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19 Feb

Niongs Reisbällchen – Onigiri

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In Folge 31 treffen unsere Freunde in Vietnam den jungen Niong und helfen ihm beim Verkauf leckerer Reisbällchen. Die gibt es heute immer noch! Als „Onigiri“ sind sie vor allem in Japan sehr beliebt. Aber über die Jahre hat sich das Rezept ein wenig verändert. Luigi hat auch mehrere Varianten in seinem Kochbuch aufgeschrieben.

Pausenbrot mit Algen

Fu Fu liebt die Reisbällchen

Onigiri gibt es in Japan im Supermarkt in vielen verschiedenen Sorten zu kaufen. Und auch Kinder bekommen lustig verzierte Reisbällchen mit in die Schule. Für Japaner ist Onigiri das, was für uns das Butterbrot in der Pause ist.

Meistens sind die Reisbällchen mit Fisch gefüllt, aber auch Gemüse oder sogar Obst wird gerne genommen. Ein Klassiker sind Umeboshi, das sind in Essig eingelegte Pflaumen. Die rote Frucht sieht im weißen Reis aus wie die Flagge Japans.

Das typische Onigiri ist heutzutage nicht mehr Rund sondern dreieckig. Das liegt daran, dass sie oft mit Maschinen angefertigt werden und Maschinen können nicht gut Kugeln rollen. Meistens werden die Onigiri mit Nori umwickelt. Das ist ein essbares Papier aus Seetang und sorgt dafür, dass der Reis nicht an den Fingern klebt. Das klingt vielleicht erstmal seltsam – ist aber lecker!

Ihr braucht:

Yasmin-Reis oder Sushi-Reis (die beiden Sorten sind besonders klebrig)

Reisweinessig

Salz

Wasser

Frischhaltefolie

eure Füllung, z.B.: Gemüse, Ei oder Fisch

Nori (getrockneter Seetang)

Reis kochen

Zuerst müsst ihr den Reis waschen. Sonst klebt er später nicht zusammen und eure Onigiri fallen auseinander. Füllt den Reis in eine Schüssel mit Wasser und schwenkt ihn leicht hin und her. Wenn das Wasser weiß ist, gießt ihr es ab und ersetzt es durch frisches Wasser – so lange bis es klar bleibt. Dann könnt ihr  den Reis kochen. Eine Grundregel ist, dass man dafür die doppelte Menge Wasser wie Reis braucht. Sobald der Reis kocht, macht ihr den Herd aus. Der Reis kocht dann mit der restlichen Hitze fertig. Gebt etwas Salz und Reisweinessig an den Reis und mischt ihn gut durch. Wenn der Reis fertig ist, muss er abkühlen.

Die Füllung

Onigiri kann man auf ganz verschiedene Arten füllen. Ausgefallenere Zutaten wie Umeboshi bekommt ihr in Deutschland vermutlich nur in wenigen Läden. Aber andere typische Füllungen wie Ei, Gemüse (wie zum Beispiel Gurke) oder rohen Fisch bekommt man auch im Supermarkt. Sucht euch einfach aus, was ihr mögt, und schneidet es in kleine Stückchen. Unsere liebste Füllung lässt sich mit Lachs und Avocado zubereiten. Dafür müsst ihr nur den Lachs anbraten und mit der Avocado und etwas scharfer Soße verrühren.

 

Onigiri formen

Am besten nimmt man zum Formen ein Stück Frischhaltefolie zu Hilfe. Breitet eine Schicht Reis darauf aus und platziert die Füllung in der Mitte. Dann klappt ihr die Frischhaltefolie mit der Reisschicht darauf vorsichtig zusammen, so dass die Füllung komplett mit Reis umgeben ist. Drückt euer Onigiri leicht zusammen. Passt dabei auf, dass sich keine Risse bilden. Ihr könnt die Onigiri rund lassen oder mit euren Händen leicht dreieckig formen. Am Ende wickelt ihr sie vorsichtig aus der Frischhaltefolie und verziert sie noch mit einem Stück Nori. Unser Tipp: Schneidet das Nori mit einer Schere in die gewünschte Form. Und fertig!

Hat es euch geschmeckt? Wenn ihr asiatisches Essen mögt, könnt ihr ja mal Luigis Bambus Rezept ausprobieren.

17 Dez

Chinesisches Neujahr

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Bald beginnt bei uns das neue Jahr. Die Kinder in Shi Las Heimat müssen aber noch auf Neujahr warten. Dort feiert man nämlich immer erst im Januar oder Februar. Das liegt daran, dass in China früher ein anderer Kalender benutzt wurde. Der richtete sich nach dem Mond und deswegen nennt man das chinesische Neujahr auch Mond-Neujahr. 2021 ist es am 12. Februar.

Jahr des Büffels

Vielleicht hört ihr im Fernsehen, dass das „Jahr des Büffels“ beginnt. In China wird jedem Jahr ein Sternzeichen zugeordnet. Allerdings nicht die Sternzeichen die wir kennen: Neben dem Büffel gibt es auch noch Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. 2020 war das Jahr der Ratte, 2021 wird das Jahr des büffels. Viele chinesische Bauern nutzen noch heute Büffel bei der Feldarbeit. Menschen mit dem Sternzeichen Büffel gelten als treu und hilfsbereit.

Traditionen

Für viele Chinesen ist das Fest so wichtig wie für uns Weihnachten. Es wird ebenfalls mehrere Tage gefeiert, manchmal sogar zwei Wochen lang. Viele Erwachsene heben sich ihren Urlaub nur dafür auf, denn an Neujahr trifft sich die ganze Familie und bittet um Glück für das neue Jahr. Zum Beispiel öffnet man Türen und Fenster, damit das Glück ins Haus kommen kann und das ganze Haus wird geschmückt. Die Hausgötter bekommen süßen Reis und andere Leckereien, um sie für das neue Jahr gnädig zu stimmen. Viele Chinesen tauschen an Neujahr ihre Hausschuhe gegen neue ein. Es heißt, dass man mit den alten Schuhen Unglück und böse Gerüchte abstreift. Aber die Schuhe müssen schon vorher gekauft werden, denn an Neujahr selbst Schuhe zu kaufen, soll Unglück bringen.

Das neue Jahr selbst wird wie bei uns mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Außerdem tanzen Tänzer mit großen Drachen- oder Löwenkostümen durch die Straßen und machen Lärm, um das alte Jahr zu vertreiben. Denn auch diese Tiere gelten in China als Glücksbringer.

Nächsten Monat zeigen wir euch, wie ihr pünktlich zum chinesischen Neujahr einen Glücks-Drachen basteln könnt. Für unser Neujahrsfest könnt ihr außerdem Glücksklee oder Hufeisen basteln. Und hier zeigt euch Shi La, wie man Chinesisch spricht.

„Frohes neues Jahr!“ heißt auf Chinesisch übrigens: Xīnnián kuàilè (gesprochen: Sin nian kuaile).

09 Okt

Essbare Insekten

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Insekten kann man essen?

„Igitt, ich esse doch keine Käfer!“ werdet ihr jetzt sicher sagen. Für uns sind Insekten ekliges Ungeziefer und keine Mahlzeit. Aber anderswo auf der Welt gelten Insekten sogar als Delikatesse. Insekten sind nämlich sehr gesund und sie brauchen viel weniger Platz und Futter als zum Beispiel eine Kuh. In Afrika, Asien, Australien und Südamerika ist es normal, Insekten zu essen. In Mexico und Guatemala sind mit Schokolade überzogene Heuschrecken sogar eine leckere Süßigkeit, die Kinder gerne naschen. Und auch bei uns soll man bald essbare Insekten im Supermarkt kaufen können.

Shi La findet es garnicht so eklig Insekten zu essen

Wenn ihr eure Freunde an Halloween erschrecken möchtet, serviert ihnen doch auch mal Insekten. Aber diese Krabbeltiere bestehen nur aus Schokolade und Datteln!

Dattel-Käfer

1 Packung weicher Datteln

1 Packung Mandelplättchen

Schneidet mit einem Messer die Datteln von der schmalen Seite aus ungefähr halb durch. Dann halbiert ihr eine der beiden Hälften nochmal, um Flügel zu erhalten.  Lasst euch dabei am Besten von einem Erwachsenen helfen. Dann schiebt ihr eine Mandelplatte unter die Flügel. Als Fühler könnt ihr kleine Stückchen von Mandeln nehmen, oder ihr schaut euch in der Küche um was ihr sonst findet. Kleine dünne Nudeln eignen sich zum Beispiel auch gut.

Schokoladen-Ungeziefer

Schokolade

Mandelplättchen

2 Gefrierbeutel oder Backpapier

Schmelzt die Schokolade. Das muss man sehr langsam tun, sonst verbrennt sie und wird klumpig. Stellt den Herd auf die niedrigste Stufe oder lasst euch von euren Eltern zeigen, wie man Schokolade im Wasserbad schmilzt.

Wenn die Schokolade geschmolzen ist, füllt ihr sie in den einen Gefrierbeutel. Den anderen Gefrierbeutel schneidet ihr auf und legt ihn über die Vorlage. Ihr könnt auch Backpapier als Unterlage nehmen.

Piekst ein kleines Loch in den Beutel mit der Schokolade oder schneidet ganz klein eine Ecke ab. Aus dem Loch sollte nur ganz wenig Schokolade auf einmal kommen. Wenn ihr jetzt vorischtig auf den Beutel drückt könnt ihr damit malen. Ihr könnt die Käfer aus der Vorlage nachzeichnen oder euch eigene Insekten ausdenken. Macht die Körper der Insekten ruhig etwas dicker. Am Besten tragt ihr nach dem Trocknen noch eine zweite Schicht Schokolade auf. Wenn ihr wollt könnt ihr wieder Mandelplättchen als Flügel verwenden.

Am Besten trocknen die Insekten im Kühlschrank. Passt aber auf, dass ihr die flüssige Schokolade beim Tragen nicht verwischt.

Sind eure Insekten fertig, könnt ihr sie in einer Schüssel servieren. Wer möchte kann noch Gummi-Regenwürmer oder Rosinen als Fliegen dazu mischen. Wer eurer Freunde ist mutig genug zu probieren?

11 Sep

Mit Stäbchen essen

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Besonderes Besteck

Nicht nur in China – in vielen Ländern Asiens essen die Leute ihr Essen mit Stäbchen. Wenn man es nicht gewohnt ist, kann es allerdings sehr schwierig sein, nur mit zwei kleinen Hölzchen Essen zum Mund zu befördern. Und mit vielen europäischen Gerichten würde das auch gar nicht funktionieren. In China wird das Essen aber anders zubereitet: Dort werden alle Zutaten schon vor dem Kochen in mundgerechte Happen zerteilt. Der Grund dafür ist, dass Messer im alten China als Waffe galten. Und beim Essen Waffen zu tragen galt als sehr unhöflich, da es bedeutete, dass man sich als Gast nicht sicher fühlt.

Essstäbchen gibt es in vielen Varianten. Die meisten sind aus Bambus. Weil der schnell nachwächst, waren solche Stäbchen billig herzustellen. Diese Stäbchen werden aber nach dem Essen oft weggeworfen. Um nicht so viel Müll zu verursachen, tragen viele Menschen deshalb eigene Stäbchen bei sich. Diese sind meist aus lackiertem Holz und können mehrmals verwendet werden.

Wie isst man denn nun mit Stäbchen?

Keine Angst, wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist das Essen mit Stäbchen eigentlich ganz einfach. Der Trick ist, dass man sie wie eine Verlängerung seiner Finger benutzt und nicht wie eine Gabel. Vielleicht müsst ihr dafür ein wenig üben.

Nehmt die Stäbchen erstmal so

Stäbchen hält man etwa so, wie ihr in der Schule euren Stift haltet. Tut einfach mal so, als wären die  beiden Stäbchen euer Füller und nehmt sie in die Hand. Das eine Stäbchen sollte jetzt an eurem Zeigefinger liegen und das andere auf eurem Ringfinger. Verschiebt euren Griff ein wenig, so dass das eine Stäbchen auf der Spitze eures Ringfingers liegt und das andere zwischen Daumen und Zeigefinger

 

Nehmt dann das eine Stäbchen zwischen Daumen und Zeigefinger

Das eine Stäbchen ist jetzt fest zwischen Mittelfinger und Daumen eingeklemmt. Das ist auch gut so, denn dieses Stäbchen sollt ihr gar nicht bewegen. Mit Daumen und Zeigefinger könnt ihr das andere Stäbchen hin und her bewegen. Übt einmal, die Stäbchen auseinander und wieder zusammen zu drücken. Vielleicht fällt es euch einfacher, wenn ihr die Stäbchen weiter vorne oder hinten greift.

 

Mit dem Zeigefinger bewegt ihr das obere Stäbchen

Wenn ihr die Stäbchen wie die Zange einer Krabbe auf und zu schnappen lassen könnt, könnt ihr versuchen, Essen damit hochzuheben. Weiches, klebriges Essen eignet sich am Anfang besonders gut. Denkt daran, große Brocken vorher klein zu schneiden. Ihr werdet bald merken, dass es darauf ankommt, wie fest ihr zudrückt. Drückt ihr nämlich zu fest, zermatscht ihr den Bissen mit euren Stäbchen.

 

Um Essen hochzuheben klemmt ihr es zwischen den Stäbchen ein

Mit Esstäbchen kann man nicht nur Essen einklemmen, sondern sie auch als eine Art Schaufel – zum Beispiel für Reis – benutzen. In manchen Teilen Asiens ist es ganz normal, sich die Schüssel ans Kinn zu halten und das Essen einfach mit den Stäbchen von der Schüssel in den Mund zu schaufeln. Vielleicht kommt euch das Schaufeln ja bekannt vor: wenn wir Reis mit einer Gabel essen tun wir nämlich nichts anderes.

 

Benimmregeln

Für das Essen mit Stäbchen gibt es einige Benimmregeln. Je nachdem, in welchem Land ihr seid, können sich diese unterscheiden. Manche dieser Regeln gibt es in Europa auch. Zum Beispiel darf man nicht mit dem Besteck auf andere deuten oder damit auf dem Teller trommeln. Und natürlich greift man nicht mit Besteck, das man schon benutzt hat, in den Topf, um Nachschlag zu nehmen. Da sind Stäbchen sogar im Vorteil: ihr könnt sie einfach umdrehen und das Ende, das ihr schon im Mund hattet, kommt nicht mit dem frischen Essen in Berührung. Auf keinen Fall solltet ihr aber eure Stäbchen senkrecht in euer Essen stecken. Das erinnert in Asien an die Räucherstäbchen bei Beerdigungen und gilt als böses Zeichen. Wenn ihr gerade nicht esst, legt ihr die Stäbchen einfach neben euren Teller.

 

Wenn ihr etwas Übung habt, könnt ihr ja mal versuchen, Luigis Bambus-Rezept mit Stäbchen zu essen. Ihr könnt uns gern verraten, ob es geklappt hat!

14 Aug

Salzteig Relief basteln

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Was ist denn ein Relief?

In Burma bewundern unsere Freunde ein tolles Relief. So heißt es nämlich, wenn ein Bild nicht nur an die Wand gemalt wird, sondern die Figuren aus der Wand herausragen. Fast wie Skulpturen. Reliefs gab es früher überall auf der Welt. Sie wurden oft genutzt, um Ereignisse mit vielen Personen zu zeigen. Zum Beispiel eine berühmte Schlacht. Oder das Relief zeigt verschiedene Szenen einer Geschichte, wie ein begehbares Bilderbuch sozusagen. Viele Reliefs waren früher auch bunt bemalt. Aber mittlerweile sind die Farben längst weggewaschen.

Selbstgemachtes Relief

Wenn ihr euer eigenes Relief basteln wollt, könnt ihr dafür Salzteig verwenden. Der ist fast wie Knete und wird nach dem Trocknen hart wie Stein. Außerdem ist er ganz salzig. Auch wenn es Teig heißt, kann man ihn also nicht essen!

Ihr braucht:

1 Becher Salz

2 Becher voll Mehl

1 Becher Wasser

ein Messer

ein Nudelholz

einen Zahnstocher

bunte Farben und einen Pinsel

eventuell Klarlack

So gehts:

Mischt das Salz, das Mehl und das Wasser in einer Schüssel. Knetet den Teig durch, bis sich alle Zutaten gut gemischt haben. Ist der Teig zu trocken und bröselt, gebt ihr einfach einen Schluck Wasser dazu. Klebt der Teig an euren Fingern, müsst ihr mehr Mehl und Salz dazu geben.

Ist der Teig fertig, rollt ihr ihn aus. Schneidet erst eine runde oder viereckige Platte aus. Das wird die „Wand“, auf die ihr euer Relief bastelt. Legt die Platte auf ein Backpapier. Dann könnt ihr sie später leichter hochheben. Überlegt euch, welche Szene euer Relief darstellen soll. Das kann zum Beispiel ein spannendes Abenteuer sein, das ihr mit euren Freunden erlebt habt. Am besten nehmt ihr ein Foto oder eine Zeichnung als Vorlage.

Für ein Relief muss man zuerst die Teile aufkleben, die am weitesten weg sind. Deshalb fangen wir mit der Landschaft an. Ihr könnt Hügel, Bäume oder Häuser aus Salzteig ausschneiden und auf die Wand kleben oder ihr nehmt euren Zahnstocher und ritzt die Formen in den weichen Teig. Wenn ihr dabei einen Fehler macht, könnt ihr eure Finger nass machen und den Teig an der Stelle vorsichtig wieder glatt streichen.

Aus diesen Formen besteht Marco

Da unser Relief recht klein ist, müssen wir die Szene vereinfachen. Das heißt, wir lassen Details weg und konzentrieren uns mehr auf die Formen. Luigi zum Beispiel halt viel rundere Formen als Marco oder Shi La. Im Bild seht ihr, wie wir in unserer Vorlage die verschiedenen Formen eingezeichnet haben. Diese Formen haben wir aus Salzteig ausgeschnitten und in der richtigen Reihenfolge aufgeklebt. Als Kleber haben wir die Formen auf der Unterseite einfach mit Wasser leicht angefeuchtet und dann vorsichtig angedrückt.

Wenn ihr mit eurer Szene zufrieden seid, bohrt ihr zwei Löcher oben durch die Salzteigplatte. An ihnen könnt ihr das Relief später aufhängen. Nun muss der Salzteig trocknen. Dafür könnt ihr ihn auf niedrigster Stufe (am besten nur 50 Grad) für ein bis zwei Stunden im Backofen backen oder ein paar Tage an die warme Heizung legen.

Besser ist die Methode an der Heizung, denn hat der Teig Luftblasen dehnen diese sich beim Backen aus und das Relief verformt sich. Das ist uns leider passiert. Passt außerdem auf, dass die Platte beim Trocknen ganz gerade liegt – sonst hat euer Relief später einen Knick. Wenn es getrocknet ist, könnt ihr die Szene anmalen, wie ihr wollt, und das Relief an eure Zimmerwand hängen.

Das Türschild der Polos

Mit der gleichen Technik könnt ihr auch ein Namensschild für eure Zimmertür oder Haustür basteln. Wenn ihr das Relief draußen aufhängen wollt, müsst ihr es nach dem Trocknen aber noch mit Klarlack bestreichen oder ansprühen, damit es euch nicht wie den Menschen aus der Antike geht und die Farben vom Regen weggewaschen werden.

Wenn ihr Hilfe beim Figuren zeichnen braucht, dann helfen euch vielleicht unsere Zeichentipps weiter.

17 Jul

Kokos-Pralinen aus Java

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In Java durften Marco, Luigi und Shi La frische Kokosnüsse probieren. Und Luigi hat sich natürlich sofort ein leckeres Rezept mit Kokos einfallen lassen. Die Kokos-Pralinen sind süße, kleine Kugeln. Perfekter Reiseproviant! Um sie nachzumachen braucht ihr:

Zutaten

150g Kokosmilch

15g Butter

100g Kokosraspel (eventuell noch ein wenig mehr, um die Kugeln darin zu wälzen)

30g Zucker

So gehts:

Gebt die Kokosmilch, die Butter , den Zucker und die Hälfte der Kokosraspel in einen Topf. Erhitzt die Masse bis es blubbert. Rührt dabei immer wieder um, nicht dass es euch anbrennt!

Wenn es kurz gekocht hat, gebt ihr nochmal die Hälfte der übrigen Kokosraspel hinzu. Wenn ihr gut umgerührt habt, lasst ihr es erstmal abkühlen.

Wenn alles abgekühlt ist, formt ihr aus aus der Masse viele kleine Kugeln. Jede sollte ungefähr so groß wie eine 1€-Münze sein. Diese rollt ihr in einem Teller mit Kokosraspeln, damit sie nicht aneinander kleben. Am Besten bewahrt ihr die Kugeln dann im Kühlschrank auf, bis ihr sie esst.

 

Die Kokosnuss – eine nützliche Frucht

Kokosnüsse gibt es in allen tropischen Regionen der Erde. Bei der Ausbreitung hat ihnen das Meer geholfen, denn die Früchte können auch noch keimen, nachdem sie monatelang im Wasser getrieben sind.  Sogar in Skandinavien sollen schon Kokosnüsse angespült worden sein!

Kokosnüsse kann man das ganze Jahr über ernten. Aber die Bewohner der Tropen nutzen nicht nur die Früchte. Aus den bis zu 7 Meter langen Palmwedeln flechten sie Matten, Hüte und Körbe und decken sogar ihre Dächer damit. Und ihre Häuser sind natürlich aus Palmenholz gebaut. Außerdem kann man aus den Kokosfasern auch sehr stabile Seile machen.

Bei uns kann man im Laden Kokosraspeln, Kokoswasser und Kokosmilch kaufen. Aus der Kokosmilch kann man sich auch ein leckeres Curry kochen! Das Rezept findet ihr hier.

19 Jun

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 3

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Die Weltwunder der Natur

Als die sieben Weltwunder der Antike und der Moderne gelten beeindruckende Orte und Sehenswürdigkeiten, die von Menschen erschaffen wurden. Über sie konntet ihr in den letzten beiden Beiträgen schon viel erfahren. Aber auf der Welt gibt es auch viele Orte, die auch ohne menschliche Hilfe beeindruckend sind – ganz natürlich.

Über 200 von ihnen gehören zum Weltnaturerbe, das heißt, dass sie unter besonderem Schutz stehen. Denn wenn dort etwas kaputt geht, kann man es ja nicht einfach wieder aufbauen wie bei einem Gebäude. Viele dieser Weltnaturerbe sind außerdem die Heimat ganz besonderer Tiere und Pflanzen. Manche von ihnen gibt es nirgendwo sonst.

Auch bei den Weltnaturerben gab es eine Umfrage, welche sieben Orte die Menschen am schönsten finden. Die Gewinner sind als 7 Weltwunder der Natur bekannt. Dies sind: der Amazonas-Fluss in Südamerika, die Halong-Bucht in Vietnam, die Iguazu-Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, Jejudo, eine Vulkaninsel in Südkorea, die Komodo-Insel in Indonesien, der Tafelberg in Südafrika und der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Phillipinen.

Die Halong-Bucht

Die Halong Bucht in Vietnam ist bekannt für ihre vielen Höhlen und hohe Inseln. Fast 2000 Inseln gibt es dort, manche groß genug, dass ein dichter Dschungel oder mehrere Seen auf ihnen Platz finden. Die Inseln ragen oft steil aus dem Wasser, manche bis zu 100 Meter. Deshalb sind die meisten davon unbewohnbar. Heutzutage ist es sogar verboten dort zu wohnen, um das Naturerbe zu schützen.

Die Bucht selbst ist nach einer Legende benannt. „Ha Long“ steht nämlich für„herabsteigender Drache“. Der Legende nach verteidigte ein Drache das Land vor Angreifern. Dabei peitschte sein Schwanz auf den Strand und hinterließ tiefe Kerben in der Landschaft. Von der Geschichte gibt es viele Varianten. In einer soll der schlafende Drache sogar selbst zu einer Insel geworden sein. Tatsächlich sind früher viele Eindringlinge in der Bucht besiegt worden. Die Einwohner wussten hinter welchen Inseln und in welchen Höhlen sie sich am besten verstecken konnten und konnten die Angreifer so immer überraschen.

Durch das warme Klima ist die Halong-Bucht ein Paradies für Fische, Muscheln und Korallen. Deswegen gibt es dort auch so viele Fischer. Da sie nicht auf den Inseln wohnen können, leben sie auf Booten oder schwimmenden Häusern zwischen den Inseln. Bei Sturm können sie mit ihren Booten in den vielen Höhlen Schutz suchen.

 

Hätte Marco gewusst, dass die Komodo-Insel bei seiner Reise durch Indonesien ganz in der Nähe war, hätte er sie sicher auch besucht. Was denkt ihr welche Weltwunder Marco, Luigi und Shi La noch besuchen werden?

22 Mai

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 2

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Die Weltwunder der Neuzeit

Neben den Weltwundern der Antike gibt es auch 7 Weltwunder der Moderne. Doch trotz ihres Namens sind auch die meisten dieser Bauwerke schon sehr alt. Als Weltwunder der Moderne oder Weltwunder der Neuzeit werden sie bezeichnet, weil sie bis heute überdauert haben. Diese besonderen Sehenswürdigkeiten kann man daher immer noch besuchen.

Als die sieben neuen Weltwunder gelten die Ruinen von Chichén Itzá in Mexiko, die Chinesische Mauer, die Christus-Statue von Rio de Janeiro in Brasilien, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, sowie das Taj Mahal in Indien und die Felsenstadt Petra in Jordanien.

Diese Auswahl wurde basierend auf einer Umfrage im Internet sowie einer Jury-Entscheidung getroffen. Daran gibt es einige Kritik, zum Beispiel, weil bei der Abstimmung Menschen aus manchen Teilen der Welt stärker vertreten waren als aus anderen. Wäre das Auswahlverfahren ein anderes gewesen, hätten also durchaus auch andere Weltwunder gewählt werden können. Sicher ist jedoch: Die Bauwerke, die als Weltwunder der Neuzeit gelten, sind absolut einmalig und faszinierend.

Die Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra liegt im heutigen Jordanien. Früher befand sich dort das Reich der Nabatäer, dessen Hauptstadt Petra war. Der Name „Petra“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Fels“ oder „Stein“. Er ist darauf zurückzuführen, dass die Gebäude der Stadt direkt in den roten Sandstein der Region gehauen worden. Dies sind nicht nur einfache Wohnhöhlen, sondern prunkvolle Tempel. Die Stadt ist gut geschützt und kann nur durch einen steinigen Bergpfad oder eine enge Schlucht erreicht werden. Zahlreiche Handelskarawanen suchten hier Schutz und machten Rast, wodurch die Stadt zu großem Reichtum kam. Obwohl Petra mitten in der Wüste liegt, sorgte ein ausgeklügeltes System von Wasserleitung dafür, dass der Ort zu einer künstlichen Oase wurde.

Die ersten Menschen siedelten sich schon um 9000 vor Christus in der Region um Petra an. Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im zweiten Jahrhundert nach Christus. Doch dann wurde sie von mehreren schweren Erdbeben zerstört. Die Bewohner verließen Petra und die Felsenstadt geriet in Vergessenheit. Nur manchmal kamen noch Beduinen aus der Umgebung in das versteckte Tal – so wie Marco und seine Freunde in der Serie.

Erst im 18. Jahrhundert wurde Petra von den Europäern wiederentdeckt, für die die Felsenstadt bis dahin nur ein Mythos war. Heute ist Petra bei Touristen sehr beliebt.

Neben den Weltwundern der Antike und denen der Moderne gibt es aber auch noch die Weltwunder der Natur, um die es im nächsten Beitrag geht.

27 Apr

Muttertags-Bastelei

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Der Muttertag steht vor der Tür – und jetzt, wo Shi La ihre Mutter wiedergefunden hat, möchte sie ihr natürlich ein richtig tolles Geschenk machen. Da ihre Mutter Blumen mag, bastelt sie ihr eine tolle Karte mit bunten Papier-Blumen. Und das könnt ihr zuhause auch!

Ihr braucht:

Buntes Tonpapier in mehreren Farben

Einen goldenen Stift

Und so gehts:

Zuerst sucht ihr aus, welche Farben eure Karte haben soll. Das Tonpapier, das ihr für die Grundfarbe nehmen wollt, faltet ihr einmal in der Mitte. Aus den anderen Farben schneidet ihr insgesamt sieben Papierquadrate. Zuletzt schneidet ihr noch ein paar Blätter aus grünem Papier aus.

Um die erste Blüte zu basteln, nehmt ihr eines der Quadrate und faltet es Ecke auf Ecke zu einem Dreieck. Dann faltet ihr es ein zweites Mal in der Mitte und dann noch ein drittes Mal.

 

 

Jetzt zeichnet ihr mit der anderen Vorlage das Blütenblatt auf und schneidet die eine Ecke ab. Passt auf, dass ihr das Blütenblatt richtig herum einzeichnet, das runde Ende sollte an der Seite liegen, an der ihr alle Papierlagen sehen könnt. Wenn ihr das Papier jetzt wieder auffaltet, seht ihr die Blüte.

 

Damit die Blüte nicht so platt ist, schneiden wir ein Blütenblatt aus und kleben die beiden Blütenblätter daneben aufeinander.

 

 

 

 

Wenn ihr alle Blüten gebastelt habt, kommt der schwierige Teil: ihr müsst die Blüten in der Richtigen Reihenfolge aufeinander kleben. In der Anleitung seht ihr, wie es geht. Die roten Punkte sind die Stellen, an denen ihr kleben müsst. Wenn es so aussieht wie im Foto, tragt ihr auf beiden Seiten der Blüte Kleber auf dem Blütenblatt in der Mitte auf und klebt es so in die Karte, dass die offene Seite innen am Falz anliegt.

 

Wenn der Kleber trocken ist könnt ihr die Karte öffnen und die Blüte öffnet sich mit. Nun könnt ihr die Karte noch mit einer schönen Schrift und den Blättern verzieren.

30 Mrz

Marco Polos Welt: Weltwunder Teil 1

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Die 7 Weltwunder der Antike

Die sieben Weltwunder sind – oder vielmehr: waren – ganz besondere, beeindruckende Bauwerke. Sie gehen auf eine Auflistung des phönizischen Schriftstellers Antipatros von Sidon zurück, der im 2. Jahrhundert vor Christus lebte. Er schrieb eine Art Reiseführer für den Mittelmeerraum. Darin benannte er die Bauwerke, die er für besonders einzigartig und sehenswert erachtete – dies sind die sogenannten Weltwunder: Die hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos, das Grab des Königs Mausolos II, der Leuchtturm von Alexandria, die Pyramiden von Gizeh, der Tempel der Artemis in Ephesos, und die Zeusstatue von Olympia.

Da diese Auswahl aus einem antiken Reiseführer für den Mittelmeerraum stammt, sind darin aber gar nicht die Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt enthalten, sondern nur die aus dieser Region. Außerdem verfassten auch andere Schriftsteller ähnliche Listen oder passten die Auswahl der Sehenswürdigkeiten von Antipatros nach ihrem Geschmack an.

Seitdem sind mehr als zweitausend Jahre vergangen. Von den sieben Weltwundern, die Antipatros beschrieb, steht heute nur noch eines: die Pyramiden. Aber weltberühmt sind die sieben Weltwunder der Antike dennoch.

Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden, die auf der Ebene von Gizeh in der Nähe des ägyptischen Kairo stehen, sind mehr als 4500 Jahre alt. Es gibt drei Pyramiden von unterschiedlicher Größe und jede wurde als Grabmal für einen Pharao erbaut. Die größte ist die Pyramide des Pharaos Cheops mit einer Höhe von 146 Metern. Am Bau der jeder Pyramide haben mehrere Tausend Menschen ungefähr 20 Jahre lang gearbeitet. Damals war noch nicht einmal das Rad erfunden, was ihre Leistung umso erstaunlicher macht. Wahrscheinlich wurden die tonnenschweren Steinblöcke, aus denen die Pyramiden bestehen, auf Schlitten über Rampen nach oben gezogen. Bis ins späte Mittelalter war die Cheopspyramide das höchste Bauwerk auf der ganzen Welt. Kein Wunder also, dass Antipatros von Sidon sie in seine Liste der großen Sehenswürdigkeiten aufnahm!

In Folge 45 der Serie „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ kommen Marco, Luigi und Shi La auf dem Weg nach Kairo an den Pyramiden vorbei. Allerdings sind die drei Freunde gerade so sehr mit sich beschäftigt, dass sie das Weltwunder kaum bemerken. Sind euch denn die Pyramiden im Hintergrund schon aufgefallen?

Noch mehr Weltwunder

Während die 7 Weltwunder der Antike wohl die bekanntesten sind, gibt es allerdings auch noch andere Listen von Weltwundern. Und auch an einigen dieser Orte kommt Marco auf seiner Reise vorbei. Im zweiten Teil des Weltwunder-Beitrags erfahrt ihr etwas über die Weltwunder der Neuzeit und im dritten Teil geht es um die Weltwunder der Natur.

Beim nächsten Mal gibt es als Vorbereitung auf den Muttertag aber erst einmal eine tolle Bastelidee für eine Geschenkkarte mit bunten Blumen!