Wie entstehen Vulkane?

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Wie entstehen Vulkane?

Der wütende Berg

Als Marco, Luigi und Shi La in Java ankommen, herrscht dort Panik: Ein Vulkan droht auszubrechen! Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass manche Berge Feuer spucken und andere nicht? Früher, noch lange vor Marco Polos Zeiten, dachte man, die Götter wären daran schuld. Der Name Vulkan kommt nämlich von Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.

Um zu wissen, wie Vulkane funktionieren, muss man erstmal wissen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Die ist nämlich keine harte Kugel aus Stein: Tief im Inneren hat die Erde einen flüssigen Kern aus sehr heißem geschmolzenem Stein, sogenannter Magma. Darauf schwimmen die Kontinente. Da sie sehr, sehr langsam schwimmen, merken wir davon aber nichts. Wo die Kontinente aufeinander treffen, wird manchmal Magma nach oben gedrückt. Wird der Druck zu groß, platzt die Erdkruste auf und das Magma schießt heraus.

Gefährliche Ausbrüche

Manche Vulkane erlöschen nach einiger Zeit. Der Vulkan ist dann ein ganz normaler Berg. Andere Vulkane schlafen hingegen nur. Dann weiß niemand, wann sie das nächste mal ausbrechen. Ein Vulkan, der ständig Magma ausspuckt, heißt aktiver Vulkan. Das sind aber die wenigsten.

Heutzutage werden Vulkane mit moderner Technik ganz genau überwacht, um die Leute, die in der Nähe wohnen, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Bei einem Vulkanausbruch tritt nämlich nicht nur Magma an die Oberfläche. Meistens werden große Mengen Stein, Rauch, Asche und giftige Gase in die Luft geschleudert. Bei einigen großen Vulkanausbrüchen haben diese Staubwolken noch weit entfernt den Himmel verdunkelt und für schlechte Ernten gesorgt. Noch schlimmer ist es, wenn ein Vulkan unter Wasser ausbricht. Dabei kann eine riesige Flutwelle entstehen: Ein Tsunami.

Java – eine Insel voller Vulkane

Java liegt im „pazifischen Feuerring“. Die Region heißt so, weil es dort so viele Vulkane gibt. Die meisten Inseln dort sind aus Magma entstanden. Auf der Karte könnt ihr sehen, dass die Vulkane fast in einer Reihe liegen. Das ist die Linie, an der die Kontinente sich treffen.

Java hat ganze 38 Vulkane und viele davon sind aktiv. Aber die Vulkane bringen nicht nur Gefahr: Das Gestein aus dem Erdinneren ist voller Mineralien. Das heißt, dass Pflanzen dort besonders gut wachsen. Außerdem bauen manche Leute in den Vulkankratern Schwefel ab und viele Menschen verdienen ihr Geld, indem sie Touristen die Krater zeigen.

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