Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

MarcoPolo / Wissen / / 0 Comments / Gefällt mir
Wie entstehen Wüsten? – Teil 2

Wüsten ganz nah am Meer

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch, denn wenn sich Regenwolken über dem Meer bilden, wie kann es dann nah am Meer trotzdem trocken sein?

Wie entstehen Wüsten wie die Atacama?

Eine Küste direkt am Meer: Die Atacama. Bild: Ktrinko (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Die Antwort hängt mit der Temperatur des Meerwassers und mit dem Wind zusammen. Küstenwüsten entstehen nur dort, wo Meeresströmungen ganz besonders kaltes Wasser an die Küste herantragen. Dieses kalte Wasser kühlt auch die Luft direkt darüber ab, während die Luftschichten weiter oben wärmer sind. Durch diese unterschiedlichen Luftschichten kann die Feuchtigkeit vom Wasser aus nicht nach oben steigen. Sie prallt sozusagen von einer unsichtbaren Decke aus warmer Luft ab. Wenn die feuchte Luft nicht nach oben steigen kann, können sich auch keine Wolken bilden, und damit gibt es in diesen Küstengebieten nur sehr, sehr selten Regen.

In Wüsten direkt am Meer fällt oft Jahrzehnte lang kein einziger Tropfen. So kommt es auch, dass die trockenste Wüste der Welt eine Küstenwüste ist: die Atacama in Südamerika.

Wüsten hinter Bergen

Hohe Berge können Regenwolken aufhalten. Die Wolken werden vom Wind gegen die Hänge geweht und regnen sich dort ab – und auf der anderen Seite des Gebirges kommt kein Wasser mehr an. Man spricht vom Regenschatten der Berge. Auf diese Art entstehen viele Wüsten in allen Teilen der Erde. Beispiele das sogenannte Tal des Todes in den USA (auf dem Bild oben zu sehen), die Patagonische Wüste in Argentinien, oder das Tibetische Hochland.

Weitere Arten von Wüsten

Auf welche Arten Wüsten sonst noch entstehen können, erklären wir euch hier. Und wenn ihr wissen wollt, wieso es im Dschungel ganz im Gegensatz zur Wüste sehr feucht ist, oder wie genau Berge entstehen, dann schaut nächste Woche wieder auf dem Marco Polo Blog vorbei!

Schreibe einen Kommentar