Mit den Sternen navigieren

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Mit den Sternen navigieren

Gefährliche Seefahrt

Heutzutage wissen Kapitäne dank moderner Technik immer genau, wo sie gerade sind. Das ist wichtig, denn auf offenem Meer sieht natürlich alles gleich aus. Deswegen sind die ersten Seefahrer immer in der Nähe von Küsten geblieben. An Leuchttürmen und anderen auffälligen Punkten erkannten sie, wo sie gerade waren.

Wenn einen ein Sturm vom Kurs abbrachte, hatte man aber ein Problem.  So sind früher oft Leute auf dem Meer verschollen und haben lange den Rückweg nicht gefunden.

Von einem schlauen Kapitän wie Rudolpho kann Marco sicher viel lernen

Kapitäne waren gut in Mathe

Ja, das stimmt: Mathe war für einen Kapitän sehr wichtig. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass die Sonne, der Mond und die Sterne von jedem Ort der Erde aus etwas anders am Himmel stehen. Wenn man den Abstand also vergleicht, kann man herausfinden, wo man ist. Um den Abstand zu messen gibt es ein Gerät namens Sextant.

Mithilfe von Tabellen konnte man aus Uhrzeit, Datum und Position der Himmelskörper nun berechnen, wo man sich befand. Da dies die Reisen viel sicherer machte, waren ein guter Kapitän und seine Logbücher oft unbezahlbar. Sogar heute lernen noch viele Kapitäne diese Technik, für den Fall, dass ihre Computer ausfallen.

Großer und Kleiner Wagen

Die Sterne wandern nicht nur wie die Sonne von Osten nach Westen, sondern sie verändern ihre Position auch über das Jahr hinweg. Deswegen sind manche Sternbilder nur einige Monate am Himmel zu sehen. Zwei recht bekannte Sternbilder kann man bei uns auf der Nordhalbkugel aber das ganze Jahr über finden: Den Großen und den Kleinen Wagen. Um sie zu sehen, solltet ihr am Besten raus in die Natur gehen. Durch das elektrische Licht wird es in unseren Städten nämlich nie richtig dunkel.

So sehen die beiden Sternbilder aus

Der Große und Kleine Wagen heißen so, weil sie für die Leute früher wie ein Pferdewagen aussahen: Ein Viereck bildet die Ladefläche und drei weitere Sterne die Deichsel, an der die Pferde angespannt wurden. Vielleicht seht ihr auch eine Schöpfkelle. So nennen die Chinesen und Amerikaner das Sternbild nämlich.

Wenn ihr den Großen Wagen gefunden habt, könnt ihr mit seiner Hilfe den kleinen Wagen und den Norden finden. Wenn ihr die beiden Sterne an der Vorderseite des Großen Wagens verbindet und die Linie nach oben verlängert (im Bild seht ihr das in rot), stoßt ihr auf einen sehr hellen Stern. Dieser heißt Polaris, oder Polarstern, weil er zeigt, in welcher Richtung Norden liegt. Gleichzeitig ist er das vorderste Ende der Deichsel des kleinen Wagens.

Kreuz des Südens

Wenn Marco und seine Freunde südlich des Äquators (das ist die Grenze zwischen den Halbkugeln) sind, müssen sie statt des Polarsterns das Kreuz des Südens suchen. Das sind vier Sterne, die dort sehr hell und leicht zu finden sind – und in ihrer Richtung liegt Süden.

Sicher haben Marco, Luigi und Shi La auf ihren Reisen oft die Sterne beobachtet. Schließlich sind Sterne ja auch einfach schön. Da es zu Marco Polos Zeiten kein elektrisches Licht gab, konnte er mit bloßem Auge viel mehr Sterne sehen als wir!

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