So funktioniert Animation! – Teil 1

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Selber einen Stopp-Trick-Film machen

Aus Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 der Marco Polo Zeichentricks wisst ihr nun, wie Marco, Luigi und Shi La auf dem Papier entstehen. Vielleicht habt ihr sogar schon versucht, die Figuren selber zu zeichnen. Nach diesem Schritt – dem sogenannten Character-Design – wird den Figuren Leben eingehaucht, damit sie sich in der Serie auch bewegen können. Doch wie funktioniert Animation genau? Und auf welche Weise könnt ihr selbst eine Figur ganz einfach  lebendig werden lassen?

Wie wird eine Figur animiert?

Hinter den einzelnen Bewegungen von Marco, Luigi und Shi La steckt viel Arbeit. Greifen, Rennen, Springen und sogar Lachen – was so einfach scheint, müssen die Figuren am Computer erst lernen. Beim sogenannten Rigging wird ihnen dafür eine Art Skelett eingesetzt. Sie bekommen Gelenke wie ein echter Mensch. Wenn man anschließend an einem Arm oder einem Bein zieht, dann bewegt es sich nur dort, wo diese Gelenke sind.

Genau das ist es, was bei der Animation der Figuren passiert. Stück für Stück bewegen die Animationskünstler Arme, Beine, oder auch nur die Mundwinkel. Das geschieht am Computer – aber ihr könnt es zu Hause fast genau so nachmachen. Dazu braucht ihr nur:

Schere
Kleber
Flachkopfklammern (wie sie normalerweise als Briefverschluss benutzt werden)
Bastelvorlage für die Marco Polo-Gliederpuppe

Marco Polo-Gliederpuppe

Nun geht es endlich daran, einen eigenen Trickfilm zu erstellen! Hier findet ihr die Bastelvorlage für eine Marco Polo-Gliederpuppe. Mit einem Klick auf „Download“ könnt ihr sie herunterladen und ausdrucken.

Schneidet alle Körperteile aus und stecht bei jedem Kreuz vorsichtig ein Loch durch das Papier. Heftet die einzelnen Glieder mit den Flachkopfklammern zusammen. Schon ist Marco Polo bereit für euren Film.

Nun beginnt das Animieren!

Und so funktioniert’s: Legt die Gliederpuppe auf einen möglichst neutralen Untergrund und schießt mit einer Kamera ein erstes Bild davon. Für jedes weitere Foto bewegt ihr die Körperteile von Marco ein kleines bisschen. Je mehr Fotos ihr macht, desto fließender wirken am Ende seine Bewegungen. Sobald ihr die Fotos schnell hintereinander abspielt, erwacht die Figur zum Leben. Das nennt sich Stopp-Motion-Animation. Jetzt könnt ihr Marco seine Arme und Beine heben lassen oder ihn zum Winken und zum Springen bringen – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wir wünschen euch viel Spaß mit eurem eigenen kleinen Trickfilm!

Und hier könnt ihr weiterlesen:

So funktioniert Animation! – Teil 2: Storyboard und Hintergründe

Animation von Marco Polo

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