Marco Polos Welt: Karawanen

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Marco Polos Welt: Karawanen

Waren wie Weihrauch und exotische Früchte waren zu Marcos Zeiten viel wertvoller, als sie es heute sind. Denn diese kostbaren Güter durch die Wüste zu transportieren war anstrengend und gefährlich. Neben Sandstürmen mussten die Händler auch Banditen fürchten, die versuchten ihnen ihr Geld oder ihre Waren zu stehlen.

Ob das wohl der Karawan-Baschi dieser Karawane ist?

Deswegen schlossen sich viele Händler zu Gruppen zusammen – den Karawanen. Angeführt wurde so eine Karawane von einem Karwan-Baschi und meist hatten sie auch bewaffnete Wächter zu ihrem Schutz dabei. Auch Pilger reisten oft in Karawanen, um auf ihrer Reise sicher vor Räubern zu sein.

Die Reisenden in einer Karawane ritten nicht nur auf Kamelen. Auch Dromedare oder Esel waren auf der Reise dabei. Je nachdem, wie viele Waren die Händler dabei hatten, konnte eine Karawane aus über 1000 Tieren bestehen.

 

Die Weihrauchstraße

Um durch die Wüste zu gelangen ohne zu verdursten oder sich zu verirren, reisten die Karawanen auf festgelegten Handelsrouten. Eine davon ist die Weihrauchstraße. Sie heißt so, weil auf ihr der kostbare Weihrauch nach Europa gebracht wurde. Nicht nur die Kirche hat damals viel für das duftende Harz gezahlt: Manche Ärzte nutzten ihn auch als Heilmittel.

Hier seht ihr Marcos Route auf der Weihrauchstraße

Aber auch Gewürze und Edelsteine wurden auf der Weihrauchstraße oft transportiert. Die Händler kauften ihre Waren recht billig in Häfen am indischen Ozean ein und brachten sie dann ans Mittelmeer, um sie dort teuer weiterzuverkaufen.

Bei Petra im heutigen Jordanien teilte sich die Weihrauchstraße: Eine Weg führte nach Damaskus und einer nach Gaza. Eine Karawane war damals 100 Tage unterwegs, bis sie Gaza erreichte. Ganz schön lange! Aber die einzige andere Möglichkeit nach Europa zu kommen war es, mit dem Schiff einmal komplett um Afrika herum zu segeln.

In der zweiten Staffel reisen Marco und seine Freunde auch eine Strecke entlang der Weihrauchstraße.

 

Die Seidenstraße

Eine andere wichtige Karawanenstraße war die Seidenstraße. Auf ihr wurde Seide aus China nach Europa gebracht. Aber auch viele andere Händler, Reisende und Gelehrte nutzten die Route und so verbreiteten sich sogar Religionen und Ideen auf ihr! Die Seidenstraße besteht aus einer Hauptroute und vielen Nebenrouten. Sie ist eigentlich mehr ein Netz aus Wegen.

Marco Polos Vater wusste sicher, wie nützlich diese Handelsstraße zum Reisen war. Schließlich reiste er auf ihr nach China. Und Marco, Shi La und Luigi reisen ihm in der ersten Staffel hinterher. In China beginnt die Seidenstraße in Xian. Wie die Weihrauchstraße auch, führt sie ans Mittelmeer. Die Städte dort – zum besipiel Alexandretta – hatten große Häfen, in denen die Waren auf Schiffe verladen und in ganz Europa verteilt wurden.

Blau ist die Hauptroute der Seidenstraße – Marco und seine Freunde waren  auf den Nebenrouten unterwegs

Viele Karawanen machten in sogenannten Karawansereien halt. Das waren Herbergen, in denen sich Tiere und Reiter ausruhen konnten. Wenn ihr wissen wollt, wie der typische Tee in einer Karawanserei schmeckte, könnt ihr ihn mit unserem Rezept selbst nachkochen. Und wenn ihr mehr über Wüsten erfahren wollt, findet ihr hier einige Infos.

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