Nussschalen-Schiffe

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Nussschalen-Schiffe

Schon zu Marco Polos Zeiten gab es unzählige verschiedene Arten von Schiffen. Manche waren wendig wie die arabische Dau, andere schnell wie die chinesische Dschunke. Wieder andere, wie das europäische Segelschiff, konnten problemlos lange Strecken zurücklegen. Entscheidend dabei war zum einen die Form des Schiffskörpers und zum anderen das Segel. Und all diese verschiedenen Schiffsarten lassen sich – in ganz klein – auch aus Nussschalen basteln.

Ausgefallene Nussschalen-Schiffe

Das Wallnussschalen gut schwimmen, ist kein großes Geheimnis. Deshalb lassen sich daraus auch sehr gut kleine Schiffchen basteln. Dazu muss man nur vorsichtig die Nuss knacken, sodass die Hälften nicht zerbrechen. Anschließend wird ein Zahnstocher-Segelmast mit etwas Kleber im Inneren befestigen. Richtig spannend wird es aber, wenn aus einfachen Nussschalen-Schiffen tatsächlich Dschunken, Dauen, Wikinger- oder Handelsschiffe werden. So funktioniert es:

Material für alle drei Nussschalen-Schiffe:

2 Wallnüsse
Flüssigkleber
3 Zahnstocher
Papier
Schere

Chinesische Dschunke

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Das Besondere an unserer Nussschalen Dschunke ist das Segel. Bei echten Dschunken werden Bambusstäbe in die Segel eingenäht,  sodass sich der Stoff leicht zusammenraffen lässt. Durch die unebene Oberfläche, die so entsteht, hat der Wind besonders viel Angriffsfläche. Das macht das Schiff schneller.

chinesische Dschunke

Für unsere Mini-Dschunke nehmen wir ein rechteckiges Stück Papier und falten es entlang der kürzeren Seite einen Fächer: Einen Streifen umknicken, das Blatt wenden, wieder einen Streifen umknicken … so lange, bis das ganze Papier gefaltet ist. Jetzt stecht ihr mit dem Zahnstocher vorsichtig einmal oben und einmal unten durch das Papier. Fädelt den „Masten“ hindurch und klebt ihn in die Nussschale.

Neben den kleineren, schnellen Dschunken, die auf Flüssen benutzt wurden, gab es früher sogar hochseetüchtige Riesen in dieser Bauart. So eine große Dschunke konnte dann bis zu 4000 Tonnen Gewicht laden. Das heißt, damit ließen sich ohne Probleme mehr als 1200 Menschen befördern!

Arabische Dau

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Der Begriff „Dau“ bezeichnet eine ganze Reihe unterschiedlicher Schiffe. Das schräge Segel haben sie allerdings alle gemeinsam. Ursprünglich stammen diese Schiffe wohl aus Indien, verbreiteten sich jedoch bald auch im arabischen Raum.

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Um ein Dau-Segel zu bekommen, schneidet ihr das Papier in die Form eines Dreiecks. Dabei sollte eine Seite fast so hoch sein wie der „Mast“. Die anderen beiden Seiten werden etwas länger. Mit dem Zahstocher piekst ihr oben und unten in die kurze Seite, um das Segel zu befestigen.

 

Europäisches Segelschiff

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Auch in Europa gab und gibt es natürlich viele verschiedene Segelformen. Aber unter den Nussschalen-Booten ist dieses wohl der Klassiker: Das einfache rechteckige Segel. Es ist ein wenig länger als hoch und der Mast wird in der Mitte befestigt.

Welches der Nusschalen-Schiffe gefällt euch am besten?

Und welches schwimmt am schnellsten und am weitesten?

Probiert es einfach aus!

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