem auf, dass die Platte beim Trocknen ganz gerade liegt – sonst hat euer Relief später einen Knick. Wenn es getrocknet ist, könnt ihr die Szene anmalen, wie ihr wollt, und das Relief an eure Zimmerwand hängen.

Das Türschild der Polos

Mit der gleichen Technik könnt ihr auch ein Namensschild für eure Zimmertür oder Haustür basteln. Wenn ihr das Relief draußen aufhängen wollt, müsst ihr es nach dem Trocknen aber noch mit Klarlack bestreichen oder ansprühen, damit es euch nicht wie den Menschen aus der Antike geht und die Farben vom Regen weggewaschen werden.

Wenn ihr Hilfe beim Figuren zeichnen braucht, dann helfen euch vielleicht unsere Zeichentipps weiter.